14. April 2019 / 10:42 Uhr

RB Leipzig will sich nach Rekordsieg Champions League "nicht mehr nehmen lassen"

RB Leipzig will sich nach Rekordsieg Champions League "nicht mehr nehmen lassen"

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
RB-Spieler nach dem Abpfiff vor der Kurve.
Die RB-Kicker haben mit dem vierten Bundesliga-Sieg in Folge einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. © GEPA pictures
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RB Leipzig ist nach dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg kurz davor, sich zum zweiten Mal für die Champions League zu qualifizieren. Bei Spielern und Verantwortlichen steht die Königsklasse ganz oben auf der Prioritätenliste.

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Leipzig. Seit elf Spielen hat RB Leipzig in der Bundesliga nicht mehr verloren. Der souveräne 2:0 (2:0)-Erfolg am Samstag gegen den VfL Wolfsburg war bereits der vierte Sieg in Folge im Fußball-Oberhaus – ein neuer Vereinsrekord. Dabei strotzte das jüngste Team der Liga vor Abgeklärtheit und Überzeugung. Mit jedem weiteren Erfolg steigt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch der eigene Anspruch. Während Ralf Rangnick vor der Saison kein klares Ziel formulieren wollte, ist der Blick beim Verein schon seit Wochen geschlossen auf ein Ziel gerichtet: Der erneute Vorstoß zu Europas Elite in die Königsklasse. "Für uns ist entscheidend, dass wir die Champions League Qualifikation schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das durchziehen können", sagte der Rangnick nach dem Spiel gegen den VfL.

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RB Leipzig - VfL Wolfsburg (2:0) Zur Galerie
RB Leipzig - VfL Wolfsburg (2:0) ©
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Dass seine Spieler dieses Ziel verinnerlicht haben und nach Bewährungsproben auf höchster internationaler Vereinsebene lechzen, stellten sie in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis. Während der 4:2-Sieg nach Rückstand gegen Bayer Leverkusen am vorherigen Spieltag ein Ergebnis des Willens und der Leidenschaft war, glänzten die Roten Bullen gegen die Wölfe durch taktische Disziplin und mit Ausnahme der Schlussphase des Spiels auch mit Effizienz. "Wir haben 2:0 zur Halbzeit geführt. Das zeigt, wie stark wir sind", fasste Kevin Kampl nach dem Spiel treffend zusammen.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg

Ibrahima Konate (RB Leipzig): Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit spielerisch richtig stark und haben zwei tolle Tore erzielt. Als Abwehrspieler will ich natürlich zu null spielen. Das ist uns heute wieder gelungen. 15 Spiele ohne Gegentor – das ist schon eine starke Bilanz! Zur Galerie
Ibrahima Konate (RB Leipzig): "Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit spielerisch richtig stark und haben zwei tolle Tore erzielt. Als Abwehrspieler will ich natürlich zu null spielen. Das ist uns heute wieder gelungen. 15 Spiele ohne Gegentor – das ist schon eine starke Bilanz!" ©

Spieler formulieren klares Ziel

Der Ersatzkapitän steht mit seiner Leistung und dem Traumtor zum 1:0 exemplarisch für das Vertrauen in die eigene Stärke, mit dem die gesamte Mannschaft derzeit in ihre Spiele geht: "Ich weiß, dass ich auch mit links ganz gut schießen kann und habe es probiert." Längst haben Kampl und der Rest des Teams die Zielsetzung ihres Trainers auch in den eigenen Sprachgebrauch übernommen: "Wir wollen so früh wie möglich die Champions League fix machen. Wenn wir jetzt schon auf dem dritten Platz stehen, wollen wir uns das nicht mehr nehmen lassen", zeigte sich der 28-Jährige auch nach dem Spiel selbstbewusst.

DURCHKLICKEN: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Wolfsburg

(1) Peter Gulacsi: Einmal gegen Weghorst gefragt, ansonsten selten bis nie im Brennpunkt. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Einmal gegen Weghorst gefragt, ansonsten selten bis nie im Brennpunkt. Note 2. ©
LESENSWERT

Peter Gulacsi, der bereits zum 15. Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb und die "Weiße-Weste-Rangliste" damit weiter anführt, hatte nach Abpfiff ebenfalls nur eines im Kopf: "Wir haben eine Woche bis Gladbach. Das ist ein extrem wichtiges, entscheidendes Spiel. Wenn wir dort gewinnen, wird die Champions League, glaube ich, sicher sein. Wir müssen konzentriert agieren. Dann haben wir gute Chancen zu gewinnen."

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Auch Teamkollege Emil Forsberg ist sich über die Bedeutung des kommenden Auswärtsspiels bewusst: "Wir wollen gewinnen und wenn wir gewinnen sieht es gut aus. Ich habe ein gutes Gefühl." Zwar kann die Qualifikation bei derzeit sieben Punkten Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach und damit den ersten Europa-League-Rang auch bei einem Sieg am Samstag rechnerisch noch nicht endgültig klargemacht werden. Dass RB bei einem Erfolg und dann zehn Zählern Abstand sowie vier verbleibenden Spielen noch mal abgefangen werden könnte, glaubt aber auch bei den Roten Bullen wohl niemand mehr.

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