18. August 2019 / 19:49 Uhr

Traum-Einstand von Nagelsmann bei RB Leipzig: Werner und Co. schießen Union Berlin ab

Traum-Einstand von Nagelsmann bei RB Leipzig: Werner und Co. schießen Union Berlin ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Nagelsmann und RB Leipzig um Stürmer Timo Werner haben das Auftaktspiel der Bundesliga gegen Union Berlin deutlich gewonnen.
Julian Nagelsmann und RB Leipzig um Stürmer Timo Werner haben das Auftaktspiel der Bundesliga gegen Union Berlin deutlich gewonnen. © imago images / Jan Huebner
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Lehrgeld für den Aufsteiger, Jubel beim Champions-League-Teilnehmer: Union Berlin hat seine Heimspiel-Premiere in der Bundesliga verpatzt - RB Leipzig um den neuen Trainer Julian Nagelsmann ist mit dem 4:0-Sieg in Berlin dagegen perfekt in die Liga gestartet.

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RB Leipzig ist nach dem 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison der härteste Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund. Gegen Aufsteiger Union Berlin hatte die Mannschaft des neuen Trainers Julian Nagelsmann keine Probleme und gewann locker mit 4:0 (3:0) in Berlin. Weil der BVB bei gleicher Tordifferenz einen Treffer mehr erzielt hat, muss sich RB zunächst hinter die Dortmunder einreihen. Vor 22.467 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielten die deutschen Nationalspieler Marcel Halstenberg (16.) und Timo Werner (42.) sowie der Österreicher Marcel Sabitzer (31.) und Neuzugang Christopher Nkunku (69.) am Sonntag die Tore für die in allen Belangen dominierenden Gäste. Der starke Sabitzer war an allen vier Treffern beteiligt.

Nagelsmann zufrieden, Fischer wütend: "*Kostprobe bekommen, was es heißt, in der Bundesliga zu spielen"*

"Heute haben wir versucht, auf den Gegner zu reagieren. Es war eine gute Mischung. Wir hatten viele Torchancen", lobte Nagelsmann nach dem Spiel. Sein Gegenüber Urs Fischer von Union Berlin war dagegen gar nicht zufrieden: "Wir sind hart auf dem Boden gelandet. Das hat auch seine Gründe. Man muss nur anschauen, wie viele Geschenke wir ihnen gemacht haben", kritisierte der Schweizer. "Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn es am Ende 0:4 steht." Er fordert eine schnellere Akklimatisierung seines Teams: "Es liegt an uns, wie schnell wir uns in dieser neuen Liga zurechtfinden. Heute haben wir eine Kostprobe bekommen, was es heißt, in der Bundesliga zu spielen."

​51 RB-Leipzig-Spieler und was aus ihnen geworden ist

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Joshua Kimmich, Ante Rebic und Daniel Frahn spielten für RB Leipzig. Der SPORTBUZZER zeigt 50 ehemalige RB-Profis und was aus ihnen wurde. ©
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Union Berlin verliert Konzentration kurz nach Abpfiff

Wie angekündigt schwiegen die Union-Fans in der ersten 15 Bundesliga-Minuten ihres Klubs aus Protest gegen das „Konstrukt“ RB Leipzig. „Wir müssen es respektieren“, sagte Union-Kapitän Christopher Trimmel zu der von den Berliner Ultras initiierten Aktion: „Wir konzentrieren uns auf die sportlichen Dinge.“

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Doch gerade mal eine Minute, nachdem der Anhang auf den Tribünen das Schweigen brach und lautstark das eigene Team feierte, ging bei den Profis auf dem Platz erstmals die Konzentration verloren. Sabitzer spielte Halstenberg frei, der zirkelte den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß in die lange Ecke zur Leipziger Führung.

RB Leipzig bedankt sich bei Union Berlin für große Räume

Die Unioner, die als fünfter Klub mit DDR-Geschichte nach Hansa Rostock, Dynamo Dresden, Energie Cottbus und dem VfB Leipzig als Ableger des 1. FC Lok im gesamtdeutschen Fußball-Oberhaus mitspielen, wirkten vor allem defensiv völlig überfordert. Ein Treffer von Lukas Klostermann, der wie sein Außenbahn-Kollege Halstenberg am Ende dieser Saison mit dem Team von Bundestrainer Joachim Löw die EM spielen will, wurde nach Videoentscheid wegen Handspiels zuvor von Yussuf Poulsen noch aberkannt. Nach Zuspiel von Halstenberg nutzte Sabitzer mit Direktschuss die nächste Gelegenheit zum 2:0.

Der Aufsteiger ließ den Gästen viel zu große Räume. Poulsen lupfte den Ball freistehend auf die Latte (33.). Wieder Sabitzer schaltete nach Einwurf und Kopfballverlängerung von Werner am schnellsten und schickte den Nationalstürmer Richtung Union-Strafraum, wo der 23-Jährige erfolgreich abschloss. Und kurz nach seiner Einwechslung trug sich auf noch der für 13 Millionen Euro von Paris Saint-Germain gekommene Franzose Nkunku in die Torschützenliste ein.

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1. FC Union Berlin - RB Leipzig (0:4) Zur Galerie
1. FC Union Berlin - RB Leipzig (0:4) ©

Leichter Aufgalopp für RB Leipzig

Dem Neuling mit vier Zugängen in der Startelf brachte dagegen offensiv kaum etwas zustande, sieht man von einem Versuch von Grischa Prömel ab, bei dem RB-Keeper Peter Gulacsi eingreifen musste (29.). Auch der erfahrene Christian Gentner, im Sommer vom besiegten Relegationsgegner VfB Stuttgart gekommen, brachte keine Ordnung ins Spiel. Für ihn kam zur zweiten Halbzeit der Ex-Mainzer Anthony Ujah. Der ehemalige Dortmunder Neven Subotic blieb auf der Bank.

Für die Leipziger, die in der 2. Liga bei Union nie gewinnen konnten, wurde es bei teilweise heftigem Regen ein lockerer Liga-Aufgalopp. Nagelsmann hatte bei seiner Leipziger Liga-Premiere keiner der sechs Neuzugänge von Beginn an gebracht. Am Ende waren Union mit vier Gegentore noch gut bedient.

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