05. Januar 2019 / 14:30 Uhr

RB Leipzigs neuer Rohdiamant Tyler Adams soll Zeit zum Glänzen bekommen

RB Leipzigs neuer Rohdiamant Tyler Adams soll Zeit zum Glänzen bekommen

Anton Zirk
RB Leipzigs jüngster US-Import Tyler Adams beim Mannschaftstraining.
RB Leipzigs jüngster US-Import Tyler Adams beim Mannschaftstraining. © Sylvio Hoffmann
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Bei RB Leipzig hoffen viele, dass Tyler Adams in der Bundesliga ähnlich erfolgreich ist wie die US-Importe der anderen Bundesligisten. Das Talent habe er, die richtige Mentalität auch. Adams selbst sieht das Leben neben dem Platz als größte Herausforderung.

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"Es gibt ja schon ein paar Beispiele wie Weston McKennie bei Schalke, Christian Pulisic bei Dortmund oder Josh Sargent bei Bremen, die den Weg erfolgreich gemacht haben und ich traue ihm das bei uns auch zu, absolut." RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hat große Hoffnungen, dass Winterneuzugang Tyler Adams einen ähnlich steilen Karriereweg einschlägt wie zuletzt manch anderer US-Import in der Bundesliga.

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RB Leipzigs erstes Training im neuen Jahr Zur Galerie
RB Leipzigs erstes Training im neuen Jahr © Sylvio Hoffmann
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"Unglaubliches Gespür"

Der Chef-Coach sieht die Stärken seines neuesten Rohdiamanten vor allem im Spielverständnis: "Er ist der Vorzeigespieler für die Art, wie wir Fußball spielen und hat ein unglaubliches Gespür für die Situation, wann es sich lohnt auf Balljagd zu gehen, Bälle zu erobern und sich daraus wieder nach vorne einzuschalten." Es ist eine gehörige Portion Vorschusslorbeeren für einen 19-Jährigen, der mit einer Saison-Bilanz von 31 Spielen, null Toren und vier Torvorbereitungen von den New York Red Bulls nach Leipzig kommt.

Kein Knalleffekt

Erst seit drei Tagen ist der junge Amerikaner in der Messestadt. Fitnesstests am Donnerstag, öffentliches Training mit der Mannschaft inklusive herzlichem Empfang der rund 550 Fans am Freitag. Besonders aufgefallen ist der zierliche Allrounder in der ersten knapp eineinhalbstündigen Einheit nur, weil er im Training plötzlich von schwarzen Schuhen auf schneeweiße Exemplare mit Alu-Stollen umschwenkte: "In den USA spielen wir in dieser Jahreszeit nicht. Es war einfach rutschig", erklärte Adams später bei seiner Vorstellung mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Verschmerzbare Startschwierigkeiten. Ralf Rangnick sagte nach dem Training: "Ich glaube, dass es ein Junge ist, der wunderbar den nächsten Schritt bei uns machen kann. Wie lange das dauern wird, wird man sehen."

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Alphonso Davies, Amadou Haidara und Sebastian Rode - nur drei Transfers, die Bundesliga-Klubs in diesem Winter getätigt haben. Der SPORTBUZZER zeigt die Wechsel im Januar. ©

Zweites Training

Zumindest was die Schuhwahl angeht, hat Adams schnell gelernt. Bei der zweiten öffentlichen Einheit am Samstag passten die blauen Treter zu den äußerlichen Bedingungen im Cottaweg. Wieder ließ Rangnick seine Spieler am Ende der Einheit aufeinander los – sechs gegen sechs auf dem Kleinfeld. Adams forderte immer wieder den Ball und ließ schon mal aufblitzen, was sein Trainer unter einem "unglaublichen Gespür für die Situation" versteht. Gepaart mit einem schnellen Antritt im Spiel gegen den Ball einem feinen Fuß beim Abspiel wusste der Neuzugang bereits zu überzeugen. Auch sein erstes Trainingstor – ein präziser Flachschuss aus zentraler Position – konnte Adams verbuchen.

„Bundesliga ist eine andere Dimension"

Das dürfte auch Rangnick gefallen haben. Der Coach hat für die weitere Entwicklung konkrete Pläne: "Es geht darum, dass er sich im Spiel nach vorn weiterentwickelt. Dass er vorbereitet, Tore schießen kann." In diesen Belangen habe Adams bereits in der MLS einiges gezeigt, dennoch sei die Bundesliga andere Dimension: "Das weiß er auch und das kann er auch selber ganz realistisch einschätzen."

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Leben neben dem Platz als Herausforderung

Für den 19-Jährigen liegen mögliche Probleme ohnehin eher abseits des Platzes: "Die größte Herausforderung wird, mich an das hier Leben anzupassen, denn Fußball ist mein Job und was ich am meisten genieße", sagte Adams am Freitag. Der Abschied von der Familie und seinen drei Brüdern sei besonders schwergefallen – im Moment weilt nur sein Vater mit ihm in Leipzig. Auch seine Freundin ist den USA geblieben. Die, so viel hat Adams bereits verraten, ist Enkelin deutscher Großeltern und könne beim Lernen der Sprache helfen. Zum Auftakt am Freitag reichte es schon für ein: "Hallo, ich bin Tyler, ich bin sehr glücklich, in Leipzig zu sein."

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