20. Februar 2021 / 17:59 Uhr

RB Leipzig und Hertha BSC im Vergleich: Wer punktet auf welcher Position?

RB Leipzig und Hertha BSC im Vergleich: Wer punktet auf welcher Position?

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Foul-König Nordi Mukiele (re.) bekommt es am Sonntag mit Herthas Top-Torjäger Matheus Cunha (li.) zu tun.
RB Leipzigs Foul-König Nordi Mukiele (re.) bekommt es am Sonntag mit Herthas Top-Torjäger Matheus Cunha (li.) zu tun. © Getty Images
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Die Roten Bullen haben eine für sie äußerst positive Bilanz im Berliner Olympiastadion. Alle vier bisherigen Auswärtspartien bei der Hertha hat RB Leipzig gewonnen. Wir haben uns beide Teams angeschaut und die besten Kicker in fünf Kategorien verglichen.

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Berlin. Vier Siege aus vier Spielen im Olympiastadion sind eine gute Grundlage, um „frohen Mutes nach Berlin“ zu fahren, wie RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann im Vorfeld der Partie Hertha BSC und den Messestädtern ankündigte. Die Torbilanz in der Hauptstadt aus 17 geschossenen zu fünf kassierten Toren spricht deutlich für die Sachsen. Diese Bilanz will der Bullen-Coach am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) mit einem weiteren Sieg unterstreichen.

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Sieht man sich die allgemeine Situation an, stehen die Zeichen gut für RB. Das Team rangiert nicht nur mit 44 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga, es hat bis dato auch elf Treffer mehr erzielt als die „Alte Dame". Zwar habe sich die Situation der Berliner laut Nagelsmann seit Pal Dardais Rückkehr wieder stabilisiert. Trotzdem: „Sie sind weit weg von den Ansprüchen, die sie vor der Saison verkündet haben. Es läuft nicht ganz so, wie sie es sich vorgestellt haben“, weiß der Leipziger Cheftrainer.

Hertha BSC vs. RB Leipzig: Die Gegner im Check

Hertha steht auf dem 15. Tabellenplatz, hat bisher nur elf Punkte sichern können. Dabei geht es in de Zweikämpfen gut zur Sache. Kein Club foult häufiger. 305 Mal musste ein Schiedsrichter die Aktionen bisher ahnden. Im Vergleich zu den Roten Bullen agieren die Profis aus der Hauptstadt definitiv aggressiver. Bei den Verwarungen liegen die Kontrahenten allerdings gar nicht weit auseinander. Hertha hat lediglich eine gelbe Karte mehr als RB kassiert (38:37).

Top-Torhüter

RB Leipzig hat mit Peter Gulacsi eindeutig die Nase vorn. Denn Pete „The Wall“ hat in den bisherigen Bundesligaspielen lediglich 18 Gegentore kassiert und ganze zehn Partien zu null gehalten. Die Paradenquote des Ungarn beträgt laut Kicker 66 Prozent. Das heißt, dass er fast zwei Drittel aller Torschüsse auf seinen Kasten pariert hat.


Herthas Alexander Schwolow hat in 18 bestrittenen Partien bereits 32 Mal hinter sich greifen müssen. Zu null spielten die Berliner bislang nur in fünf Partien. Auch in den drei Spielen, in denen Rune Jarstein das Tor hütete, gab es fünf Gegentore. Schwolows Paradenquote beträgt entsprechend 56,2 Prozent. An ihm kommt also fast jeder zweite Schuss vorbei.

Top-Verteidiger

In den Verteidigungsreihen ist der Beste unter den Roten Bullen nach wie vor Abwehrchef Dayot Upamecano. Der Franzose hat mit fast 65 Prozent die beste Zweikampfquote im Team. Dabei bleibt er sauber und foult relativ wenig. Insgesamt hat er in seinen 19 Einsätzen 19 mal gefoult, dabei lediglich drei gelbe Karten kassiert. Für die meisten Fouls bei den Leipzigern ist Nordi Mukiele verantwortlich. In 17 Spielen fegte er seinen Gegner 27 mal von den Socken.

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Bei der Hertha sorgt Innenverteidiger Niklas Stark für etwa ein Zehntel aller Fouls. 31 mal holte er einen Kontrahenten von den Beinen, blieb dabei aber äußerst fair. Denn in den 21 bestrittenen Spielen hat er lediglich einmal Gelb gesehen. Seine Zweikampfquote ist allerdings deutlich niedriger als die von Upamecano: Mit 55 Prozent hat er nur knapp jeden zweiten Zweikampf für sich entscheiden können. Dasa ist dennoch die beste Quote unter Herthas Defensiven.

Top-Mittelfeldspieler

Leipzigs Mittelfeldspieler mit den meisten Ballkontakten ist Dani Olmo. In seinen 21 Liga-Partien hatte der Spanier 1054 Mal die Pille am Fuß. Seine Zuspielquote ist mit 80 Prozent entsprechend hoch. Einen noch höheren Wert hat nach 18 bestrittenen Partien allerdings Kevin Kampl mit satten mit 91 Prozent. Auch Kapitän Marcel Sabitzer ist in dieser Hinsicht besser als Olmo, erreicht 83 Prozent. Olmo hat dafür mehr Torvorlagen als alle seine Kollegen insgesamt, nicht nur im Mittelfeld, geliefert und dabei sechs Treffer ermöglicht.

Olmos Berliner Gegenüber heißt Vladimir Darida. Er konnte in dieser Saison bislang die meisten Ballkontakte und die meisten Assists in den Mittelfeldreihen der Hertha verzeichnen, hatte in seinen 19 Einsätzen 975 Ballkontakte und legte fünf Tore auf. Seine Zuspielquote kann sich allerdings noch deutlich verbessern, denn er kommt auf lediglich 77 Prozent. Eine bessere kann Mittelfeldkollege Matteo Guendouzi vorweisen, der in 16 gespielten Begegnungen auf 88 Prozent kommt. Und obwohl er drei Partien weniger als sein Kollege Darida auf dem Rasen stand, hat er beinahe genauso viele Ballkontakte realisiert, und zwar 956.

Top-Torschütze

Nach 21 Bundesliga-Spieltagen haben sich viele RB-Profis in die Torschützenliste eingetragen. Die meisten Tore erzielten Angelino, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Christopher Nkunku (jeweils vier). Damit sind sie für mehr als die Hälfte aller Bundelsiga-Tore der Roten Bullen verantwortlich. Top-Scorer bleibt weiterhin Linksaußen Angelino, der mit den vier Treffern und sechs Vorlagen insgesamt auf zehn Scorerpunkte kommt.

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Bei der Hertha hat ausgerechnet der Ex-Leipziger Matheus Cunha mehr Treffer auf dem Konto. Sechs Tore hat er bislang für die „Alte Dame“ geschossen und ist zudem mit fünf Assists auch noch ihr Top-Scorer. Allerdings wartet der Brasilianer seit nunmehr elf Spielen auf den nächsten Treffer. Immerhin ist er nicht der einzige Berliner, der Tore schießen kann. Direkt hinter ihm, mit nur einem Treffer weniger, rangiert Krzysztof Piatek in der Torjägerliste.

Extra: Top-Läufer

Mit 234 gelaufenen Kilometern ist Niklas Stark der Läufer vom Dienst bei den Hauptstädtern. Der 25-Jährige schaffte damit mehr als 30 Kilometer mehr als der zweite in der Liste: Vladimir Darida mit 201 Kilometer. Im Schnitt läuft Stark pro 90 Einsatzminuten 11,12 Kilometer.

Bei den Leipzigern ist auch in dieser Hinsicht Angelino der beste. Allerdings hinkt er knappe 20 Kilometer hinter Herthas Stark hinterher. Der Spanier legte in 20 Bundesligaeinsätzen 218,9 Kilometer zurück. Seine Laufleistung pro 90 Minuten Spielzeit ist entsprechend niedriger, aber mit 11 Kilometern durchaus knapp an Starks Durchschnitt dran. Auch bei RB beläuft sich die Differenz zwischen bestem und zweitbestem Läufer auf etwa 30 Kilometer, denn Abwehrchef Dayot Upamecano hat bislang 187,2 Kilometer zurückgelegt.