21. Mai 2021 / 15:05 Uhr

RB Leipzigs OFCs: Skatstadt Bullen lieben und leben den Sport

RB Leipzigs OFCs: Skatstadt Bullen lieben und leben den Sport

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Die Skatstadt Bullen aus Altenburg haben mittlerweile 333 Mitglieder und zwar weit über die Grenzen Altenburgs hinaus.
Die Skatstadt Bullen aus Altenburg haben mittlerweile 333 Mitglieder und zwar weit über die Grenzen Altenburgs hinaus. © privat
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Der SPORTBUZZER stellt in einer Serie die Offiziellen Fanclubs von RB Leipzig vor. In der 15. Folge erzählen Steffen Hurraß und Achim Dathe von den sportlichen Leistungen der Altenburger RB-Fans, von dem normalerweise regen Vereinsleben und die kreativen Lösungen für den guten Zweck während der Pandemie.

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Leipzig/Altenburg. Dass RB Leipzig nicht nur in der Messestadt Fans hat, ist schon mit den Schwabenballisten und den Elsteraue Bullen klar geworden. Unterstützer finden sich auch in Thüringen. Dort, genauer gesagt in Altenburg, sind die Skatstadt Bullen zu Hause. Ein Wohnsitz am Ort ist dennoch keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft. Im Gegenteil: Hier haben sich Fans aus Altenburg, Leipzig aber auch München zusammengefunden. Einige wohnten ursprünglich in der Thüringer Stadt, nahmen ihre Fanclub-Zugehörigkeit beim Wegzug einfach mit. 333 Mitglieder zählen die Skatstadt Bullen inzwischen. Die Schnapszahl ist tatsächlich erst vor Kurzem zustande gekommen.

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Skatturnier und Marathon sind Programm

Da der Name natürlich Programm ist, organisiert der Fanclub regelmäßig ein eigenes Skatturnier. „Das ist mittlerweile über die Altenburger Grenzen hinaus bekannt“, sagt Steffen Hurraß, Vorsitzender des OFC. „Wir veranstalten das jedes Jahr. Es ist das größte Skatturnier im Altenburger Land mit 240 Spielern“, erklärt Achim Dathe, stellvertretender Vorsitzender, weiter. „Es hat überregionale Wirkung, weil auch Mitglieder aus anderen Fanclubs eingeladen sind.“

Zusammen mit anderen Fanclubs von RB Leipzig nehmen die Skatstadt Bullen am Skatstadt-Marathon teil.
Zusammen mit anderen Fanclubs von RB Leipzig nehmen die Skatstadt Bullen am Skatstadt-Marathon teil. © privat

Es ist nicht das einzige große Event, an dem sich der Fanclub beteiligt. „Wir haben in Altenburg ja auch den Skatstadt-Marathon“, sagt Hurraß. „Da haben wir auch die anderen RB-Fanclubs mobil gemacht. Denn beim Marathon gibt es die so genannte Team-Wertung. Die Erstplatzierten erhalten eine finanzielle Zuwendung“, erklärt der Vorsitzende. Bei der Wertung gehe es in erster Linie darum, so viele Läufer wie nur möglich an den Start zu bringen. Deshalb haben sich die Skatstadt Bullen dazu entschieden, gemeinsam mit anderen RB-Anhängern anzutreten. „Wir haben das Team ‚Fanclubs RB Leipzigʻ genannt. Wir haben zweimal den dritten Platz belegt“, erinnert sich Dathe. 2020 gab es allerdings nur eine virtuelle Wertung und nicht die so beliebte Großveranstaltung.



Hoffen auf Mintzlaff

Wie die Profis des Bundesligisten haben auch die Skatstadt Bullen sportliche Ambitionen. „Wir wollten einen besseren Platz erreichen, um eine höhere finanzielle Zuwendung zu bekommen. Die spenden wir dann an diverse Institutionen und Organisationen, die sich darüber natürlich sehr freuen.“ Für den Marathon legt sich der OFC nicht nur sportlich ins Zeug, sondern auch optisch. „Wir haben jedes Jahr besondere Trikots dafür anfertigen lassen“, sagt Hurraß. „Auf denen stand hinten auch der Teamname ‚Fanclubs RB Leipzigʻ drauf.“

Fast hätten sie in der Vergangenheit einen prominenten Gast in ihren Reihen gehabt. „Oliver Mintzlaff ist ja Langstreckenläufer. Deshalb haben wir ihn angesprochen, ob er nicht mal bei uns mitmachen will“, so Dathe. „Damals sind sie aber das erste Mal in die Champions League gekommen, da war der Zeitpunkt ungünstig für ihn.“ Dass die Anfrage tatsächlich bis zum Geschäftsführer und Vorstandschef durchgedrungen ist, habe die Skatstadt Bullen stolz gemacht. „Und aufgeschoben ist ja nicht aufgeschoben. Deshalb bin ich mir sicher, dass es irgendwann klappen wird“, hofft der Vorsitzende.

Auch aktiv am Ball

Die Anhänger aus dem Osterland sind aber nicht nur engagierte Läufer, sondern als OFC eines Fußball-Bundesligisten auch auf dem Rasen aktiv. „Wir haben Mitglieder, die sich jeden Donnerstag zum Training treffen. Die RB-Fanclubs organisieren ja in Leipzig auch ein Fußballturnier. Daran haben wir mehrmals teilgenommen und treten auch hier in und um Altenburg bei kleinen Turnieren als Skatstadt Bullen an“, erzählt Dathe.

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In den vergangenen Monaten hatte der Altenburger Fanclub allerdings nicht viele Möglichkeiten, gemeinsam Schönes zu erleben. „Das Vereinsleben, wie es unsere Mitglieder kannten, ist abrupt zum Stillstand gekommen“, sagt Hurraß. Das ist für die Skatstädter eigentlich ein ungewöhnlicher Zustand. „Wir hatten eigentlich monatlich Aktivitäten, die natürlich ins Wasser gefallen sind. Darunter auch eine Vorstandswahl. Die Mitglieder vermissen die regelmäßigen Treffen, angefangen bei den Stammtischen, über Auswärtsfahrten bis hin zu gemeinsamen Ausflügen.“ Auch die großen Events musste der Fanclub sausen lassen. Denn in einem normalen Jahr gibt es bei den Skatstadt Bullen neben vier Mitgliederversammlungen ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier und mehr, „wie beispielsweise vor Corona eine Paddeltour“, sagt Dathe.

Dass sie sich nicht treffen können heißt für die Altenburger Bullen-Fans aber nicht, dass sie sich nicht weiterhin sozial engagieren. Dafür mussten sie in der Pandemie in die kreative Trickkiste greifen. „Zuletzt haben wir eine virtuelle Auswärtsfahrt gemacht“, sagt Hurraß. „Wir haben das Geld, was unsere Mitglieder für die Fahrt gezahlt hätten, einem Kindergarten gespendet.“