17. September 2020 / 14:08 Uhr

RB Leipzigs Krösche: Ohne Masterplan von der 3. Liga in die Champions League

RB Leipzigs Krösche: Ohne Masterplan von der 3. Liga in die Champions League

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Markus Krösche hat mit RB Leipzig eine erfolgreiche erste Saison hingelegt.
Markus Krösche hat mit RB Leipzig eine erfolgreiche erste Saison hingelegt. © GEPA pictures
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Nicht der Megaspieler, zu langsam, keine gute Technik: So charakterisiert RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche seine Laufbahn im Profifußball. Zum 40. Geburtstag des gebürtigen Hannoveraners steht fest: Seine Talente liegen zwar im Fußball, aber eher abseits vom Rasen.

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Leipzig. Ein Jahr ist er inzwischen bei RB Leipzig Sportdirektor, kann sich das Champions-League-Halbfinale aufs Konto schreiben und die Transfers einiger namhafter internationaler Spieler, die den jungen Verein aus der Messestadt weiter bringen sollen. Am Donnerstag feierte Markus Krösche seinen 40. Geburtstag. Eigentlich ein sehr junges Alter für eine derartige Verantwortung und für diesen Erfolg im Profifußball.

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Dabei hatte Krösche nie wirklich einen Masterplan für seinen Weg, erzählt er im aktuellen DFL-Magazin. Sein Werdegang im Fußball habe sich vielmehr daraus ergeben, dass andere ihn für fähig hielten. Nach 13 Jahren beim SC Paderborn als Spieler und zwei Jahren als Roger Schmidts Co-Trainer in Leverkusen nahm er sich der Aufgabe Sportdirektor seines gebeutelten Ex-Vereins in der 3. Liga an. In zwei Jahren brachte er den SC Paderborn in die Bundesliga.

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Die Königsklasse mit RB war für ihn Neuland: „Der Sprung war schon groß, von der 2. Bundesliga in die Champions League“, sagt er dem DFL-Magazin. Mehr Mitarbeiter koordinieren, komplexere Transfers abwickeln und Englisch als Hauptarbeitssprache. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Für RB Leipzig holte der nun 40-Jährige Spieler wie Dani Olmo und Angelino sowie für eine Saison auch Patrik Schick. Krösche musste aber auch akzeptieren, dass der BVB bei Erling Haaland die besseren Karten besaß. Besser klappte es bei Angelino. Bonus aus der verlängerten Leihe: Nach dem zusätzlichen Jahr besteht eine Kaufoption für den spanischen Verteidiger. Der Transfer von Hertha-Talent Lazar Samardzic ging im Sommer über die Bühne. Im Anflug soll außerdem der norwegische Nationalstürmer Alexander Sörloth sein – dessen Verpflichtung wäre ein Coup für die Leipziger.