16. März 2022 / 16:35 Uhr

RB Leipzigs André Silva vor Duell mit Ex-Klub Frankfurt: „Wir brauchen die drei Punkte“

RB Leipzigs André Silva vor Duell mit Ex-Klub Frankfurt: „Wir brauchen die drei Punkte“

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Keine Gnade mit dem Ex-Club: André Silva mit RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt gewinnen.
Keine Gnade mit dem Ex-Club: André Silva mit RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt gewinnen. © Getty Images
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Die Leipziger wollen in der Bundesliga weiter klettern, den Schwung aus dem Fürth-Spiel mitnehmen und sich so früh wie es nur geht die CL-Quali sichern: RB-Star André Silva muss dafür am Sonntag seinem Ex-Verein aus Frankfurt weh tun. Helfen könnte Routinier Kevin Kampl - der ist nämlich zurück.

Leipzig. Die RB-Fußballer haben sich reichlich spät aus dem Sattel gestemmt, galoppieren im neuen Jahr im wilden Ritt über Feld, Wald, Wiese. Mit durchgedrücktem Kreuz, stählernen Schenkeln, eisernem Willen. Und mit Erfolg.

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Erster vor den Bayern: Die Domenico-Tedesco-Tabelle hat zügellose Züge, weist RB als Spitzenreiter vor den Bayern aus.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum Spiel im Oktober 2021

Wieder kein Auswärtssieg für RB Leipzig: In einem hart umkämpften Spiel trennte sich das Team von Trainer Jesse Marsch von Eintracht Frankfurt 1:1. Zur Galerie
Wieder kein Auswärtssieg für RB Leipzig: In einem hart umkämpften Spiel trennte sich das Team von Trainer Jesse Marsch von Eintracht Frankfurt 1:1. ©

Europäische Weihen: Das Viertelfinale in der Europa League (7./14. April) könnte den Ruhm der Rasenballer mehren.

Berlin, Berlin: Das Pokal-Halbfinale gegen Union Berlin (Leipzig/20. April) bietet vitale Chancen auf die dritte Final-Teilnahme nach 2019 und 2021.

Ausverkauft: Das Liga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr) wird vor ausverkauftem Haus stattfinden. In der Bundesliga war das letztmals am 6. November beim 2:1 gegen Dortmund der Fall.

Gesundet: Routinier Kevin Kampl, 31, hat keine Ohrenschmerzen mehr, sich mit einem nervenden Tinnitus arrangiert, kann gegen die SGE spielen. Wie auch Dani Olmo, 23, der beim 6:1 in Fürth erkältet gefehlt hatte. Bedeutet für Coach Tedesco: Beinfreiheit wie in einem menschenleeren Kino.


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André Silva trifft seine Ex: Die Eintracht kommt nach Leipzig. Mit Rückenwind? Die SGE spielt am Donnerstag, 21 Uhr, in Frankfurt gegen Betis Sevilla um den Einzug ins Viertelfinale der Europa League, geht mit einem 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel ins Rennen. André Silva, 26, wünscht seinem Ex-Verein alles erdenklich Gute, schließt dabei den kommenden Sonntag ausdrücklich aus. „Ich spiele für RB, wir brauchen die drei Punkte. Ich hatte eine tolle Zeit in Frankfurt, eine gute Beziehung zu allen.“ Insbesondere zu den heißblütigen Fans. „Sie haben mich immer unterstützt“, sagt Silva und hofft, dass sich die Anhänger an die gemeinsame Zeit erinnern. Und ihn am Sonntag nicht auspfeifen. Könnte anders kommen.

Intime Kenntnisse von den Stärken und Schwächen einzelner SGE-Profis hat er natürlich, der portugiesische Nationalspieler. Infos, die er nicht als Herrschaftswissen begreift. „Ich werde mit dem Coach und dem Team sprechen. Aber Frankfurt hat einen neuen Trainer, den ich nicht kenne. Und im Fußball ändert sich immer viel.“

„Wir haben jetzt Kontrolle, sind schwerer auszurechnen“

Beim 6:1 in Fürth hat der Mittelstürmer sein zehntes Bundesliga-Tor für RB erzielt. Das sind übrigens zwei mehr als Marcel Sabitzer, RB-Top-Torschütze der Saison 2020/2021, nach 34. Spieltagen hatte. Vollends happy ist Silva, der unter Jesse Marsch selten bis nie stattfand, dennoch nicht mit seiner bisherigen Ausbeute. „Ich will jeden Tag besser werden, mehr leisten für die Mannschaft, mehr Tore machen.“

Duplizität der Ereignisse? In seiner ersten Frankfurter Saison kam Silva auf respektable zwölf Tore, ehe er 2020/2021 mit 28 Toren durchstartete. Was noch nicht ist, kann also noch werden. Ein neuer Verein sei immer eine Herausforderung, „aber harte Arbeit und gute Leistungen bringen irgendwann Ergebnisse. Jeder muss an den Prozess glauben.“

Domenico Tedesco habe die Statik des Spiels verändert. „Wir haben jetzt mehr Ballbesitz und Kontrolle, sind schwerer auszurechnen.“ Und sie haben eine bessere Präsenz und größere Durchschlagskraft im letzten Drittel des Spielfeldes. Dort, wo die entscheidenden Pässe gespielt, Duelle gewonnen und Tore erzielt werden.