14. Dezember 2018 / 13:23 Uhr

RB Leipzigs Europa-League-Saison 2018: Last-Minute-Tor und Salzburg-Schmerzen

RB Leipzigs Europa-League-Saison 2018: Last-Minute-Tor und Salzburg-Schmerzen

Anne Grimm
RB Leipzig erlebte in Europa die ganze Bandbreite der Emotionen.
RB Leipzig erlebte in Europa die ganze Bandbreite der Emotionen. © Getty Images / Montage
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RB Leipzig hat in seiner zweiten Europa-League-Saison viel erlebt. Ein Rückblick auf Hitzeprüfungen, rumänische Acker, Gänsehautatmosphäre und eine konzerninterne Demütigung.

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Leipzig. Diesen Rekord kann RB Leipzig in der Hinrunde keiner nehmen: Bis zum Jahresende hat das Team von Trainer Ralf Rangnick bereits 31 Partien in den Beinen, zwölf davon in der Europa League samt Qualifikation. Was ist von den sechs internationalen Gegnern in Erinnerung geblieben?

Qualifikation Teil 1, BK Häcken:

26. Juli, die Sonne brennt, mehr als 30 Grad Celsius am Leipziger Abendhimmel. Mitten in der Urlaubszeit bestreitet RB das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Ralf Rangnick feiert sein Comeback als Trainer. BK Häcken heißt der Gegner. Nach nur drei Wochen Vorbereitung und ohne die WM-Fahrer fertigt der Bundesligist die seit Mitte April im Ligamodus spielenden Schweden zu Hause 4:0 ab. Zum Rückspiel reist RB direkt aus dem österreichischen Trainingscamp und mit einem kleinen Kader an. Das 1:1 in Göteborg reicht locker für die nächste Runde.

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RB Leipzig - BK Häcken (4:0) Zur Galerie
RB Leipzig - BK Häcken (4:0) ©
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Qualifikation Teil 2, CS Craiova:

Die Hitze bleibt: Trinkpausen gibt es bei tropischen Temperaturen auch in dieser Runde. Gegen den rumänischen Pokalsieger aus Craiova kann Rangnick erstmals auf eine prominent besetzte Bank zurückgreifen. Der Coach hält aber an den Helden der ersten Runde fest. Trainingserfolge sind erkennbar: Beim 3:1-Heimsieg fallen zwei Standardtreffer. Das Rückspiel in der Ukraine übersteht RB trotz des ackerähnlichen Rasens, fliegenden Bechern und blendendem Laserpointer mit 1:1.

Playoffs, Sorja Luhansk:

Kein Losglück: Im dritten Durchgang führt die Reise noch tiefer in den Osten, in die Ukraine. Sorja Luhansk, ein Verein aus dem Krisengebiet und mit „echten Männern“, warnt Rangnick. Trotz 75 Minuten in Überzahl gibt’s für RB vor einer ernüchternden Kulisse von 5127 ukrainischen und vier Leipziger Fans nur ein 0:0. Das Rückspiel,ein Krimi: Beim Stand von 2:2 – Luhansk wäre aufgrund der Auswärtstorregel für die Gruppenphase qualifiziert – bekommt RB in der 90. Minute einen Handelfmeter. Der frisch gebackene Papa Emil Forsberg übernimmt Verantwortung, trifft in letzter Sekunde zum 3:2.

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RB Leipzig - Zorya Luhansk (3:2) Zur Galerie
RB Leipzig - Zorya Luhansk (3:2) ©

Gruppenphase, Celtic Glasgow:

Traumgegner, alle wollen in den Celtic Park! Zuerst sind die Schotten in Leipzig zu Gast. Die grün-weißen Schlachtenbummler sorgen für super Stimmung und hohen Bierverbrauch. Ihre Mannschaft bleibt bei der 0:2-Niederlage in Leipzig chancenlos. Dementsprechend euphorisch reisen 2500 RB-Fans zum Rückspiel nach Schottland, stellen einen neuen internationalen Vereinsrekord auf. Sie werden mit einer Gänsehautatmosphäre belohnt, als knapp 60.000 Kehlen „You´ll never walk alone“ singen. Spielerisch ist es enttäuschend. Auch weil Diego Demme und Kevin Kampl in der ersten Halbzeit auf der Bank sitzen, verlieren die Rasenballer 1:2. Dank der Auswärtstorregel entscheidet der Bundesligist zumindest das direkte Duell für sich.

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Vor dem Europa League Spiel gegen RB Leipzig marschieren die stimm-und sangesgewaltigen Fans des Celtic FC zur Red Bull-Arena. Zur Galerie
Vor dem Europa League Spiel gegen RB Leipzig marschieren die stimm-und sangesgewaltigen Fans des Celtic FC zur Red Bull-Arena. ©

Gruppenphase, FC Salzburg:

Die zwei schmerzhaftesten internationalen Partien des Jahres: Ausgerechnet in den beiden Dosenduellen geht RB Leipzig unter. Im Hinspiel blamiert sich das Rangnick-Team in der ersten Halbzeit vor den eigenen Fans, der Coach wechselt zur Pause dreifach, kann die 2:3-Pleite nicht mehr abwenden. Hinterher zählt er die beiden undisziplinierten Franzosen Mukiele und Augustin öffentlich an. Der Weckruf funktioniert in der Bundesliga: Eine Erfolgsserie, kaum Gegentore. Im Rückspiel klappt´s nicht mit der Revanche, weil das komplette kreative Mittelfeld (Kampl, Demme, Sabitzer, Forsberg) verletzt fehlt. RB gibt das Weiterkommen aus den eigenen Händen, in die der Salzburger.

Gruppenphase, Rosenborg Trondheim:

Pflichtaufgabe im Hinspiel erfüllt: Beim punktlosen Tabellenletzten holt sich RB mit einem souveränen 3:1 und Toren von Augustin, Konaté und Cunha den ersten Sieg in der Gruppenphase. Eigentlich praktisch, dass der norwegische Serienmeister und schwächste Kontrahent am letzten Spieltag in Leipzig gastierte, sogar schon mit der Saison und der Europa League abgeschlossen hatte. Doch es kam alles anders. In der 86. Minute kassiert RB Leipzig nach 1:0-Führung durch Cunha noch den Ausgleich und ist raus aus dem Wettbewerb - trotz der Schützenhilfe aus Salzburg. Denn das Rose-Team liefert und gewinnt 2:1 bei Celtic Glasgow.

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RB Leipzig - Rosenborg Trondheim ©

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