04. März 2021 / 12:04 Uhr

RB Leipzigs skandinavischer Sturm: Bei Poulsen und Sörloth stimmt die Synergie

RB Leipzigs skandinavischer Sturm: Bei Poulsen und Sörloth stimmt die Synergie

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 03.03.2021, Red Bull Arena, Fussball, DFB Pokal, Viertelfinale , RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg ,  
Tor für Leipzig zum 1:0. Im Bild von links; Alexander Sörloth / Soerloth (19, RB Leipzig) und Torschütze Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig), Torjubel. , 
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Das passt: RB Leipzigs skandinavische Sturmspitze aus Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth funktioniert außerordentlich gut! © Getty Images
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Vier Spiele, fünf Tore, ein Assist: Im DFB-Pokal hat kein anderer Roter Bulle so viele Punkte wie Yussuf Poulsen. Sein Tor zur 1:0-Führung gegen den VfL Wolfsburg leitete den Einzug ins Halbfinale ein. Und zeigte vor allem, dass die Zusammenarbeit mit Alexander Sörloth ganz hervorragend klappt.

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Leipzig. Es war ein Auf und Ab, das Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg. Erst kam RB Leipzig gut ins Spiel, dann verloren sie den Faden etwas. Vor allem kamen sie aber nicht an Wolfsburg-Keeper Koen Casteels vorbei. Zumindest bis zur zweiten Halbzeit. Und auch nach dem Wiederanpfiff dauerte es etwa 20 Minuten bis das Netz des VfL-Torwarts endlich zappelte.

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Poulsen ist RB Leipzigs Top-Scorer im Pokal

In der 63. Minute bediente der gerade eingewechselte Alexander Sörloth mustergültig Yussuf Poulsen. Der Däne schüttelte Xaver Schlager und Maxence Lacroix ab und schoss an Casteels vorbei ins Tor. Der Torhüter legte zwar einen eleganten Spagat hin, hatte aber keine Chance den Führungstreffer der Roten Bullen zu verhindern. Damit schoss sich Poulsen an die Spitze der Scorerliste im DFB-Pokal. Mit seinen fünf Toren und einem Assist teilt er sich Platz eins mit Dortmunds Jadon Sancho (4 Tore, 2 Vorlagen) teilt.

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Halbfinale!!! RB Leipzig zieht nach einem 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Zur Galerie
Halbfinale!!! RB Leipzig zieht nach einem 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. ©

Der „Man of the Match“ stand im Pokalspiel etwas tiefer als üblich, aber ähnlich wie in der Bundesligapartie gegen Borussia Mönchengladbach (3:2). Trainer Julian Nagelsmann erklärte nach dem Spiel die Positionierung, die seiner Ansicht nach zwar nicht der Schlüssel zum Sieg, aber auch "nicht ganz schlecht" gewesen sei: „Er hat defensiv taktisch ein unglaubliches Gespür und ist extrem fleißig. Es hat viel mit der Defensivarbeit zu tun, die er da verrichten muss, darf, soll. Er hat eine gute Kontrolle und macht es insgesamt sehr gut.“ Lob gab es vom Coach aber nicht nur für Poulsens Rückwärtsbewegung und seine Ballsicherheit. „Er hat wieder sehr viel gearbeitet, eine sehr gute Leistung gebracht.“

In jeder Pokalrunde getroffen

Der Däne schmunzelte nach dem Spiel: „Die Partie war genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte: hartes Spiel. Es gab viele Zweikämpfe, viel Laufarbeit zu leisten. Am Ende gehen wir verdient als Sieger vom Platz. Wir haben wieder ein Topspiel abgeliefert.“ Der DFB-Pokal scheint genau sein Wettbewerb zu sein. In jeder Runde hat der 26-Jährige bislang getroffen, im Achtelfinale gegen den VfL Bochum sogar doppelt. Nach Abpfiff am Mittwoch versäumte zeigte er sich aber auch selbstkritisch: „Ich hätte eigentlich schon früher ein Tor machen können, hat aber leider nicht geklappt. Bei der zweiten Chance habe ich ihn reingemacht.“

Poulsens Position war nicht die einzige Parallele zum Sieg gegen Gladbach. Wie auch beim 3:2 war es die Einwechslung eines gewissen Alexander Sörloth, die dem Spiel einen völlig neuen und vor allem den entscheidenden Impuls gab. Der Trainer brachte den Norweger in der 61. Minute. Keine zwei Minuten später bereitete dieser den Führungstreffer für seinen skandinavischen Kollegen vor. "Ich hatte auf die vergangenen Spielen etwas Einfluss, hoffentlich kann ich das weiter mitnehmen und gut spielen", sagte der "King of the North" nach dem Abpfiff. Während er ins Mikrofon sprach, schlenderte Nagelsmann vorbei, klopfte Sörloth anerkennend auf die Schulter. Der strahlte. „Es macht mich sehr glücklich. Schließlich ist das, was sich ein Stürmer wünscht – an Toren beteiligt zu sein.“

Sein durch die lange Durststrecke ein wenig in Mitleidenschaft gezogenes Selbstvertrauen, komme mit den jüngsten Toren und den Vorlagen allmählich wieder zurück, er fühle eine gute Verbindung zum Team und er spüre das Vertrauen des Coaches. „Das ist mir sehr wichtig und ich hoffe, ich kann das beibehalten.“ Vor allem stimmt aber die Zusammenarbeit der beiden „Jungs aus dem Norden“. "Yussuf Poulsen ist ein sehr guter Spieler und kann tolle Tore schießen. Wir reden sehr oft über Fußball vor den Spielen. Außerdem hatten wir im letzten Spiel eine richtig gute Verbindung. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass die Stürmer untereinander gut kommunizieren. Ich weiß, wie er spielen will und er weiß, wie ich spielen will.“

Der Angesprochene gab das Kompliment umgehend zurück. "Alexander ist wieder reingekommen und hat den Unterschied ausgemacht", so Poulsen. "Auch beim zweiten Tor hatte er eine entscheidende Rolle."