13. Dezember 2019 / 13:18 Uhr

RB Leipzigs Oliver Mintzlaff: "Ich kann mir keinen anderen Arbeitgeber vorstellen"

RB Leipzigs Oliver Mintzlaff: "Ich kann mir keinen anderen Arbeitgeber vorstellen"

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Oliver Mintzlaff.
Oliver Mintzlaff. © dpa
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Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2024 für Planungssicherheit bei RB Leipzig gesorgt. Den Club will der 44-Jährige weiter auf der Überholspur halten.

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Leipzig. "Ich kann mir keinen anderen Arbeitgeber vorstellen", Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat kurz nach der Bekanntgabe seiner Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2024 ein weiteres Treuebekenntnis zu RB Leipzig gegeben. Am Freitagmittag sprach der 44-Jährige Geschäftsführer über seine Aufgaben für die Zukunft: "Wir sind ein extrem schnell wachsender Verein und haben viele Themen vor der Brust. Da sind unter anderem der Stadionausbau und die Geschäftsstelle. Wir denken auch weiter über ein Reha-Zentrum nach."

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Blick zurück: Der Bau des Leipziger Zentralstadions

Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. Zur Galerie
Am 15. April 1955 begannen die Bauarbeiten, am 4. August 1956 wurde es eröffnet. Das Zentralstadion in Leipzig wurde auch als Stadion der Hunderttausend bekannt. Bis zu seinem Abriss im Jahr 2000 sah es zahlreiche hochklassige Fußballpartien und Sportveranstaltungen. © LVZ Archiv

Auch die Struktur innerhalb des Vereins soll den gestiegenen Anforderungen angepasst werden. So kündigte Mintzlaff Umstrukturierungen im Management-Bereich an: Die Führungsebene solle demnach 2020 um mehrere Personen erweitert werden. Vor allem im Finanzbereich würden auf RB große Herausforderungen warten, denen personell Rechnung getragen wird: "Wir sind ein Verein, der mittelfristig 300 Millionen Euro Jahresumsatz anstrebt. Das ist eine ordentliche Größe und braucht eine starke Finanzabteilung."

Mintzlaff will familienfreundliche Atmosphäre

Parallel gelte es, das erarbeitete Image zu konservieren: "Wir wollen ein nahbarer Club bleiben. Wir wollen Tür und Tor öffnen, für alle, die unseren Weg mitgehen möchten. Wir wollen im Stadion weiterhin eine friedliche und familienfreundliche Atmosphäre. Das zeichnet uns aus. Das beeindruckt auch andere Vereine.“ Pläne, die Mitgliederstruktur entscheidend zu verändern, gebe es derweil nicht: „Wir haben da einen anderen Ansatz als andere Vereine."

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Besonders erfreut zeigte sich Mintzlaff über die wiedererstarkten Zuschauerzahlen in der Red-Bull-Arena. Um das Stadion-Erlebnis weiter zu verbessern, werde am Ausbau des ehemaligen Zentralstadions gearbeitet. So stehe als nächstes der Walldurchbruch auf dem Plan, der den Zugang zu den Spielen deutlich erleichtern soll. Auch 2020 sei eine große Bauphase geplant. Spätestens 2021 soll dann auch mit dem Bau der neuen Geschäftsstelle begonnen werden – wo genau, stehe jedoch noch in den Sternen.


Jedes Jahr Champions League

Aus sportlicher Sicht sind die Ansprüche beim Bullen-Geschäftsführer ebenfalls nicht gesunken: "Wir haben den Anspruch, uns jedes Jahr für die Champions League zu qualifizieren." Dabei soll im Kader weiterhin das von Ralf Rangnick eingeführte Prinzip "jung, talentiert, hungrig" erhalten bleiben. Dennoch seien Ausnahmen nicht ausgeschlossen: "Es wird aber immer mal einen Spieler geben, der ein bisschen älter als 23 ist, wenn Trainer, Sportdirektor und Scouts der Überzeugung sind, dass er zu uns passt.“ Seit 2016 ist der früherer professionelle Langstrecken-Läufer Mintzlaff alleiniger Geschäftsführer der Rasenballsport Leipzig GmbH.