26. September 2021 / 11:30 Uhr

RB Leipzigs Coach Marsch liefert gegen Hertha mit Nagelsmann-Taktik: „6:0 ist Ansage“

RB Leipzigs Coach Marsch liefert gegen Hertha mit Nagelsmann-Taktik: „6:0 ist Ansage“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler von RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch haben sich gegen Hertha BSC den Frust von der Seele geschossen. Nun gilt es, die Leistung zu bestätigen.
Die Spieler von RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch haben sich gegen Hertha BSC den Frust von der Seele geschossen. Nun gilt es, die Leistung zu bestätigen. © Getty Images
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RB Leipzig fertigt Hertha BSC furios mit 6:0 ab und verschafft damit Trainer Jesse Marsch nach dem Fehlstart in die Saison Luft. Schon am Dienstag wartet gegen Brügge das nächste entscheidende Spiel.

Leipzig. Jesse Marsch lachte den Fehlstart in die Saison nach dem famosen 6:0 gegen Hertha BSC einfach weg. „Kennen Sie einen Amerikaner, der nicht immer optimistisch ist? Es ist auch einfach, positiv zu sein, wenn man so eine gute Mannschaft hat“, sagte der bestens gelaunte 47-Jährige nach dem Schützenfest gegen völlig hilflose Berliner. Die Bilanz des Vizemeisters ist mit zwei Siegen aus sechs Spielen noch immer alles andere als berauschend. Doch die Demonstration gegen Hertha war der Beweis, dass die Sache mit Marsch und Leipzig funktionieren kann.

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„Wir haben die richtige Antwort gegeben“

Der Hauptstadt-Club war dabei ein dankbarer Aufbaugegner, das Leipziger Selbstbewusstsein ist rechtzeitig vor dem immens wichtigen Spiel gegen den FC Brügge in der Champions League am Dienstag zurück. „Nicht nur der Sieg, sondern die Leistung tut uns sehr gut. Ein 6:0 ist eine Ansage“, befand Yussuf Poulsen. Der dienstälteste RB-Profi war bei seinem ersten Startelf-Einsatz der Saison nicht nur einer der besten Spieler, neben Christopher Nkunku (2), Emil Forsberg, Nordi Mukiele und Amadou Haidara fand er auch seinen Platz in der Torschützen-Statistik.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum 6:0-Kantersieg gegen die Hertha!

Galavorstellung von RB Leipzig: Das Team von Trainer Jesse Marsch ließ der Berliner Hertha nicht den Hauch einer Chance und gewann auch in dieser Höhe verdient mit 6:0. Zur Galerie
Galavorstellung von RB Leipzig: Das Team von Trainer Jesse Marsch ließ der Berliner Hertha nicht den Hauch einer Chance und gewann auch in dieser Höhe verdient mit 6:0. ©

Marsch setzte auf Altbewährtes, um sich Luft zu verschaffen. Nicht nur mit Poulsen, für den er den für 23 Millionen Euro eingekauften Portugiesen André Silva auf die Bank setzte. Nein, Marsch bediente sich bei der taktischen Grundordnung auch ein wenig an seinem Vorgänger Julian Nagelsmann und setzte auf eine Dreierkette. „Die Jungs kennen die Dreierkette und Yussi ist mit seiner Intensität und seinem Pressing sehr gut für unser Spiel“, erklärte Marsch.

Während der US-Amerikaner sich im Bauch des Leipziger Stadions betont entspannt gab, war seinen Profis die Erleichterung anzumerken. „Wir haben die richtige Antwort gegeben. Wir hatten ein paar stressige Wochen. Man sieht, wenn wir Spaß am Ball haben, wenn wir richtig da sind, können wir solche Spiele gut gewinnen“, sagte Spielmacher Forsberg. Der schwedische Nationalspieler bildete zusammen mit Poulsen und Nkunku eine grandiose Dreieroffensive, die Herthas Abwehrspieler schon beim Spielaufbau zur Verzweiflung brachte.

Gegen Brügge nachlegen

Der überragende Mann war dabei Nkunku, dem in diesen Wochen sowieso fast alles gelingt. Zwei Tore selbst geschossen, darunter ein traumhafter Freistoß zum 5:0, einen Elfmeter herausgeholt und einen weiteren Treffer vorbereitet. Doch der Fokus ging bei dem Franzosen sofort in Richtung Brügge. „Wir wollen so weitermachen“, sagte der 23-Jährige, für den die Krise abgehakt ist. „Wir wissen, woran es lag. Heute haben wir uns belohnt. Als Team war das sehr gute Arbeit.“

Diese Arbeit muss RB auch gegen Brügge zeigen. Dass Spiel könnte schon eine Vorentscheidung herbeiführen, wenn es darum geht, in der Gruppe mit den Über-Mannschaften Paris und Manchester City wenigstens Platz drei zu erreichen. Da Brügge sich gegen PSG ein 1:1 erkämpft hatte, stünden die Belgier mit einem Sieg bereits vier Punkte vor Leipzig. Für Marsch und seine Spieler gilt es nun, den Beweis zu erbringen, dass das Hertha-Spektakel keine Eintagsfliege war.