07. Dezember 2019 / 09:03 Uhr

RB Leipzigs Nagelsmann will gegen Ex-Club Hoffenheim keine Geschenke verteilen

RB Leipzigs Nagelsmann will gegen Ex-Club Hoffenheim keine Geschenke verteilen

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Konrad Laimer und RB Leipzig trennten sich im letzten Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim 1:1-Unentschieden. 
Konrad Laimer und RB Leipzig trennten sich im letzten Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim 1:1-Unentschieden.  © GEPA pictures
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Auf RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann wartet am Samstag 15.30 Uhr gegen die TSG 1899 Hoffenheim das Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Trotz aller Sympathien soll für die Roten Bullen der fünfte Liga-Sieg in Folge her.

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Personalsituation

Die Leipziger Personaldecke ist passend zum Hinrunden-Endspurt wieder etwas dicker. Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen haben nach überstandenen Adduktoren-Problemen wieder trainiert und sind bereit für ihre Comebacks. Auch Konrad Laimer hat seine Erkältung überstanden. Ein Fragezeichen steht hinter Dayot Upamecano, der unter der Woche über Kniebeschwerden klagte. Ibrahima Konaté (Hüftbeuger), Willi Orban (Knie) und Kevin Kampl (Sprunggelenk) kommen erst Anfang des Jahres wieder in Frage.

Gegner

Die TSG hat vor der Saison einen Neuanfang über die Bühne gebracht. Für den zu den Roten Bullen abgewanderten Julian Nagelsmann übernahm der ehemalige Co-Trainer Alfred Schreuder, der die auch personell stark veränderte Mannschaft zunächst von Hurra-Fußball zu mehr Kontrolle und defensiver Stabilität brachte. Nach einem durchwachsenen Saisonstart folgte ein beeindruckender Fünf-Siege-Lauf, dem unter anderem Schalke 04 und der FC Bayern zum Opfer fielen. Weil aber zuletzt gegen Düsseldorf und Mainz insgesamt nur ein Punkt raussprang, weiß im Kraichgau niemand so richtig, wo das Team in der Entwicklung eigentlich steht.

Statistik

Zum achten Mal begegnen sich Leipzig und Hoffenheim in einem Plfichtspiel. Die Roten Bullen liegen in der Bilanz leicht vorn. Drei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen stehen zu Buche. Zwei der vergangene drei Duelle konnte RB für sich entscheiden. Beim letzten Aufeinandertreffen im Februart trennten sich die beiden Mannschaft in Leipzig mit 1:1. Andrej Kramaric hatte Hoffenheim früh in Führung gebracht. Willi Orban besorgte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich.

Vorzeichen

Dieser Tage gibt es wenige Bundesliga-Mannschaften, gegen die RB Leipzig nicht zumindest auf Augenhöhe ins Rennen gehen würde. Das ist auch bei den achtplatzierten Hoffenheimern nicht anders. Von klaren Verhältnissen kann vor dem Duell trotz zuletzt beeindruckenden Ergebnissen auf der einen und einer leichten Ergebniskrise auf der anderen Seite aber keine Rede sein. Zumal auch RB sich diese Saison schon den einen oder anderen schwachen Moment geleistet und die TSG unter anderem den Deutschen Rekordmeister überraschend geschlagen hat.

Schiedsrichter

Deniz Aytekin trägt am Samstag zum 13. Mal bei einem Spiel der Roten Bullen die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln. Schlecht lief es unter dem 41-Jährigen für RB bisher nicht. Sieben Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen gab es. Unterstützt wird Aytekin von seinen beiden Assistenten Christian Dietz und Eduard Beitinger. Vierter Offizieller ist Johann Pfeifer. Den Videobeweis verantworten Günter Perl und Michael Emmer.

Fans

Das Heimspiel am Samstag wird nach einer aus Fansicht turbulenten Woche mit großer Spannung erwartet. Rückblick: Anhänger der Roten Bullen hatten beim Auswärtsspiel in Paderborn Bengalische Feuer gezündet. Teile der Anhängerschaft quittierten die Aktion mit harter Kritik, während der Club hart durchgriff und bereits elf vorläufige Hausverbote ausgesprochen hat. Nicht auszuschließen, dass sich Teile der aktiven Fanszene mit den Sanktionierten auch öffentlich solidarisieren.