02. Februar 2022 / 15:18 Uhr

RB Leipzigs Haidara zu England-Gerüchten: "Warum soll ich alles wegschmeißen?"

RB Leipzigs Haidara zu England-Gerüchten: "Warum soll ich alles wegschmeißen?"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Amadou Haidara (r.) und Christopher Nkunku verstehen sich auf dem Platz sehr gut.
Amadou Haidara fühlt sich nach eigener Aussage wohl in Leipzig. © Getty Images
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Amadou Haidara ist zurück am Cottaweg. Nach dem unerwartet frühen aus mit Mali beim Afrika Cup trainierte der 24-Jährige erstmals wieder mit dem Team von RB Leipzig. Und räumte im Anschluss direkt deutlich mit den Wechselgerüchten um seine Person auf.

Leipzig. Während er mit Mali beim Afrika Cup an den Start ging, blühten in Europa die Spekulationen und Amadou Haidara. RB Leipzigs Mittelfeldspieler galt als heißer Wechselkandidat, wurde unter anderem mit Newcastle United und dem von Ralf Rangnick trainierten Manchester United in Verbindung gebracht. Seit Mittwoch steht der 24-Jährige nun wieder mit seinen Kollegen am Cottaweg auf dem Trainingsplatz. Und bekannte nach der ersten gemeinsamen Einheit: Ein Abflug Richtung Insel kommt für ihn im Moment nicht in Frage.

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"Wenn sich das Transferfenster öffnet, beginnen die Gerüchte. Natürlich ist die Premier League sehr interessant. Viele Spieler wollen dort ihr Talent unter Beweis stellen", so Haidara im Rahmen eines Mediengesprächs. "Aber ich weiß, wo ich bin und wo ich hingehöre. Ich fühle mich sehr wohl hier, habe noch Vertrag (bis 2025, d. Red.). Ich bin mit meiner Entwicklung in Leipzig sehr zufrieden, Ich habe Ziele, die ich auch hier erreichen will. Warum soll ich alles wegschmeißen, was ich hier habe, und in eine Sache gehen, wo ich mir vielleicht nicht sicher bin?"

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Statt Träumen vom Ausland nachzuhängen, will sich Haidara nach dem frühen Aus im Afrika Cup (das klar favorisierte Mali schied im Achtelfinale nach Elfmeterschießen gegen Äquatorial-Guinea aus) auf das Tagesgeschäft beim Bundesligisten konzentrieren. Dort heißt die nächste Aufgabe bekanntlich Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr). "Ich gehe nicht davon aus, dass ich in der Startelf stehen werde", so der Kicker. "Aber das entscheidet der Trainer. Wenn ich gebraucht werde, bin ich bereit zu helfen." Einen Kräfteverschleiß durch das Turnier spüre er nicht. "Ich bin ja daran gewöhnt, während der Saison für die Nationalmannschaft zu spielen. Ich bin nicht ausgepowert."

Vom Afrika Cup aus verfolgte Haidara die Auftritte der Leipziger in den vergangenen Wochen. "Sie haben toll performt." Der 24-Jährige gehört zu den Kickern in den Reihen von RB, die bisher nur wenig Kontakt zu Coach Domenico Tedesco hatten. Als der seinen Job in Leipzig antrat, fehlte der Malier zunächst verletzt. Es reichte lediglich für einen kurzen Einsatz in der letzten Partie der Rückrunde gegen Bielefeld (0:2). Danach reiste er zur Elf seines Heimatlandes. Dennoch hat Haidara einen positiven ersten Eindruck von Tedesco. "Wir haben nach dem Spiel gegen Bielefeld gesprochen. Er hat mir den Eindruck vermittelt, dass er mich braucht, dass er auf mich setzt. Ich denke wir werden gut zusammenarbeiten."