27. April 2017 / 21:06 Uhr

RB Leipzig will „best of the Rest“ werden

RB Leipzig will „best of the Rest“ werden

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB-Coach Ralph Hasenhüttl: Wir freuen uns auf den Auftakt und wollen natürlich erfolgreich in die neue Spielzeit starten.“
Ralph Hasenhüttl: „Vizemeister, also best of the Rest zu werden, klingt nicht so schlecht!“ © GEPA Pictures
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Die direkte Champions-League-Qualifikation ist RB Leipzig im Endspurt nicht genug. Doch zunächst will sich Trainer Ralph Hasenhüttl bei seinem Ex-Verein für die erste Bundesliga-Niederlage revanchieren.

Leipzig. Für die Rechenkünstler unter den Fans ist nun die heiße Phase der Saison eingeläutet. Wird Bayern schon am Wochenende Meister? Wie viele Punkte benötigt RB Leipzig noch für die Champions League? Das Schöne für den Rekord-Aufsteiger: Mit einem Sieg am Samstag gegen Ingolstadt ist es fast egal, wie die Konkurrenz abschneidet. Dann können sich die Leipziger Spieler die Champions-League-Hymne schon mal zur Einstimmung auf ihre Smartphones laden. Zwar wäre bei Punktverlusten der Verfolger an diesem Wochenende alles eingetütet, doch auch wenn Dortmund und Hoffenheim gewinnen, nehmen sie sich am kommenden Spieltag im direkten Duell die Punkte weg.

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Ralph Hasenhüttl hat sich noch keinen Partyplan für einen möglichen Einzug in die Königsklasse zurechtgelegt. Der Trainer von RB Leipzig meint: „Ich kann schon feiern. Aber ich glaube nicht, dass es am Wochenende bereits entschieden ist. Dazu sind Dortmund und Hoffenheim zu stabil.“ Für den 49-Jährigen geht es in den kommenden vier Spieltagen auch nicht allein um den direkten Einzug in die Königsklasse: „Vizemeister, also best of the Rest zu werden, klingt nicht so schlecht“, sagt der Coach.

Revanche vom Hinspiel

Für den Vizetitel müssen in den vier ausstehenden Partien noch ein paar Punkte her. Gegen Ingolstadt ist die Motivation besonders groß. „Ich verliere nicht gerne zweimal in einem Jahr gegen dieselbe Mannschaft“, meint der RB-Coach. Beim FCI kassierte der Aufsteiger im Dezember seine erste Bundesliga-Niederlage (0:1) und büßte damit gegen den damaligen Tabellenletzten die Position des Spitzenreiters ein.

Hasenhüttl, der die „Schanzer“ vor zwei Jahren ins Fußball-Oberhaus führte, kann trotz der Abstiegssorgen seines Ex-Vereins keine Rücksicht nehmen. Gleichzeitig ist er optimistisch, dass Ingolstadt weiterhin eine Chance hat: „Ich denke, auch wenn sie gegen uns keine Punkte holen, werden sie den Relegationsplatz noch schaffen.“

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Alten Bayern-Rekord knacken

Nach dem Unentschieden und einer unbefriedigenden zweiten Halbzeit auf Schalke erwartet der RB-Trainer eine Steigerung seines Teams. Vor allem die Umschaltsituationen sollen seine Schützlinge besser nutzen, den Gegner stressen und das Tempo bis zum Ende hoch halten. „Ingolstadt versucht, mit seinen Mitteln jedem Gegner das Leben schwer zu machen. Es ist eine sehr unangenehme Spielweise. Die Möglichkeiten, die wir dann in Ballbesitz haben, müssen wir besser ausspielen. So viele Chancen werden wir nicht bekommen“, sagt Hasenhüttl.

So ganz nebenbei würde RB Leipzig mit einem Dreier am Samstag im heimischen Rund und dem 20. Saisonsieg auch einen weiteren Rekord aufstellen. Dem FC Bayern gelang als Aufsteiger in der Saison 1965/66 die bis heute historische Bestmarke von 20 Siegen. Auch die Münchner Erfolge sind keine für die Ewigkeit.

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