23. April 2021 / 09:42 Uhr

RB Leipzigs Frauen vor dem Rückrundenstart: "Zwangspause hat uns nicht gut getan"

RB Leipzigs Frauen vor dem Rückrundenstart: "Zwangspause hat uns nicht gut getan"

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Viola Odebrecht aus RB-Abteilung für Mädchen und Frauenfußball
RB Leipzigs Leiterin der Abteilung Mädchen- und Frauenfußball, Viola Odebrecht, ist mit der Hinrunde zufrieden. © RB Leipzig
Anzeige

Die 2. Frauen-Bundesliga startet am Wochenende in die Rückrunde. Wir haben uns vorab mit RB Leipzigs Leiterin der Abteilung Mädchen- und Frauenfußball unterhalten. Viola Odebrecht hat in ihrer Profikarriere selber schon einige Erfolge errungen und ist mit der Entwicklung am Cottaweg trotz der durchwachsenen Auftritte zuletzt zufrieden.

Leipzig. Zum Rückrundenstart der 2. Frauen-Bundesliga empfängt RB Leipzig am Sonntag die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Zeit also, um die seit dem 1. Mai 2019 als Leiterin der RB-Abteilung Mädchen- und Frauenfußball agierenden Viola Odebrecht zu befragen. Odebrecht, 1983 in Neubrandenburg geboren, gewann mit Turbine Potsdam Deutsche Meisterschaften, Pokal und Champions League, spielte danach beim VfL Wolfsburg. Dort arbeitete sie von 2015 bis 2019 als Nachwuchskoordinatorin.

Anzeige

SPORTBUZZER: Wie ist die Mannschaft in der 2. Bundesliga angekommen und wie schätzen Sie die Hinrunde ein?

Viola Odebrecht: Im Großen und Ganzen ist die Mannschaft eigentlich gut angekommen. Nach einem grandiosen Start hat uns die Zwangspause offensichtlich nicht gut getan. Aber wir haben nicht umsonst vor der Saison gesagt, dass wir als Team noch wenig Erfahrung auf diesem Niveau haben und uns erst einmal etablieren wollen. Momentan kommt noch dazu, dass uns aufgrund der Verletztensituation, wichtige Leistungsträgerinnen immer wieder ausfallen, da ist es natürlich schwierig in einen guten Rhythmus zu kommen.

Welche Stärken und welche Schwächen haben Sie in der Hinrunde gesunden?

Wir sind auf den einzelnen Positionen sehr flexibel und dynamisch, sind sehr stark im Umschalten mit dem Ball, allerdings fehlt oftmals Abschlussstärke und das klare Herausspielen von Torchancen. In den letzten Spielen haben wir leider auch nicht mehr so kompakt gestanden, das sollte sich in der Rückrunde ändern.

Wie wird die Rückrunde für RB laufen?


Wir wollen am Ende bestmöglich abschneiden und so viele Punkte holen wie es geht. Wir hoffen, dass wir mindestens genauso viele Spiele gewinnen wie in der Hinrunde, idealerweise mehr.

Mehr zu RB Leipzig

Gibt es ein erklärtes Saisonziel?

Da hat sich nichts geändert. Wir sind neu in der Liga und wollen zunächst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Darüber hinaus wollen wir wichtige Erfahrungen sammeln und uns etablieren. Dass uns nach drei Siegen zu Beginn gleich eine Favoritenrolle im Aufstiegsrennen zugeschoben wurde, ist ganz normal. Aber wir haben das nie als klares Ziel definiert. Natürlich wollten wir gerne da oben bleiben, das ist auch der Ehrgeiz, den das Team hat. Doch wir haben es nie als selbstverständlich angesehen.

Wie schätzen Sie die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs bei RB ein?

Sehr positiv. Seit der Verein sich öffentlich dafür ausgesprochen hat, auch diesen Bereich zu professionalisieren, wurde eine Strategie aufgestellt, die Schritt für Schritt umgesetzt wird – mit dem Ziel, perspektivisch in der Bundesliga erfolgreich Fußball zuspielen. Wir sind auf einem guten Weg und werden weiter organisch wachsen und die nächsten Schritte gehen.