14. Februar 2014 / 13:58 Uhr

RB Leipzig: Zorniger hat kaum noch Auswahl - Rangnick mit Seitenhieb gegen HSV

RB Leipzig: Zorniger hat kaum noch Auswahl - Rangnick mit Seitenhieb gegen HSV

Matthias Roth
SPORTBUZZER-Nutzer
Wollen trotz Verletzungssorgen auch den SV Wehen Wiesbaden schlagen: Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Alexander Zorniger (rechts). USER-BEITRAG
Wollen trotz Verletzungssorgen auch den SV Wehen Wiesbaden schlagen: Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Alexander Zorniger (rechts). © Christian Nitsche
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Der Kader von RB Leipzig stellt sich an diesem Sonntag von allein auf. Gerade 16 Feldspieler stehen dem Trainer für das Heimspiel gegen Wehen zur Verfügung.

Leipzig. Der Kader von RB Leipzig stellt sich an diesem Sonntag von allein auf. Gerade 16 Feldspieler stehen Trainer Alexander Zorniger für das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden noch zur Verfügung. „Die Verletzungen bringen uns von unserem Weg nicht ab“, betont der Coach und demonstriert Selbstbewusstsein.

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Fehlen werden neben dem gesperrten Tobias Willers auch Mikko Sumusalo, Christian Müller, Henrik Ernst und Federico Palacios-Martinez. Georg Teigl absolvierte in dieser Woche wegen Übelkeit nicht das komplette Trainingsprogramm, soll am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) aber in der Red-Bull-Arena auflaufen. Bei weiteren Ausfällen in der Defensive könnte Paul Schinke vom Landesliga-Team wieder in die erste Mannschaft aufrücken.

Im Tor nach den Verletzungen von Fabio Coltorti und Erik Domaschke nun gesetzt: Benjamin Bellot. „Da mache ich mir keine Sorgen, er ist mit Erik auf Augenhöhe, hat vier Jahre auf diesen Augenblick hingearbeitet“, so Zorniger. Auf der Bank wird erstmals U-19-Keeper Fabian Bredlow Platz nehmen. Eine kurzfristige Verpflichtung eines weiteren Schlussmannes kam für die Bullen nicht in Frage. Auch ein bisher vertragsloser Neuzugang dürfte nach Abschluss der Transferphase höchstens in der U 23 eingesetzt werden, nicht aber in Liga drei, so die Regularien.

Die Rasenballer haben mit Wehen Wiesbaden noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel mussten die Leipziger die erste Punktspielniederlage in der Ära Zorniger hinnehmen. „Da haben wir die erste Halbzeit völlig verpennt und hatten Vunguidica nicht im Griff“, so Zorniger. Der bullige Stürmer José Pierre Vunguidica aus Angola hat rechtzeitig einen Muskelfaserriss auskuriert, will am Sonntag angreifen. Mit einem Sieg würde RB nicht nur den zweiten Platz festigen, sondern auch einen Konkurrenten um den Aufstieg auf Abstand halten. 42 Punkte können die Leipziger in der dritten Liga noch einsammeln, am Ende ständen 85 Zähler auf dem Konto und damit die sichere sportliche Qualifikation für die zweite Bundesliga. Was dann noch fehlt ist die Lizenz.

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Rangnick stichelt gegen den Hamburger SV

Die Diskussionen um die Spielgenehmigung verfolgt Sportdirektor Ralf Rangnick völlig gelassen. „Ich bin mir sicher, dass wir die Lizenz bekommen“, sagt er. Die Vereinsverantwortlichen wüssten, welche Dinge noch zu lösen seien. An den Standorten in Leipzig und Salzburg ständen ausreichend Juristen zur Seite. In der Diskussion um Retortenclub und 50+1-Regel kann sich Rangnick einen Seitenhieb in Richtung Hamburger SV nicht verkneifen. „Tradition heißt offenbar nicht, Dinge in richtiger Professionalität zu erledigen“, meint er mit Blick auf den Bundesliga-Dino. Die im Augenblick ständig an die Medien durchsickernden Abstimmungsergebnisse des Aufsichtsrates hätten nichts mit einer Vereinsführung zu tun, wie er sie sich vorstelle, so der RB-Sportchef.

Zeit lässt sich Rangnick noch mit Vertragsgesprächen. Die Kontrakte von Sebastian Heidinger, Timo Röttger und Tim Sebastian laufen aus. Das Trio möchte gern bleiben, der Sportdirektor sieht keinen Grund zur Eile, will erst wissen in welcher die Klasse die Mannschaft nächste Saison spielt und zog eine Lehre aus der Causa Thiago Rockenbach da Silva. „Da haben wir den Vertrag vorzeitig bis 2015 verlängert, dann hat er in der dritten Liga wenig gespielt“, so Rangnick. Wer schon jetzt kaum eingesetzt werde, dürfe nicht erwarten, dass sich das in der zweiten Bundesliga ändere. Zumindest Heidinger und Sebastian (Zorniger: „Ein Vorzeigeprofi“) sind für die Startelf gegen Wehen Wiesbaden gesetzt.

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