19. Januar 2021 / 17:01 Uhr

RB Leipzigs U16-Coach Robin Peter büffelt gemeinsam mit Miroslav Klose

RB Leipzigs U16-Coach Robin Peter büffelt gemeinsam mit Miroslav Klose

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Robin Peter beim Fussball-Lehrer-Lehrgang 2020.
Robin Peter beim Fussball-Lehrer-Lehrgang 2020. © Thomas Böcker/DFB
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Seit vergangenem Juni absolviert Nachwuchsbullen-Trainer Robin Peter den 67. Fußball-Lehrer-Lehrgang, um national wie auch international auf höchstem Niveau coachen zu können. Mit dem SPORTBUZZER sprach der 33-Jährige über seine Anfänge bei RB Leipzig, den Trainer-Kurs mit Miroslav Klose und seine Zukunft.

Leipzig. RB Leipzigs U16-Coach Robin Peter absolviert derzeit den 67. Fußball-Lehrer-Lehrgang. Mit der höchsten Lizenzstufe im deutschen Trainerwesen besteigt er den Fußball-Olymp auf der Trainerleiter.

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Robin Peters Fußball-Karriere begann beim erzgebirgischen SV Eisen Erla-Crandorf. Von dort verschlug es ihn zum Kumpelverein. Beim FC Erzgebirge Aue verbrachte er seine Jugend und kickte dort bis zur U19. Eine schwere Verletzung (Kreuzbandriss) bedeutete für den Nachwuchsspieler das Aus im Leistungssport. Wieder gesundet, absolvierte er das Studium der Sportwissenschaft in Leipzig.

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Peter heuerte als Praktikant bei RB Leipzig an – dort sollte er bleiben und Fuß fassen, ist über Jahre in den Club hineingewachsen. „Ich habe freiwillig viel Zeit und Energie eingebracht“, so der 33-Jährige. Seit 2011 steht er im Nachwuchs der Roten Bullen an der Seitenlinie. „Ich habe schnell gemerkt, dass es mir Spaß macht, mit jungen Menschen zu arbeiten“, begründet der Coach seinen Einsatz. Derzeit betreut er das U16-Team, das bis zum neuerlichen Lockdown oben in der Tabelle der Regionalliga mitmischte.

Ex-Profi Klose im Aufgebot

Seit Juni vergangenen Jahres absolviert Peter beim DFB den Fußball-Lehrer-Lehrgang unter Kursleiter Daniel Niedzkowski, Co-Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft. Die Fortbildung konnte anfangs planmäßig beginnen. Mit reduzierten Gruppenstärken büffelten die Teilnehmer parallel zu den Präsenzphasen auch über den „digitalen Campus“. Das habe sich bewährt. „Es lernt sich nochmals besser in kleinen Gruppen", resümiert Peter. Anwesenheitsphasen machten Peter von Montag bis Mittwoch für den Leipziger Verein abkömmlich. „Ich habe einen Stab um mich herum, der das sehr gut kompensiert." Die Doppelbelastung im Alltag sei mit Struktur und Aufwand schaffbar.

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Robin Peter (vierter v.l.) neben Mitstreiter Miroslav Klose beim DFB-Lehrgang.
Robin Peter (vierter v.l.) neben Mitstreiter Miroslav Klose beim DFB-Lehrgang. © Thomas Böcker/DFB

Neben dem U16-Coach gehört Weltmeister Miroslav Klose zu den Teilnehmern des Lehrgangs. „Er hat eine herausragende Karriere absolviert“, sei zudem als Trainer und Spieler erfahren. „Er bereichert den Kurs ungemein“, lobt Peter. Lorbeeren kassieren dennoch alle Mitstreiter: „Alle haben Qualität und Erfahrung. Das finde ich wertvoll.“

RB-Coach lässt sich leiten

Seit der Pandemie läuft bekanntlich nichts nach Plan. Im September kam die 25-köpfige Truppe das letzte Mal zusammen. Seitdem läuft alles digital. „Ich kann dadurch meiner Arbeit voll und ganz nachgehen“, das sei ein Vorteil. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und sind gut vorangekommen.“ Zwar fehle Peter aktuell die Arbeit auf dem Platz – immerhin führt er sein verpflichtendes Praktikum im eigenen Verein im Profi-Bereich aus.

Was bringt die Zukunft nach Beendigung des Lehrgangs – nach elfmonatiger Ausbildung dürfen die Absolventen in den höchsten Spielklassen aller Uefa-Mitgliedsstaaten coachen?! „Ich bin in den letzten Jahren gut damit gefahren, Dinge nicht zu planen, die ich sowieso nur bedingt beeinflussen kann“, gibt sich der 33-Jährige zurückhaltend. Träume und Fantasien habe er, „aber die sind zu wage, um diese zu fixieren“. Der Rest ergebe sich Schritt für Schritt. „Ich fühle mich wohl mit dem, was ich mache."

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