24. Januar 2021 / 08:58 Uhr

RB Leipzigs Forsberg zu Wechsel: „Möchte auch mal etwas anderes probieren“

RB Leipzigs Forsberg zu Wechsel: „Möchte auch mal etwas anderes probieren“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Péter Gulácsi und Emil Forsberg von RB Leipzig waren beim aktuellen Sportstudio des ZDF zu Gast.
Péter Gulácsi und Emil Forsberg von RB Leipzig waren beim aktuellen Sportstudio des ZDF zu Gast. © imago images/Martin Hoffmann
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Es gibt sicher Angenehmeres, als nach einer wenig rühmlichen 2:3-Pleite beim Tabellenvorletzten im TV auftreten zu müssen. RB Leipzigs Emil Forsberg und Peter Gulacsi half das alles nichts. Sie waren am Samstagabend im ZDF-Sportstudio zu Gast - und zeigten sich selbstkritisch.

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Mainz/Leipzig. Moderatorin Dunya Hayali hatte sich eigentlich auf gut gelaunte Leipziger Fußballprofis gefreut. Leider kamen die Gäste vom Bundesligisten aus der Messestadt mit einer Niederlage in den Knochen ins ZDF-Sportstudio am Samstag. Der beste Vorbereiter in Leipzigs Bundesliga-Historie und der aktuell beste Torhüter der Liga sahen ihre Leistung beim 2:3 gegen den 1. FSV Mainz 05 waren von ihrer Darbietung denn auch wenig begeistert.

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Große Chance liegengelassen

Emil Forsberg bedauerte dass RB beim Vorletzten nicht mit vollem Einsatz dabei war: „Solche Spiele muss man mit 100 Prozent Leidenschaft und Willen spielen. Das haben wir bis zum Schluss leider nicht gemacht.“ Er bescheinigte den Mainzern eine gute Leistung und räumte ein, dass Bullen möglicherweise verdient verloren. „Das ist halt Fußball. Und die Niederlage zeigt, wie gut die Bundesliga ist: Jeder kann jeden schlagen“, so der Schwede.

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Herber Rückschlag für RB Leipzig im Titelrennen: Die Nagelsmann-Elf unterlag bei Abstiegskandidat 1. FSV Mainz 05 mit 2:3. ©

Ihm werde diese Partie lange nachhängen, gab Keeper Peter Gulacsi zu. „Aber ich muss versuchen, das Spiel abzuhaken und weiter nach vorne zu schauen.“ Auch er bereute die liegen gelassenen Punkte. Denn obwohl RB in der Liga noch 16 Spieltage vor der Brust hat, sei die Partie gegen Mainz eine große Chance gewesen, einen weiteren Schritt zu machen und von den Konkurrenten wegzuziehen. „Das Ergebnis heute ist sehr enttäuschend.“

Gulacsi wies die eigene Mitschuld an der Niederlage nicht von sich. „Als Torhüter ist es eben schwierig zu entscheiden, wann man rausgeht und wann nicht.“ Beim ersten und beim dritten Gegentor hatte er Stunden zuvor gepatzt. "Mister Zuverlässig ist heute im Pech", hieß es deshalb auch im Einspieler des Sportstudios. Er wolle seiner Mannschaft trotzdem weiterhin Sicherheit und Ruhe vermitteln, sich nicht von den Gefühlen aus der Fassung bringen lassen. „Das ist eine meiner Stärken“, lautete die Selbsteinschätzung des bodenständigen Keepers. "Ruhe bewahren gehöre zum Image eines modernen Schlussmanns", so Gulacsi. Zu Hause sei das im Übrigen ganz anders als auf dem Platz. „Meine Frau kann das, glaube ich, bezeugen“, lachte der 30-Jährige.

Forsberg schließt Wechsel nicht aus

Auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfelds glänzt sein Teamkollege normalerweise mit Abgeklärtheit. Emil Forsberg ist Taktgeber der Roten Bullen, kreativ, technisch beschlagen, eine der Offensivsäulen. Neben den Wechselgerüchten um Abwehrkollege Dayot Upamecano wird immer wieder auch über einen möglichen Abgang des Schweden gemunkelt. Verlässt der Offensiv-Allrounder RB Leipzig im Sommer? „Ich habe immer gesagt, dass ich auch mal etwas anderes probieren möchte“, sagte Forsberg am Samstagabend.

Sein Vertrag laufe bis 2022, noch habe es keine Gespräche zur Vertragsverlängerung gegeben, ließ der 29-Jährige durchblicken. Derzeit denke er aber noch nicht an einen Wechsel. „Ich bin jetzt schon seit sechs Jahren in Leipzig. Meine Familie ist auch über diesen Zeitraum immer dabei gewesen. Ich fühle mich in der Messestadt sehr wohl.“ Dennoch: Einen Abgang schloss der Schwede mit keiner Silbe aus.

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Zum Schluss konnten sich beide nochmal, wie im Sportstudio üblich, an der Torwand beweisen. Für Kathleen Freude vom 1. FFC Fortuna Dresden erwiesen sich die RB-Profis als harte Gegner. Forsberg traf bei zwei von drei Versuchen das untere Loch der Torwand, Gulacsi konnte von seinen drei Versuchen im oberen Loch nur einen treffen. Die Fußballerin aus Sachsens Hauptstadt landete nur einen Treffer unten und musste sich geschlagen geben.