22. September 2020 / 17:58 Uhr

Für 22 Millionen Euro! RB Leipzig verpflichtet Alexander Sörloth

Für 22 Millionen Euro! RB Leipzig verpflichtet Alexander Sörloth

Guido Schäfer / Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Macht seine Tore künftig im Trikot von RB Leipzig: Alexander Sörloth.
Macht seine Tore künftig im Trikot von RB Leipzig: Alexander Sörloth. © Verein
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Das lange Warten hat ein Ende. RB Leipzig hat mit Alexander Sörloth einen weiteren Angreifer verpflichtet. Der 24-Jährige wechselt von Trabzonspor Kulübü in die Messestadt. Der Norweger soll helfen, die Lücke zu schließen, die der Abgang von Timo Werner hinterlassen hat. Er erhält einen Vertrag bis 2025.

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Leipzig. Kommt er, kommt er nicht? In Sachen Alexander Sörloth schwankte die Informationslage in den vergangenen Woche quasi täglich hin und her. Zuletzt platzte der Medizincheck, weil eine der beteiligten Parteien noch einmal nachverhandeln wollte. Nun ist aber alles klar. Der Norweger von Trabzonspor Kulübü zu RB Leipzig, wird künftig im Trikot der Roten Bullen auf Torejagd gehen. Das bestätigte der Klub am Dienstag. Zuvor hatte der Angreifer im dritten Anlauf das obligatorische Medical absolviert. Sörloth erhält einen Vertrag bis 2025 bei den Sachsen und wird mit der Rückennummer 19 auflaufen. RB kündigte für Mittwoch (12 Uhr) ein Pressegespräch mit Sörloth und Sportdirektor Markus Krösche an.

"Recht komplexer Transfer"

Zur Höhe der Ablöse äußerte sich der Bundesligist zwar nicht, der türkische Klub allerdings schon. Als börsennotiertes Unternehmen gab Trabzonspor gab am Nachmittag eine Ad-hoc-Mitteilung heraus. Demnach zahlt Leipzig 20 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Boni für den Norweger. Dabei erhalten die Türken, an die Sörloth zuletzt ausgeliehen war, die eine Hälfte der Gesamtsumme. Sie profitieren zudem von der künftigen Entwicklung des Angreifers, erhalten bei Weiterverkauf 20 Prozent des Gewinns sowie ein Vorkaufsrecht, sollte sich ein neuerlicher Wechsel in die Türkei ergeben. Die andere Hälfte der Gesamt-Kaufsumme geht an Crystal Palace. Bei den Engländern stand der Stürmer eigentlich noch bis 2022 unter Vertrag.

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RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff machte aus dem steinigen Weg bis zur Erfolgsmeldung am Dienstag denn auch keinen Hehl. "Die erfolgreiche Umsetzung dieses doch recht komplexen Transfers war nur durch die gute Teamarbeit in der sportlichen Führung möglich, der ich hiermit ausdrücklich danken möchte." Das Lob von höchster Stelle ging besonders an Sportdirektor Markus Krösche, der in den vergangenen Wochen stets geduldig geblieben war. Sörloth sei ein "absoluter Wunschspieler", so Krösche, "körperlich sehr präsent" und "technisch versiert". "Er ist kopfball- und abschlussstark. Alexander bringt alle Fähigkeiten mit, die für unseren Fußball wichtig sind. "

Nagelsmanns Offensiv-Fußball "passt ideal"

Trabzonspor veröffentlichte im selben Atemzug wie die Ad-hoc-Mitteilung eine Videobotschaft von Sörloth, in der sich der Norweger von den türkischen Fans verabschiedet. Er gehe schweren Herzens und bedanke sich dafür, den nächsten Schritt in seiner Karriere machen zu können. "Ich habe Träume und Ziele. Eines davon ist es, in der Bundesliga zu spielen, weil sie eine der stärksten Ligen der Welt ist." Nach der offiziellen Bestätigung des Wechsels erklärte der Norweger zudem, dass ihm recht schnell klar gewesen sei. dass er für RB Leipzig spielen wolle. „Der Verein hat vergangene Saison mit beeindruckenden Leistungen in der Liga, aber ganz besonders in der Champions League auf sich aufmerksam gemacht. Der Offensiv-Fußball, den Julian Nagelsmann spielen lässt, passt ideal zu meinem Spielstil."

Alexander Sörloth gilt neben Dortmunds Erling Haaland als das norwegische Top-Talent im Sturm. Für Trabzonspor erzielte er in der vergangenen Saison in 34 Partien in der Süper Lig 24 Tore, bereitete neun weitere vor. In Leipzig soll er gemeinsam mit dem ebenfalls neu verpflichteten Hee-chan Hwang einen größeren Teil der Lücke schließen, die die Abgänge von Timo Werner (Chelsea FC) und Patrik Schick (Bayer 04 Leverkusen) hinterlassen haben.