17. Februar 2020 / 13:59 Uhr

RB Leipzigs Péter Gulácsi im Kicker-Interview: "Ich möchte Titel holen"

RB Leipzigs Péter Gulácsi im Kicker-Interview: "Ich möchte Titel holen"

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Am Mittwoch geht es für RB-Keeper Péter Gulácsi das erste Mal seit 2013 zu einem Pflichtspiel zurück auf die Britische Insel.
Am Mittwoch geht es für RB-Keeper Péter Gulácsi das erste Mal seit 2013 zu einem Pflichtspiel zurück auf die Britische Insel. © GEPA pictures
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RB Leipzigs Torwart Péter Gulácsi spricht mit dem kicker über die Champions League und Leipzigs Titelambitionen.

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Leipzig. In der Fußball-Bundesliga hielt RB-Torwart Péter Gulácsi zuletzt zwei Spiele hintereinander die Null. Am Mittwoch in London beim Champions-League-Achtelfinale gegen Tottenham Hotspur wird sich der 1,90 große Ungar wohl kaum geringere Ziele gesteckt haben, eine weiße Weste wäre jedoch keineswegs eine Selbstverständlichkeit für RB Leipzig auf dem internationalen Parkett. Gulácsi spielte jedes der zwölf CL-Spiele der Leipziger Historie und blieb dabei nur einmal ohne Gegentor. „Es ist ein großes Spiel für beide“, freut sich Ungarns „Fußballer des Jahres“ in einem Interview mit dem kicker auf das Hinspiel. Entscheidend sei für ihn, dass „Mut, Persönlichkeit und Emotionen mindestens auf das gleiche Level kommen wie gegen Bayern München".

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DURCHKLICKEN: Peter Gulacsi bei RB Leipzig

Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  Zur Galerie
Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  ©

Ein anderer Vorteil für die Sachsen könnte für Gulácsi der erhöhte Druck auf Seiten der „Spurs“ sein. „Wir müssen die Saison nicht auf diese Weise retten“, meint der 29-jährige Schlussmann. Am Dienstag reisen die Männer von Julian Nagelsmann ins britische Königreich, Gulácsi kehrt damit nach seinen Stationen beim FC Liverpool, Hereford United, Tranmere Rovers und Hull City am Anfang seiner Karriere zurück auf die Insel. „Es ist mein erstes Pflichtspiel in England seit meinem Wechsel zu Salzburg.“ 2007 wechselte er als 17-Jähriger in die Jugend vom FC Liverpool, konnte sich im Mutterland des Fußball jedoch nicht durchsetzen und flüchtete in die Red-Bull-Welt. „Es war nicht einfach“, erinnert er sich und zieht dennoch ein positives Fazit: „Ohne diese Erfahrungen würde ich heute hier nicht sitzen.“

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Im Titelkampf der Fußball-Bundesliga hält der Leipziger Torhüter weiter alles für möglich. „Wir haben seit der Winterpause zu wenige Punkte geholt, müssen erst wieder in einen Lauf finden. Aber solange es da oben greifbar ist, kämpfen wir darum“, verspricht er. In der Tabelle liegt der FC Bayern München mit 46 Punkten einen Zähler vor RB (45). „Ich werde im Mai 30, ich möchte schon noch etwas gewinnen und Titel holen.“ In der Zukunft kann er sich noch viele Jahre als Profi-Torwart vorstellen: „Es gibt Torhüter, die bis 36, 37 Jahre auf allerhöchstem Niveau spielen können. Ich hoffe, ich bin einer davon.“