30. September 2020 / 13:38 Uhr

RB Leipzigs Kevin Kampl: „Es wird extrem hart und anstrengend“

RB Leipzigs Kevin Kampl: „Es wird extrem hart und anstrengend“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Kevin Kampl steht seit 2017 im Kader von RB Leipzig.
Kevin Kampl steht seit 2017 im Kader von RB Leipzig. © dpa
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Höhen und Tiefe, toll herausgespielte Siege, bittere Niederlagen: Kevin Kampl hat mit RB Leipzig schon viel erlebt. Zu Beginn seiner vierten Saison im Trikot der Roten Bullen blickt er voraus - und sieht reichlich Herausforderungen, nicht nur für seinen eigenen Club.

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Leipzig. Kevin Kampl ist RB Leipzigs ältester Feldspieler. Der 29-Jährige weiß: Die kommende Spielzeit wird die härteste seiner Karriere. „Die Sommerpause war sehr kurz, die Winterpause wird auch sehr knapp ausfallen. Dann geht es bis Mai durch. Es wird extrem hart und anstrengend“, schätzt der gebürtige Solinger in einem Amazon-Interview. Deshalb werden nun alle Spieler im Team gebraucht. „Die, die vielleicht letztes Jahr nicht so viel zum Einsatz gekommen sind, werden dieses Jahr deutlich mehr spielen“, vermutet Kampl. Deshalb müsse jeder wissen, dass er noch mehr gebraucht wird und sich mehr einbringen muss. Aber er ist sich sicher: „Wir werden als Mannschaft gut durchkommen und eine sehr gute Saison spielen.“

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Unterstützung bei dieser Mission gibt es nicht nur vom ehemaligen Leverkusener Mannschaftskollegen Benjamin Henrichs, sondern auch vom norwegischen Spitzenstürmer Alexander Sörloth, den RB Leipzig in der vergangenen Woche für 22 Millionen Euro von Crystal Palace geholt hat. „Wenn er vor einem steht, ist das ein absoluter Brocken, eine Maschine, so wie man sich einen Mittelstürmer vorstellt“, lacht der vergleichsweise eher drahtige Kampl. In den ersten Tagen habe er schon einen super Eindruck hinterlassen, sich schnell im Team eingefügt. „Ich glaube, er kann uns extrem weiterhelfen, dass er ein Topstürmer ist, nicht lange fackelt und viele Chancen braucht, um Tore zu machen. Genau so einer hat uns im Team noch gefehlt.“

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Kevin Kampl spielt bei RB Leipzig im zentralen Mittelfeld. Zur Galerie
Kevin Kampl spielt bei RB Leipzig im zentralen Mittelfeld. ©

Das nächste Spiel in der Bundesliga bestreiten die Roten Bullen am Samstag gegen Schalke 04 (18.30 Uhr), die nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen ihren Trainer David Wagner freigestellt haben. Kampl schätzt die Partie als schwierig ein, „Denn man weiß nie, was für neuen Input ein eventueller neuer Trainer – falls sie einen bis zum Spiel haben – bringt.“ Gerade in den ersten Spielen nach einem Trainerwechsel sei es oft so, dass ein Team ein komplett anderes Gesicht zeigt und ein Topspiel abliefert, sagt der 29-Jährige. „Aber wir sind darauf vorbereitet und wissen, damit umzugehen.“ Er freut sich auf das Heimspiel vor Zuschauern. Schon gegen Mainz sie die Stimmung im Stadion überragend gewesen. „Wir werden alles daran setzen, wieder eine gute Partie abzuliefern und ich bin sicher, dass wir einige Chancen haben werden, gegen Schalke zu gewinnen.“

Übrigens ist Kampl überzeugt, dass auch die anderen deutschen Teams in den kommenden Monaten vor großen Herausforderungen stehen werden, vor allem die, die auch international spielen. Ob es da Chancen gibt, dass die Bayern am Ende der Saison mal nicht an der Tabellenspitze der Bundesliga stehen? „Bayern ist eben Bayern, und für mich sind sie aktuell die beste Mannschaft der Welt“, sagt der 29-Jährige. Sie seien das Maß aller Dinge und hätten zurecht die Champions League gewonnen. Dennoch werde es auch für den FCB nicht leicht. „Die anderen Teams werden versuchen, ihnen auch mal ein Beinchen zu stellen – das ist klar, denn jeder will da oben mitspielen. Jeder will die Chance nutzen – wenn sie sich ergibt – Meister zu werden.“