09. März 2022 / 14:45 Uhr

RB-Abwehrchef Willi Orban schärft die Sinne vor Fürth-Spiel: "Mehr Tempo und Dynamik"

RB-Abwehrchef Willi Orban schärft die Sinne vor Fürth-Spiel: "Mehr Tempo und Dynamik"

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
aCH3_1477
Willi Orban und der Rest der Leipziger Mannschaft laufen sich warm. © Christian Modla
Anzeige

Die Roten Bullen gastieren am Sonntagabend bei Greuther Fürth. Im Vorfeld schwitzte die RB-Mannschaft am Mittwoch fleißig in der Leipziger Sonne. Nur Kevin Kampl fehlte bei der Einheit aufgrund einer Migräne, während Tyler Adams individuell trainierte. Zum Schluss stand Willi Orban noch Rede und Antwort.

Leipzig. Sie üben wieder angestrengt-freudvoll, die Roten Bullen. Nach zweieinhalb freien Tagen, die Coach Domenico nach dem 1:1 gegen Freiburg zur allgemeinen Überraschung spendiert hatte. Rund 100 RB-Fans wohnen der Mittwochvormittag-Einheit am Cottaweg bei. Tyler Adams (Rückenbeschwerden) und Kevin Kampl (Migräne) fehlen entschuldigt. Die Sonne scheint, der Ball läuft, die beim Freiburg-Spiel selten bis nie gesehenen Spielverlagerungen und tiefen Läufe funktionieren.

Anzeige

Um 11.28 Uhr fährt den Fußballern, Trainern und Zuschauern der Schreck in die Knochen. Josko Gvardiol will ein Tor verhindern, grätscht ein Pizza-großes Stück aus dem Rollrasen, kommt ungut auf und bleibt liegen. Der 21-jährige Kroate hält sich den rückwärtigen rechten Oberschenkel, wird von den herbeigeeilten Physiotherapeuten erstversorgt. Eis, Dehnübungen. Zerrung, Faserriss, noch Schlimmeres? Tedesco kommt dazu, will wissen, was los ist. Im nächsten Moment ist Leonidas Gvardiol wieder auf den Beinen und rennt zurück ins Spielfeld. Aufatmen. Gvardiol gehört zu den Unverzichtbaren, der bärbeißige Verteidiger ist mit seinen Tugenden beim Spiel in Fürth (Sonntag, 19.30 Uhr) gefragt und wird nach Stand der Dinge Antworten geben können.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder vom Training

Bei bestem Wetter trainierte RB Leipzig am 09. März 2022 in Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel bei Greuther Fürth. Zur Galerie
Bei bestem Wetter trainierte RB Leipzig am 09. März 2022 in Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel bei Greuther Fürth. ©

In Fürth haben beide Teams lediglich in der 2. Bundesliga die Klingen gekreuzt. Das letzte Mal datiert vom 19. Dezember 2015. RB gewann unter Coach Ralf Rangnick 2:1, Yussuf Poulsen und Stefan Ilsanker trafen für die Gäste, die am Ende der Saison den Bundesliga-Aufstieg feierten.

Anzeige

"Es gibt keine Prämie"

Nach der Einheit hält Willi Orban am Cottaweg Hof, spricht wie immer druck- und sendereif. Ja, der Kurzurlaub kam überraschend „und hat unheimlich gut getan“, sagt der Abwehrchef der Rasenballer. Das Spiel beim Letzten in Fürth sehe nur von der Papierform her wie eine leicht vom Fuß gehende Pflichtaufgabe aus. „Das wird nicht einfach“, so Orban. Fürth habe sich in der Liga nahezu immer auf Augenhöhe gekämpft, oft knapp verloren, stehe kompakt.

Gegenmittel? „Von der ersten Minute an hochkonzentriert sein. Und wir müssen unsere Qualität auf den Platz bringen.“ Haben sie gegen den Freiburger Verschiebe-Bahnhof nicht zur Gänze geschafft. „Die Mannschaften stellen sich immer besser auf uns ein, sie wissen, wie wir Fußball spielen wollen.“ Gegen Wissende hilft: „Mehr Spieltempo, Verlagerungen, Dynamik, tiefe Läufe.“

Orban über die Qualifikation zur Champions League: „In der Vorsaison haben wir die Quali erst spät gegen Wolfsburg fix gemacht.“ Diemal könne es bis zum 34. Spieltag gehen. „Aber ich hätte nix dagegen, wenn wir es früher klar machen.“ Orban über die Prämie fürs Erreichen des Viertelfinales via Freilos in der Europa League: „Es gibt keine Prämie. Das wissen wir.“ Über das Los Spartak Moskau: „Mit diesem Los habe ich mich nicht wohlgefühlt.“ Orban sei gleich klar gewesen, dass diese beiden Partien nicht stattfinden werden.