21. April 2022 / 19:46 Uhr

RB Leipzig zieht verdient ins Pokalfinale ein: Matchglück muss man sich verdienen

RB Leipzig zieht verdient ins Pokalfinale ein: Matchglück muss man sich verdienen

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig hat Glück - verdientes Glück, findet Guido Schäfer.
RB Leipzig hat Glück - verdientes Glück, findet Guido Schäfer. © Getty Images
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Forsberg sei Dank, RB Leipzig steht im DFB-Pokalfinale. Auch mit einem Quentchen Glück - Matchglück. Das wird einem allerdings nicht geschenkt, die Roten Bullen haben in den vergangenen Wochen und Monaten hart dafür geackert, findet LVZ-Chefreporter Guido Schäfer.

Man kennt das aus eigenem Erleben: Wenn´s läuft, dann läuft´s. Dann kommen Chefin/Chef mit einer Gehalterhöhung um die Ecke, ist der letzte Tisch im Restaurant der Deine, findet sich der Ehering in der Bettritze wieder. Pures Glück oder könnte es daran liegen, dass man hart gearbeitet hat, freundlicher Stammgast beim Lieblings-Italiener ist und seinem Herzblatt immer treu war?

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Die Fußballer von RB Leipzig haben einen Lauf, gewinnen ihre guten und weniger guten Spiele. Sie haben das Matchglück, das sich auch darin äußert, dass unentschiedene Spiele in die eine Richtung blinken und in die andere abbiegen. Nach Leipzig. Das war in Stuttgart und Leverkusen so und gegen Bergamo und Union Berlin nicht anders. Kann man sich Matchglück erarbeiten?

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Ja. Wer nie vom Glauben an eine wie auch immer geartete Wende fällt und noch dazu Spieler hat, die prekäre Situationen lieben, wird immer wieder knappe Spiele auf seine Seite ziehen. Dass Benjamin Henrichs im entscheidenden Moment seinem linken Fuß die beste Flanke seiner Karriere abrang und sich Emil Forsberg beim Kopfball nicht mit dem Union-Hünen Knoche, sondern mit dem feingliedrigen Herrn Schäfer duellierte, passte ins Bild und zum Lauf der Roten Bullen. Doch Vorsicht, auch der längste Lauf ist endlich und endet zuweilen vorm Ziel. Also gilt das, was Matthias Sammer für essenziell hält: „Das nächste Spiel ist immer das nächste.“