19. Juli 2019 / 16:41 Uhr

RB Leipzigs Chef Mintzlaff über einen möglichen Werner-Abschied: "Wir sind nicht blauäugig"

RB Leipzigs Chef Mintzlaff über einen möglichen Werner-Abschied: "Wir sind nicht blauäugig"

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Wir stehen zu dem sehr, sehr guten Angebot, das wir ihm und seinem Berater vorgelegt haben., sagt RB-Chef Oliver Mintzlaff.
"Wir stehen zu dem sehr, sehr guten Angebot, das wir ihm und seinem Berater vorgelegt haben.", sagt RB-Chef Oliver Mintzlaff. © dpa-Zentralbild
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Oliver Mintzlaff will Timo Werner bei dessen Zukunftsplänen kein Ultimatum setzen, hofft aber auf eine zeitnahe Entscheidung. Mittelfeldstar Emil Forsberg sieht RB Leipzigs Geschäftsführer weiterhin im Trikot der Roten Bullen.

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Zum Abschluss des Trainingslagers im österreichischen Seefeld hat sich RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff unter anderem zur Personalie Timo Werner geäußert: "Wir stehen zu dem sehr, sehr guten Angebot, das wir ihm und seinem Berater vorgelegt haben." Dass sich der Nationalspieler Gedanken um seine Zukunft macht, bezeichnete der 43-Jährige als "legitim". Gleichzeitig hofft Mintzlaff wie Leipzigs neuer Sportdirektor Markus Krösche auf eine zeitnahe Entscheidung: "Wir wollen Timo kein Ultimatum setzen und gehen gelassen mit dem Thema um. Aber natürlich brauchen wir irgendwann eine Entscheidung. Wir haben gesagt, dass es wünschenswert ist, wenn wir eine Lösung haben, bevor der Ball das erste Mal in der Liga rollt. Ich glaube, dass wir das einhalten können."

Die Roten Bullen seien aber auch für einen möglichen Abschied gerüstet: "Natürlich machen wir uns da Gedanken. Wir sind nicht blauäugig und haben dann keinen Plan b und keinen Plan c. Das gehört dazu. So einen Plan musst du ja auch haben, wenn sich jemand in der Vorbereitung verletzt. Deswegen haben wir eine extrem große Scouting-Abteilung, die breit aufgestellt ist und sich mit vielen Optionen beschäftigt. Wir sind auf die verschiedenen Szenarien eingestellt.

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Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©
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Forsberg soll bleiben

Mittelfeldstar Emil Forsberg sieht Mintzlaff auch in Zukunft bei den Roten Bullen: "Wir haben als Verein viel Energie reingesteckt, um ihn nach seiner Verletzung wieder fit zu bekommen. Er hat dann in den letzten Monaten fantastisch gespielt. Er ist ein Spieler, mit dem Julian Nagelsmann plant. Wir wollen das Korsett der Mannschaft zusammenhalten. Bei uns haben aber auch nur Spieler die Chance den Verein zu verlassen, wenn sie eine Ausstiegsklausel haben."

Im Luxushotel "Nidum" äußerte sich Mintzlaff auch zur neuen Rolle von Ralf Rangnick und und den technischen Problemen beim Ticketverkauf. Der SPORTBUZZER hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Mehr zu RB Leipzig

Mintzlaff über... das Seefeld-Trainingslager

Julian macht einen hervorragenden Job, mit viel Energie. Das Trainerteam ist heiß darauf, mit der Mannschaft die Vorbereitung zu bestreiten. Was ich bis jetzt gehört habe, war es ein sehr erfolgreiches Trainingslager.

...die Transferverhandlungen

Ich bin täglich mit dem Sportdirektor im Austausch. Aber ich bin weder der" Head of Scout" und noch der Sportdirektor. Ich schaue, dass wir uns in unseren Leitplanken bewegen und natürlich auch auf das Budget. Ich bin in alles eingebunden.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom zweiten Tag im Trainingslager in Seefeld

Tag 2: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld Zur Galerie
Tag 2: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld © PICTURE POINT

...Leipzigs finanzielle Möglichkeiten

Es hapert natürlich auch immer mal wieder am Geld. Wir haben keinen Geldspeicher, trotz Champions-League-Qualifikation und höherer TV-Einnahmen. Wir müssen schauen, was machbar ist. Wir wollen Spieler auch zu einem vernünftigen Preisen einkaufen. Unsere Vorstellungen, wohin ein Spieler sich entwickeln kann, müssen auch zu der Ablösesumme passen. Wir wollen mit allen Ressourcen des Vereins sorgfältig umgehen.

...den Stadionumbau

Es wird viel gearbeitet. Es sind viele infrastrukturelle Maßnahmen, die wir angehen. Wir haben die Sicherheitszentrale umgebaut. Das war ein großer Kraftakt. Wir legen gerade die Vorbereitungen für gewisse Erweiterungen wie die höhere Zahl an Kiosken und Toiletten. Wir haben einen Bauplan, nachdem alle vorgestellten Maßnahmen in 24 bis spätestens 30 Monaten umgesetzt sind. Der Fan wird davon am ersten Spieltag noch nicht so viel spüren. Von jetzt ab in zwölf Monaten wird das Stadionerlebnis ein deutlich besseres sein, als es in der Vergangenheit war. Der Fan soll einfacher ins Stadion kommen, einfacher abreisen können und weniger Stufen laufen muss. Wir nehmen in der ersten Bauphase rund 60 Millionen Euro in die Hand. Das ist aber nicht das Ende der Fahnenstange.

DURCHKLICKEN: RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku ist im Trainingslager zu den Roten Bullen gestoßen

RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku im Trainingslager in Seefeld Zur Galerie
RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku im Trainingslager in Seefeld © PICTURE POINT

...die Rolle von Ralf Rangnick

Er war im Trainingslager und hat sich ein Bild gemacht. Das ist ok so. Abererr ist nicht mehr Teil von RB Leipzig, sondern arbeitet jetzt für Red Bull und ist dort verantwortlich für Fußball. Da gibt es zwei weitere Vereine, um die er sich kümmert. Er wird in den nächsten Wochen in New York und Brasilien sein. Er ist für uns ein ganz wichtiger Berater. Er hat jetzt die Aufgabe, die Dinge stärker miteinander zu verzahnen. Wir erhoffen uns große Synergieeffekte. Aber hier vor Ort haben im sportlichen Bereich Julian Nagelsmann und Markus Krösche das Zepter in der Hand. So wird es auch in der Zukunft sein.

...die technischen Probleme beim Dauerkarten-Verkauf

Wir haben 21.000 Dauerkarten total reibungslos verkauft. Dann hatten wir im Warteraum massive Probleme in den letzten zwei Tagen. Da kann ich mich nur entschuldigen. Wir sind grundsätzlich mit dem System zufrieden, merken aber, dass der Server bei großem Aufkommen streikt. Das ist für alle, die ihre Dauerkarte kaufen oder verlängern wollten, extrem unbefriedigend. Wir arbeiten an einer Lösung, die besser funktioniert. Wir wollen ungern von diesem Ticketing-System abrücken. Aber wir müssen schauen, dass der Fan nicht darunter leidet.

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