28. September 2020 / 20:23 Uhr

RB Leipzigs künftiger Neuzugang Gvardiol: Der neue Upamecano?

RB Leipzigs künftiger Neuzugang Gvardiol: Der neue Upamecano?

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Gvardiol
Josko Gvardiol (r.) nach dem Medizin-Check in Leipzig. © Privat
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Der 18-jährige Innenverteidiger Josko Gvardiol kommt spätestens im Sommer nächsten Jahres zu RB Leipzig und sammelt bis dahin weiter Erfahrung in Zagreb. Der Kroate bekommt einen Vertrag bis 2026 und die Ablöse beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro.

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Leipzig. Bevor wir uns einer der zartesten Versuchungen des europäischen Fußballs und Josko Gvardiols Ja-Wort zu RB Leipzig widmen, ein Blick ins prall gefüllte Lazarett der Roten Bullen. Konrad Laimer, 23, befindet sich nach einem Schlüssellocheingriff im Knie auf dem Weg der Besserung, ist im Lauftraining, könnte nach der Länderspielpause ins Teamtraining zurückkehren. Das erste Spiel nach der Liga-Auszeit führt die Rasenballer am 17. Oktober nach Augsburg.

Ibrahima Konaté (21/Hüft-Sehnen-Problematik) soll in dieser Woche intensiver ins Mannschaftstraining eingebunden werden. Ob der Hüne bis zum Augsburg-Spiel Kader fit ist? Genaueres weiß man nicht. Kapitän Marcel Sabitzer, 26, (Faserriss unterhalb der Kniekehle) muss das Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend, 18.30 Uhr, gegen Schalke 04 und die danach folgenden Länderspiele mit der österreichischen Nationalmannschaft knicken. Ziel des Ehrgeizlings: Augsburg.

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Und da wäre ja noch Club-Ikone Yussuf Poulsen. Der dynamische Däne ist seit 2013 Leipziger, beliebt, wichtig und selten bis nie verletzt. Beim 1:1 in Leverkusen zwickte es nach einer knappen halben Stunde im Leistenbereich des 26-Jährigen. Weil Poulsen am Montag fast schon wieder schmerzfrei war, steht einem Einsatz gegen irrlichternde Schalker wenig im Weg.

Gvardiol ab Winter verfügbar

Neu, blutjung und begehrt: Er ist 18, hat einen Körper wie gemeißelt, ist 1,85 m groß, kann köpfeln, kicken, hat einen linken Fuß a la Holger Badstuber, ist Innenverteidiger. Hinter Josko Gvardiol, Tafelsilber von Dinamo Zagreb, waren viele Top-Clubs hinterher wie der Teufel hinter der armen Seele. RB hat das Rennen gemacht, zahlt für das Rundum-sorglos-Paket rund 15 Millionen Euro, parkt den Mann mit der Perspektive „Weltklasse“ noch eine Saison in Zagreb, ehe der Vertrag bis 2026 greift.

Falls schon im Winter Bedarf besteht, kann RB Gvardiol im Vorgriff auf den Sommer 2021 ein halbes Jahr früher holen. Der Hochbegabte könnte einen gewissen Dayot Upamecano beerben. Es ist kein Geheimnis, dass der 21-jährige Franzose seine letzte Saison im RB-Trikot spielt und 2021 in die große, weite Welt ziehen wird. Zurück zu Gvardiol. Am Montag bestand der Neue in Leipzig den Medizin-Check, unterschrieb den Vertrag und wurde seinen Kollegen in spe vorgestellt, traf im Trainingszentrum unter anderem seinen Ex-Mitspieler Dani Olmo, 22.

„RB zählt zu den Top-Clubs der Bundesliga“, sagte Gvardiol, „ich bin Dinamo sehr dankbar, dass sie mir diesen Schritt ermöglichen.“ RB-Sportdirektor Markus Krösche, 40, der sich nach zehrenden Basar-Wochen zufrieden zurücklehnen kann: „Josko ist eines der größten europäischen Abwehrtalent. Mit ihm als Linksfuß werden wir noch variabler aufgestellt sein. Er kann in den nächsten Monaten in Zagreb weiter Erfahrung im Profifußball sammeln.“ Josko Gvardiols Profidebüt datiert vom 18. Oktober 2019. Da war er 17.