23. August 2017 / 11:22 Uhr

RB Leipzig vor Champions-League-Auslosung - "Die sollen ruhig kommen"

RB Leipzig vor Champions-League-Auslosung - "Die sollen ruhig kommen"

Gerald Fritsche
Leipziger Volkszeitung
Das begehrte Stück: der Champions-League-Pokal
Das Objekt der Begierde: der Champions-League-Pokal. RB Leipzig schickt sich erstmals an, darum mitzuspielen. © dpa
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Am Donnerstag ist es endlich soweit. Die Gruppenzusammensetzung für die erste Phase der Königsklasse wird ausgelost. Erstmals mittendrin: RB Leipzig. Verantwortliche und Spieler fiebern dem Termin entgegen.

Leipzig. Es gibt Ereignisse, vor denen es selbst beim abgezockten Fußball-Bundesligisten RB Leipzig noch kribbelt. Ein solches Ereignis steht am Donnerstag bevor. In Monaco werden ab 18.00 Uhr die Gruppen für die Fußball-Champions-League ausgelost. Erstmals überhaupt international in einer Lostrommel: RB Leipzig. „Es ist ein spezieller Moment. Wir werden uns die Auslosung gemeinsam nach dem Training gemütlich in der Akademie anschauen“, sagt Trainer Ralph Hasenhüttl. Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick werden die Leipziger unter anderen in Monaco vertreten und nach der Zeremonie sofort die ersten organisatorischen Aufgaben erledigen.

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Ralph Hasenhüttl: „Je besser der Gegner, desto größer der Lerneffekt.“ (@ GEPA Pictures) Zur Galerie
Ralph Hasenhüttl: „Je besser der Gegner, desto größer der Lerneffekt.“ (@ GEPA Pictures) ©

Zweifel zerstreut

110 Tage sind vergangen, seit RB am 6. Mai mit einem 4:1 im Berliner Olympiastadion die Qualifikation für die europäische Königsklasse perfekt gemacht hat. 110 Tage, die geprägt waren von Zweifeln, Hoffnung und Spannung. Darf man angesichts der Verflechtungen mit dem österreichischen Meister RB Salzburg überhaupt in der Champions League starten? Wird man die speziellen Auflagen der UEFA hinsichtlich des Stadions erfüllen können? Und nun vor allem: Wen bekommt man als Gegner?

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Die Zweifel bezüglich der Zulassung zerstreute die UEFA nach Prüfung der Lizenzunterlagen. Im Stadion wurden Provisorien geschaffen, um vor allem die vielen VIP-Gäste gebührend unterzubringen und bewirten zu können. Was noch bleibt, ist die Frage nach den Kontrahenten. Die könnten Real Madrid, FC Barcelona, FC Chelsea oder Paris St. Germain heißen und damit die Crème de la Crème des europäischen Clubfußballs sein. Aber auch Spartak Moskau, Schachtjor Donezk, FC Basel oder Tottenham Hotspurs sind möglich. Den Leipzigern ist es egal. „Wir haben ein Jahr dafür gearbeitet, jetzt bekommen wir den Lohn dafür“, sagt Hasenhüttl.

Dreifach-Belastung bleibt ein Thema

Einen vorsichtigen Wunsch hat Sportdirektor Rangnick, der als einer der wenigen die Champions League kennt. Es müsse nicht unbedingt Moskau oder Donezk sein, denn das wäre im Winter eine zusätzliche Belastung. Über Lust oder Last der Aufgabe wird ohnehin gerade trefflich gestritten. Für die einen ist das junge RB-Team angesichts des Tanzes auf drei Hochzeiten nicht reif genug. Die anderen sehen die extrem kräftezehrenden Wochen von Mitte September bis Anfang November als Prüfstein für die Kraft und Regenerationsfähigkeit des gesamten RB-Systems.

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Die Tage zwischen dem 16. Oktober und 5. November haben es besonders in sich. Champions League, Bundesliga gegen den VfB Stuttgart, Pokal gegen den FC Bayern München, Punktspiel beim FC Bayern, Champions League und Punktspiel gegen Borussia Dortmund - mehr geht eigentlich nicht.

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