05. Dezember 2019 / 13:13 Uhr

RB Leipzigs Julian Nagelsmann unterstützt Kampf gegen Pyro-Technik

RB Leipzigs Julian Nagelsmann unterstützt Kampf gegen Pyro-Technik

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Julian Nagelsmann hat eine klare Meinung in Sachen Pyro.
Julian Nagelsmann hat eine klare Meinung in Sachen Pyro. © dpa
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Julian Nagelsmann hat sich beim Thema Pyro-Technik demonstrativ hinter seinen Verein gestellt. Der Trainer von RB Leipzig unterstützt auch das strenge Vorgehen gegen jene Fans, die in Paderborn Bengalische Feuer gezündet hatten.

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Leipzig. Julian Nagelsmann hat sich für eine strenge Verfolgung von Pyro-Technik-Vergehen ausgesprochen. Der Trainer von RB Leipzig befürwortete am Donnerstagmittag auf einer Pressekonferenz im Trainingszentrum am Cottaweg das Vorgehen des Clubs, der, nachdem einige RB-Fans während des Auswärtsspiels gegen den SC Paderborn am vergangenen Wochenende Bengalische Feuer gezündet hatten, bereits 15 vorläufige Hausverbote gegen die möglichen Verursacher ausgesprochen hat.

"Pyro finde ich nicht gut und unterstütze den Club dabei, dass wir das nicht dulden. Das ist ganz simpel. Erstens, sieht es nicht sonderlich spektakulär aus, wenn da so ein Ding leuchtet. Zweitens es ist auch gefährlich. Drittens kannst du nicht mehr richtig gut spielen, weil du nichts mehr siehst. Die Fans sehen auch nichts mehr. Sie wissen gar nicht was unten abgeht, weil der ganze Block vernebelt ist", fasste der der 32-Jährige seine Meinung zum Thema zusammen.

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Charaktertest bestanden: RB Leipzig hat die Auswärtspartie beim SC Paderborn mit 3:2 gewonnen . Zur Galerie
Charaktertest bestanden: RB Leipzig hat die Auswärtspartie beim SC Paderborn mit 3:2 gewonnen . ©

Nagelsmann will friedliche Atmosphäre erhalten

Ziel müsse es auch künftig sein, dass Familien ohne Probleme ins Stadion gehen können: "Wir hatten in Paderborn auch viele Kinder dabei. So eine Fackel hat 800 Grad. Wenn ich Fankleidung trage, ist die in den seltensten Fällen aus brennfestem Material, sondern eher leichtentzündlich. Das mündet schnell in einer schweren Verletzung." Die eigenen Anhänger nahm der Coach deshalb nochmal in die Pflicht: "Man sollte da sein, um seine Mannschaft zu unterstützen und nicht mit der Idee, jemand weh zu tun oder Gefahr auszustrahlen."

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Dass sich die Atmosphäre in der Red-Bull-Arena nach den angekündigten Sanktionen Mitglieder der aktiven Fanszene deutlich verschlechtern könnte, glaubt Nagelsmann übrigens nicht: "Ich erwarte keine großartig andere Stimmung, weil der Prozentsatz der Fans, die Pyro zünden oder gut finden, sehr klein ist. 99 Prozent derer, die im Block stehen, sind ebenfalls gegen Pyro und die werden uns gegen Hoffenheim voll unterstützen."