08. Februar 2022 / 21:00 Uhr

RB Leipzigs Klostermann warnt vor Köln: "Haben die Leidenschaft, die Baumgart ausstrahlt"

RB Leipzigs Klostermann warnt vor Köln: "Haben die Leidenschaft, die Baumgart ausstrahlt"

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
ARCHIV - 19.01.2022, Sachsen, Leipzig: Fußball: DFB-Pokal, Achtelfinale, RB Leipzig - Hansa Rostock in der Red-Bull-Arena. Leipzigs Spieler Lukas Klostermann am Ball. Klostermann rechnet mit einem zusätzlichen Schub im Bundesliga-Duell mit dem 1. FC Köln durch die zugelassenen maximal 15 000 Fans. (zu dpa RB-Profi Klostermann: Das alte Fußballgefühl kehrt Stück weit zurück) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
RB Leipzigs Lukas Klostermann rechnet mit einem zusätzlichen Schub im Bundesliga-Duell mit dem 1. FC Köln durch die zugelassenen maximal 15 000 Fans. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild
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Der Nationalspieler Lukas Klostermann sprach in einer kleinen Medienrunde über das mutige, aber fehlerbehaftete 2:3 in München und das Freitag-Gastspiel der knapp vor RB platzierten Kölner. Die Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison ist noch immer das Ziel der Leipziger.

Leipzig. Lukas Klostermann wechselte im Sommer 2014 vom VfL Bochum zum Zweitliga-Konkurrenten RB Leipzig. Ablöse inklusive aller Nebengeräusche: Eine Million Euro. Bochums Trainer Peter Neururer war außer sich, legte dem scheidenden Defensivspieler einen neuen Berater anheim. Nicht erst seit heute weiß man: Berater und Klient haben alles richtig gemacht. Klostermann wurde in Leipzig zum Nationalspieler, blickte am Dienstag in kleiner Medienrunde aufs 2:3 bei den Bayern und die Freitag-Partie gegen den 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr). Es ist noch Suppe da, nicht alle der 15.000 Tickets sind verkauft. Auch beim Kontingent der Kölner ist Luft nach oben, sind nur 400 von 750 möglichen Gästetickets an Effzeh-Fans gegangen.

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Klostermann (218 Pflichtspiele, 13 Tore, zwölf Vorlagen für RB) über die Ausweitung von 12.000 auf 15.000 Zuschauer: „Das ist eine Super-Nachricht, ich hoffe, dass wirklich 15.000 Zuschauer da sind. Wir haben unfassbar viele Spiele in einem leeren oder fast leeren Stadion gespielt. Jetzt kehren stückweise das alte Fußballgefühl und das Salz in der Suppe zurück.“ Das werde ihm und den Seinen mächtigen Rückenwind einverleiben.

Über die von Vulkan Steffen Baumgart, 50, trainierten Kölner, gegen die er am 1. Oktober 2017 beim 2:1-Auswärtssieg sein erstes Bundesligator geschossen hat: „Die haben die Leidenschaft, die Steffen Baumgart ausstrahlt. In dieser Hinsicht dürfen wir nicht schlechter sein.“ Das fast schon legendäre Video mit dem vorm Fernseher ausflippenden Quarantäne-Baumgart hat er nicht gesehen. RB kann und muss laut Klostermann nach vier Siegen in der Rückrunde und dem Bayern-Spiel gegen diese starken Kölner „mit breiter Brust“ auflaufen.

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Über Kölns abgezockten Mittelstürmer Anthony Modeste (33), der auf 14 Saisontore kommt, just ein unmoralisches Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt und beim 1:1 im Hinspiel getroffen hat: „Er ist ein echter Strafraum-Stürmer mit Torriecher, knipst konstant.“ Mit rechts, links – und vor allem mit dem Kopf.

Über den Kölner Flankengott Benno Schmitz, 27, der von 2016 bis 2018 für RB gespielt hat: „Ich schaue mir bevorzugt Spiele an, in denen frühere Weggefährten mitmachen. Benno ist ein Superkerl und zeigt in Köln, was er kann.“

Über zwei Eier, die sich RB in München selbst ins Nest gelegt hat: „Ich finde es grundsätzlich gut, dass wir hinten mutig herausspielen, um über die erste Pressinglinie und zu Räumen zu kommen.“ Man habe viele gute Szenen, Tempo und Chancen gehabt und „gezeigt, was in uns steckt“. Aber: Die Balance zwischen Mut und zu hohem Risiko beim gepflegten Spiel aus der Abwehr, „hat nicht gestimmt. Wir wollten die Bayern herauslocken, aber manchmal war das zu riskant. Das müssen wir perfektionieren.“

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Packender Schlagabtausch: RB Leipzig unterlag nach einem mutigen Auftritt beim FC Bayern München mit 2:3. Zur Galerie
Packender Schlagabtausch: RB Leipzig unterlag nach einem mutigen Auftritt beim FC Bayern München mit 2:3. ©

Über die Champions League und die an Bayern, Dortmund und Leverkusen nahezu vergebenen ersten drei Plätze: „Wir wollen unbedingt auch nächste Saison Champions League spielen. Und dafür reicht auch Platz vier. Wichtig ist, dass wir den erreichen.“ Er hat aber auch rein gar nix dagegen, wenn es weiter nach oben geht.

Über den DFB-Pokal und das Viertelfinale in Hannover am 2. März: „Das Spiel in Hannover ist noch weit weg. Ich höre oft, dass der Weg zum Titel nicht mehr ganz so schwierig sein soll. Er ist steinig und schwer. Dass wir alle Titel holen wollen, ist klar.“

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Übrigens: Der 18-jährige Caden Clark spielt noch bis Sommer bei Red Bull New York weiter, stößt dann zu Lukas Klostermann und Co.