23. April 2021 / 10:40 Uhr

RB Leipzigs Fans glauben an Nagelsmann: "Wenn einer nicht geht, dann ist es er"

RB Leipzigs Fans glauben an Nagelsmann: "Wenn einer nicht geht, dann ist es er"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Jule
Für die Fans von RB Leipzig gibt es keine Frage: Julian Nagelsmann bleibt Leipziger Trainer. © Getty Images
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Die Gerüchte werden nicht leiser und die Fans machen sich allmählich Sorgen um ihren Chefcoach: RB Leipzigs Übungsleiter wird in den Medien schon beim FC Bayern gesehen. Nun melden sich auch noch erste Interessenten von der Insel, nachdem Jose Mourinho bei Tottenham Hotspur gehen musste. Aber die Fans der Messestädter halten am 33-Jährigen fest.

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Leipzig. Viel Wirbel um nichts? Das sagt zumindest RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann. Er steht aktuell mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Denn seit dem Ausscheiden des FC Bayern München aus der Champions League haben sich die Gerüchte um seinen potentiellen Wechsel zum Rekordmeister verstärkt. Nach Hansi Flicks Bekanntgabe, die Münchner zum Saisonende verlassen zu wollen, umso mehr.

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Nagelsmann bestreitet Gerüchte nicht eindeutig

Nagelsmann selbst betonte seitdem mehrfach öffentlich, dass es nichts zu diskutieren gäbe. „Es gab und gibt keine Gespräche“, sagte der Bullen-Coach auf die Frage, ob er oder seine Berater mit dem FC Bayern in Kontakt stünden. Er wolle sich nicht wichtiger machen als er es sei, habe einen Vertrag in Leipzig bis 2023. Abgestritten, dass er gen Süden zieht, wenn die Umstände für alle Beteiligten passen sollten, hat er allerdings nicht.

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Damit nicht genug: Nach der Entlassung von Jose Mourinho bei Tottenham Hotspur wird Nagelsmann inzwischen auch als Nachfolger von "The Special One" auf der Insel gehandelt. Unter Fußball-Interessierten im Allgemeinen und RB-Fans im Besonderen werden die Spekulationen in den sozialen Netzwerken intensiv diskutiert. Schaut man sich die Reaktionen an, rechnen viele tatsächlich damit, dass der Trainer in der kommenden Saison bei den Münchnern an der Seitenlinie steht. Dennoch: Die Leipziger Anhänger wollen ihren Trainer behalten.



Ein Titel mit RB Leipzig

Vor allem wäre es schade, „wenn er nicht mit RB Leipzig noch Titel holt“, sagt Jens Wittenbecher, 1. Vorsitzender des Fanclubs Elsteraue Bullen. „Es ist schwer für uns einzuschätzen, ob er geht oder nicht. Wir können nicht sagen, was an den Gerüchten dran ist. Er entkräftet sie ja auch nicht wirklich.“ Dennoch erwartet Wittenbecher, dass Nagelsmann in der Messestadt bleibt, vor allem wenn es dem jungen Coach um den sportlichen Erfolg und weniger ums Geld gehe. Über einen eventuellen Nachfolger, sollte sich der 33-Jährige für einen Wechsel entscheiden, hat sich Wittenbecher noch keine Gedanken gemacht.

Holger Miersch vom Fanverband Leipzig ist da deutlich weniger optimistisch: „Spieler und Trainer werden dafür bezahlt, ihrem Job nachzugehen, solange das für alle Beteiligten passt. Wenn das Angebot von Bayern besser ist, dann ist Nagelsmann genauso schnell weg wie jeder andere Arbeitnehmer auch“, schätzt der Vorsitzende des Beirates. „Bei neun Trainern in zwölf Jahren kann man sich ausrechnen wie lang er noch bleiben würde.“

Einen Wechsel kann ihm niemand verwehren

„Wenn beim FC Bayern ein Trainerwechsel ansteht, kommen immer wieder solche Gerüchte auf“, sagt Marcus Demny, Vorsitzender der Zuchtbullen. „Dass sie Julian Nagelsmann haben wollen, ist bekannt. Aber auch der Rekordmeister dürfte für ihn reizvoll sein.“ Demmy hofft dennoch auf einen Verbleib. „Er hat hier noch genug Perspektive, um erfolgreich zu sein und einen Titel zu holen. Es wäre wirklich schade, wenn er nach der doch relativ kurzen Zeit wieder geht.“

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Bei den Holy Bulls halten die Fans an Julian Nagelsmann fest: „Wenn einer nicht geht, dann ist es er. Vor allem weil er mehrfach betont hat, dass er sich an seine Verträge hält und sie erfüllen will“, berichtet Vorsitzender Olaf Olschewski. Ausstiegsklausel hin oder her, Olschewski ist der Meinung, dass RB Leipzig Nagelsmann nicht an den FC Bayern verkaufen wird. „Ich kann mir das nicht vorstellen, weil sie damit dem Verein gefühlt die Eingeweide herausreißen würden.“ Trotzdem erwartet Olschewski, dass der Bullen-Coch irgendwann gen Süden zieht. „Er ist Bayer, das ist der Verein und das kann man niemandem verwehren.“ Solange allerdings vor der Haustür des Rekordmeisters noch das aktuelle Chaos herrscht, sieht der Holy-Bulls-Vorsitzende Nagelsmann nicht beim Stern des Südens.

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