19. August 2018 / 17:28 Uhr

RB Leipzig zieht mit viel Mühe in die zweite DFB-Pokalrunde ein

RB Leipzig zieht mit viel Mühe in die zweite DFB-Pokalrunde ein

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig hat die Partie gedreht: Emil Forsberg trifft zum 2:1 für die Messestädter. 
RB Leipzig hat die Partie gedreht: Emil Forsberg trifft zum 2:1 für die Messestädter.  © 2018 Getty Images
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Alles andere als ein Sonntagsspaziergang: RB Leipzig gerät beim Viertligisten Viktoria Köln in Rückstand, kämpft sich dank zwei Treffern innerhalb von neun Minuten und in Unterzahl in die nächste DFB-Pokalrunde.

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Leipzig. RB Leipzig ist der Blamage gegen den Regionalligisten Viktoria Köln nur knapp entgangen, tanzt weiter auf drei Hochzeiten. Trotz einer schwachen ersten Halbzeit und einem 0:1-Rückstand gewinnt das Team von Trainer Ralf Rangnick am Sonntag mit 3:1 (0:1) und zieht in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Seinen 43. Geburtstag hatte sich RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sicher entspannter vorgestellt.

Timm Golley bringt den Regionalligisten vor 4.712 Zuschauern im Sportpark Höhenberg nach 39 Minuten in Führung. Yussuf Poulsen gleicht nach einer Stunde zum 1:1 aus. Emil Forsberg erzielt den Treffer zum 2:1 (69.). Die Leipziger beenden die Partie nach einer Roten Karte für Marcelo Saracchi (77.) in Unterzahl. Jean-Kevin Augustin erhöht in der Nachspielzeit noch auf 3:1.

Ohne Werner aber mit sieben Neuen

Im Vergleich zum Euro-League-Quali-Spiel vor drei Tagen in Rumänien hat Ralf Rangnick auf sieben Positionen gewechselt, wie versprochen die Rotationsmaschine angeworfen. Timo Werner steht nach einer Magen-Darm-Erkrankung nicht im Kader, Marcel Sabitzer fehlt wegen Adduktorenproblemen.

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Kölns Maskottchen Viktor nimmt vor dem Spiel einen kräftigen Schluck. Zur Galerie
Kölns Maskottchen Viktor nimmt vor dem Spiel einen kräftigen Schluck. ©
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Dayot Upamecano und Konrad Laimer absolvieren nach ihren Verletzungen das erste Pflichtspiel der Saison. Neuzugang Mukiele beginnt neben Landsmann Upamecano in der Innenverteidigung, Laimer auf der rechten Abwehrseite. Der Gastgeber startet mit den Ex-RB-Kickern Tobias Willers und Patrick Koronkiewicz in der Defensive.

In der Anfangsphase präsentiert sich RB Leipzig dominant und ballsicher, aber der letzte Pass fehlt. Der Gastgeber geht energisch in die Zweikämpfe, lauert auf Umschaltchancen, steht hinten kompakt. Nach 20 Minuten gibt es noch immer keine Torchance.

Underdog trifft per Konter zu Führung

Der erste gefährliche Abschluss geht auf das Konto des Regionalligisten: Felix Backszat setzt den Fallrückzieher einen Meter am RB-Tor vorbei. Die Leipziger kreieren in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance, ziehen aus ihren vielen Ecken zu wenig Ertrag.

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(32) Peter Gulacsi: Selten bis nie gefordert, beim Gegentor ohne Chance. Note 3.
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(32) Peter Gulacsi: Selten bis nie gefordert, beim Gegentor ohne Chance. Note 3. ©

Nach einem missglückten Hackentrick von Bruma zieht der Regionalligist das Tempo an. Der Ex-Leipziger Koronkiewicz vernascht Upamecano auf der rechten Seite, passt flach in die Mitte. Dort rutscht Mukiele am Ball vorbei, Laimer kommt zu spät. Kölns Golley ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort – 0:1.

Zwei Wechsel und Poulsens Ausgleich

Coach Rangnick reagiert, bringt mit Marcelo Saracchi und Kevin Kampl zwei frische Kräfte. Sofort Gefahr im gegnerischen Strafraum nach zwei Standards, Kölns Keeper Patzer hält erst gegen Augustin, dann gegen Demme.

Weil der Gastgeber einen aussichtsreichen Konter nicht zum 2:0 nutzt, gelingt Leipzig nach einer Stunde den Ausgleich. Zunächst köpft Klostermann frei an den Pfosten, dann nutzt Poulsen das Durcheinander im 16er, drückt den Ball knapp über die Linie.

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Emil Forsberg (RB Leipzig): Der Trainer wurde in der Pause laut, aber das ist in Ordnung. Wir  wussten ja selber, dass wir gegen Köln bessere Lösungen brauchen. Dann wurde unser Spiel ja besser. Zur Galerie
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Der Trainer wurde in der Pause laut, aber das ist in Ordnung. Wir wussten ja selber, dass wir gegen Köln bessere Lösungen brauchen. Dann wurde unser Spiel ja besser." ©

Rot für Saracchi

Kurz darauf knallt Augustin den Ball an die Latte. RB erhöht den Druck. In der 69. Minute leitet Forsberg seinen Treffer selbst ein, die Flanke von Kampl wird abgewehrt, der Leipziger Schwede nutzt den Platz und jagt die Kugel aus zehn Metern wie einen Strich in die Maschen.

13 Minuten vor Schluss wird es wieder spannend. Saracchi sieht nach Notbremse an Koronkiewicz die Rote Karte – das Foul nur knapp vorm eigenen Strafraum. Rangnick wechselt zum Dritten und letzten Mal, verstärkt die Abwehr mit Konaté, nimmt Bruma dafür raus. Der französische Stürmer Augustin erzielt in der zittrigen Schlussphase per Konter noch das 3:1.

Statistik

RBL: Gulacsi – Laimer (46. Saracchi, Rot 78), Mukiele, Upamecano, Klostermann – Demme (C), Ilsanker (46. Kampl) – Forsberg, Bruma (78. Konate) – Poulsen, Augustin

VK: Patzler – Koronkiewicz, Reiche, Willers, Lang – Saghiri, Backszat – Mfumu (56. Kreyer), Lohmar, Baumgärtl - Golley

Tore: 1:0 Golley (39.), 1:1 Poulsen (60.), 1:2 Forsberg (69.), 1:3 Augustin (90.+3) 

Zuschauer: 4.712

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