22. Oktober 2017 / 11:46 Uhr

RB Leipzigs bayrische Woche: Dreikampf in der Bundesliga eröffnet

RB Leipzigs bayrische Woche: Dreikampf in der Bundesliga eröffnet

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig - VfB Stuttgart (Imago) (4)
RB Leipzig steht die bislang schwerste Woche der Saison bevor. © Imago
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Spannung pur im Fußball-Oberhaus: Vor allem dank RB Leipzigs Siegesserie. Nun steht dem Hasenhüttl-Team allerdings die schwerste Woche des Jahres gegen die Bayern bevor.

Leipzig. Rosige Aussichten für RB Leipzig in der Bundesligatabelle nach einer perfekten englischen Woche: Der Dreikampf um die Spitze ist eröffnet. Hinter Pokalsieger Dortmund (20 Zähler) steht der punktgleiche Meister aus München auf Rang zwei. Dann lauert schon Vizemeister RB Leipzig mit 19 Punkten.

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Vier Ligasiege in Serie plus der erste Erfolg in der Champions League: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl ist im „Flow“. Trotzdem war der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft beim 1:0-Sieg am Samstag gegen den VfB Stuttgart „nicht zufrieden.“ In der zweiten Halbzeit verlor der Favorit teilweise die Kontrolle gegen den Aufsteiger. Kapitän Willi Orban erklärte das so: „Nach intensiven Spielen und emotionalen Highlights wie wir es jetzt hatten, ist es nicht so einfach, zu gewinnen.“

Hasenhüttl stellte beim „Arbeitssieg“ gegen Stuttgart vor allem zwei positive Aspekte heraus: RB spielte nach sechs Wochen endlich mal wieder zu Null. Zudem stand der 18-jährige Ibrahima Konate erstmals für 90 Minuten in der Innenverteidigung auf dem Rasen. „Er hat es ordentlich gemacht, bis auf ein, zwei Szenen, in denen er ein bisschen geschlafen hat“, meinte der RB-Coach.

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RB Leipzig - VfB Stuttgart (Imago) (10) Zur Galerie
RB Leipzig - VfB Stuttgart (Imago) (10) ©

Spektakel im Drei-Tages-Rhythmus unmöglich​

Die Leipziger wirkten nach den zwei 3:2-Spektakeln beim BVB und gegen Porto körperlich und mental ein bisschen müde. „Wir haben nicht gespielt, was wir können. Es war sehr zäh. Trotzdem muss man das den Jungs auch zugestehen. Wir können nicht im Drei-Tages-Rhythmus Spektakel bieten. Heute war es wichtig, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen“, meinte Hasenhüttl.

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Dabei achtete der Trainer bei der Belastung seiner wichtigsten Spieler schon auf die anstehende Woche mit zwei Partien gegen Rekordmeister Bayern. Dayot Upamecano stand gar nicht im Kader, Jean-Kevin Augustin und Kevin Kampl kamen erst in der letzten halben Stunde zum Zug. „Emil und Naby haben nicht den frischesten Eindruck auf mich gemacht. Timo mussten wir langsam aufbauen, deshalb waren die drei Wechsel schon vorprogrammiert. Wir hätten wahrscheinlich auch sieben, acht Spieler wechseln können. Die haben alle sehnsüchtig rausgeschaut“, sagte der 50-Jährige.

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Peter Gulacsi: Zweimal gefordert, zweimal auf dem Posten. Note 2. (@ GEPA Pictures) ©

Gegen Bayern: „Feuerwerk abfeuern“​

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): Wir haben endlich mal wieder zu 0 gespielt & dann reicht vorn eben auch ein Tor. Stuttgart war ein mutiger Gegner. (@Imago) Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Wir haben endlich mal wieder zu 0 gespielt & dann reicht vorn eben auch ein Tor. Stuttgart war ein mutiger Gegner." (@Imago) ©
Erster Kommentar von Guido Schäfer zum Sieg von RB Leipzig gegen Stuttgart

Bis zum Mittwoch (20.45 Uhr) soll die Müdigkeit unbedingt wieder aus Kopf und Beinen sein. Nach Champions League und Bundesliga geht es dann um alles oder nichts im DFB-Pokal. Diego Demme sagte vor dem ersten Duell innerhalb von vier Tagen gegen die Bayern: „Wir müssen erstmal regenerieren, ins Eisbad und dann fokussieren wir uns. Zu Hause wollen wir auf jeden Fall gewinnen.“

Unvergessen natürlich das 4:5-Spektakel in der Red-Bull-Arena im Mai, das RB Leipzig trotz 3:1 und 4:2-Führung noch aus der Hand gab. Marcel Sabitzer sagt vor dem nächsten Aufeinandertreffen im heimischen Stadion kühn: „Wir wollen wieder ein Feuerwerk abfeuern. Wir wollen ja nicht früher in den Urlaub gehen. Von daher hauen wir alles raus.“ Das Achtelfinale im DFB-Pokal steigt wenige Tage vor Weihnachten, am 19./20. Dezember.

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