14. April 2021 / 13:49 Uhr

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann bestreitet Wechsel-Gerüchte: "Neue Informanten braucht das Land"

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann bestreitet Wechsel-Gerüchte: "Neue Informanten braucht das Land"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB-Trainer Julian Nagelsmann weist Gerüchte über einen Wechsel zum FC Bayern zurück.
Julian Nagelsmann weist die Gerüchte zurück. © dpa
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Laut Sky-Experte Lothar Matthäus steht Bayern-Trainer Hansi Flick vor einem Wechsel zum DFB. Als möglichen Nachfolger bei den Münchenern stehe Julian Nagelsmann auf der Liste, mit dem bereits Gespräche geführt worden sein sollen. Dies bestritt der Bullen-Coach.

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Leipzig. Nach dem Ausscheiden des FC Bayern aus der Champions League, sagte Sky-Experte Lothar Matthäus, dass sich Trainer Hansi Flick in Richtung Nationalmannschaft verabschieden werde und dass die Münchener es auf RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann abgesehen hätten. Sogar von ersten Gesprächen zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem Trainer des Tabellenzweiten wusste der Rekordnationalspieler zu berichten. Dies bestritt der Bullen-Trainer bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Freitag, 20.30 Uhr/DAZN).

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"Nicht soviel hineininterpretieren"

„Es gab und gibt keine Gespräche mit dem FC Bayern München“, sagte Nagelsmann: „Neue Informanten braucht das Land. Ich weiß nicht, woher er die Information hat. Das müsste man Matthäus selbst fragen.“ Weder er noch seine Berater seien mit dem Rekordmeister in Kontakt getreten. "Ich habe hier bis 2023 Vertrag, das ist sicher." Matthäus hatte am Dienstagabend erklärt: „Bayern München hat sich auch schon mit Nagelsmann ein bisschen unterhalten - auch über wirtschaftliche Dinge, so viel man weiß.“

Nagelsmann wies dies mit einem Schmunzeln zurück. Der 33-Jährige betonte, dass er sich auch mit den Leipzigern nicht über einen etwaigen Vereinswechsel ausgetauscht habe: „Da gibt es nichts zu besprechen.“ Er würde zudem auch „niemals einen öffentlichen Kampf anfangen oder irgendetwas über die Medien streuen, um mich aus einen Vertrag herauszuboxen“. Ganz generell stellte er mit Blick auf Fälle wie den des Kollegen Adi Hütter, der zur kommenden Saison von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach wechselt, fest, dass man als Trainer „immer ein bisschen herumeiern“ müsse. Als Statement zu seiner eigenen Situation wollte er diese Aussage aber nicht verstanden wissen.



Zu Flicks Monolog nach dem 1:0-Sieg der Bayern gegen Paris Saint-Germain, der einer Abschiedsrede ähnelte, sagte der Leipziger Chef-Trainer: „In solche Interviews nach dem Spiel sollte man nicht soviel hineininterpretieren, erst recht wenn man ausgeschieden ist. Der Fokus liegt in so einer Situation noch auf dem Spiel und man ist emotional geladen.“ Zu Matthäus' Spekulation, dass Flick zum DFB wechseln würde, gab Nagelsmann keinen Kommentar.