15. Januar 2021 / 14:00 Uhr

RB Leipzigs Nagelsmann vor Wolfsburg-Spiel: „Müssen fußballerisch mehr Qualität bringen“

RB Leipzigs Nagelsmann vor Wolfsburg-Spiel: „Müssen fußballerisch mehr Qualität bringen“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig und Coach Julian Nagelsmann wollen beim VfL Wolfsburg eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.
RB Leipzig und Coach Julian Nagelsmann wollen beim VfL Wolfsburg eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. © Martin Rose/Bongarts/Getty Images
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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Deshalb hat Julian Nagelsmann die Niederlage gegen Borussia Dortmund abgehakt und blickt mit Sieghunger auf den nächsten Gegner VfL Wolfsburg. Dabei bemängelt er, dass seinem Team noch das gewisse Etwas fehlt, um auch gegen Top-Teams erfolgreich zu sein.

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Leipzig. Gerade nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund (1:3) ist es RB-Leipzig-Coach Julian Nagelsmann wichtig, dass seine Mannschaft einen Sieg einfährt. „Wir müssen weiter die Distanz auf die Teams, die hinter uns in der Tabelle stehen, halten.“ Den nächsten Gegner, VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky), bezeichent er als stabil, vor allem nach einer eher holprigen Anfangsphase. „Sie sind eine Mannschaft, die unglaublich schwer zu bespielen ist. Sie haben die meisten intensiven Läufe, die meisten Sprints“, schätzt Leipziges Trainer den Liga-Kontrahenten ein.

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Ein Punkt reicht nicht

Nagelsmann weiß, die Wolfsburger sind ein körperlich starkes Team, zeigen in ihrem Spiel variables Pressing. Zuletzt erkämpften sich die Mannen von Trainer Oliver Glasner ein Unentschieden gegen Union Berlin (2:2), und das obwohl sie beinahe die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl spielen mussten. Maximilian Arnold hatte bereits in der 50. Minute Rot gesehen.

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29. Juli 2011: Magischer Pokalabend in Leipzig: Der damalige Viertligist RB Leipzig ringt in der 1. Runde des DFB-Pokals 2011/12 den Bundesligisten VfL Wolfsburg nieder. Maßgeblich daran beteiligt war dabei Daniel Frahn mit drei Treffern. Zur Galerie
29. Juli 2011: Magischer Pokalabend in Leipzig: Der damalige Viertligist RB Leipzig ringt in der 1. Runde des DFB-Pokals 2011/12 den Bundesligisten VfL Wolfsburg nieder. Maßgeblich daran beteiligt war dabei Daniel Frahn mit drei Treffern. ©

Erschwerend kommt für die Roten Bullen hinzu, dass sie in der Volkswagen Arena antreten müssen. Die Wölfe haben eine gute Quote in ihrem „Wohnzimmer“: fünf Siege und zwei Unentschieden stehen daheim zu Buche. Niederlagen? Keine. Er habe die Wolfsburger die Saison über aber gut im Auge behalten, sagt Nagelsmann. Vor allem die Entwicklung der Mannschaft lobt er. „Die Stabilität des Teams ist ein Indiz dafür, dass Oliver Glasner dort einen Top-Job macht.“ Derzeit rangiert das Team mit 25 Punkten auf Bundesliga-Rang sechs.

Auch wenn RB sechs Zähler mehr auf dem Konto hat, tun sich die Messestädter bis dato schwer, gegen Spitzenteams zu gewinnen, das räumt Nagelsmann selbst ein. Die Niederlage gegen Dortmund ist das jüngste Beispiel. Gegen den FC Bayern (3:3) und Bayer Leverkusen (1:1) reichte es immerhin zu einer Punkteteilung. Eine Vorab-Einigung auf ein Unentschieden zwischen den Samstags-Kontrahenten werde es aber nicht geben, verrät der Bullen-Coach . „So wie ich ihn kennengelernt habe und so wie er mich kennengelernt hat, wissen wir voneinander, dass wir beide gewinnen wollen.“


Genügend Verbesserungspotential

Der RB-Coach erwartet eine entsprechend umkämpfte Partie. „Wolfsburg hat bislang immer auf Sieg gespielt. Auch gegen Dortmund.“ Allerdings waren auch sie gegen den BVB nicht erfolgreich und verloren im Signal Iduna Park mit 0:2. Nagelsmann rechnet mit hungrigen Wölfen. „Aber auch wir werden unser Bestes geben, um den Sieg mitzunehmen.“

Was seine Kicker verbessern müssen, liegt für den Trainer der Roten Bullen klar auf der Hand. „Ich finde, dass wir bei eigenem Ballbesitz stabiler werden und fußballerisch mehr Qualität auf den Platz bringen müssen“, analysiert der 33-Jährige. Als skurril bezeichnet er in diesem Zusammenhang, dass seine Jungs besser unterwegs sind, wenn sie weniger Platz im letzten Drittel haben. In der Regel ist es genau andersherum. „Wie gegen Dortmund in den letzten 25 Minuten. Da waren wir außergewöhnlich gut und sehr stark im Ballbesitz.“ Auch die Ballverlustrate und die Resistenz gegen Druck sprach der Coach an. Dort gebe es ebenfalls Nachholbedarf.