25. März 2021 / 11:32 Uhr

RB Leipzigs Stürmer Sörloth verteidigt Norwegens Katar-Protest

RB Leipzigs Stürmer Sörloth verteidigt Norwegens Katar-Protest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erling Haaland und Alexander Sörloth mit Botschaften auf den T-Shirts beim QUalifikationsspiel von Norwegen gegen Gibraltar.
RB Leipzigs Stürmer Alexander Sörloth (r.), Dormunds Erling Haaland und der Rest des norwegischen Nationalteams senden eine klare Botschaft an das WM-Gastgeberland Katar. © imago images/Bildbyran
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Die norwegische Nationalmannschaft rund um RB Leipzigs Stürmer Alexander Sörloth sendete mittels beschrifteter T-Shirts eine Botschaft an das WM-Gastgeberland Katar, um auf die über 6500 gestorbenen Gastarbeiter hinzuweisen und sich gegen Ausbeutung stark zu machen.

Leipzig. Alexander Sörloth von Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat den Protest der norwegischen Nationalmannschaft gegen WM-Gastgeber Katar verteidigt. „Wir hatten ein langes Meeting, in dem wir alle Fragen stellen konnten. Wir waren uns alle zu 100 Prozent einig, eine Botschaft senden zu wollen“, sagte der Stürmer nach dem 3:0 in Gibraltar. Spieler und Trainer Stale Solbakken hatten vor dem Spiel T-Shirts mit der Aufschrift „Respect - On and off the pitch“ (Respekt - auf und neben dem Platz) getragen und bei der Hymne ähnliche Shirts mit dem Schriftzug „Human rights - On and off the pitch“ (Menschenrechte - auf und neben dem Platz) an.

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Die Debatte über die umstrittene WM-Vergabe nach Katar läuft seit Wochen in Norwegen. Ende Februar hatte eine Reihe von norwegischen Erstliga-Clubs das Nationalteam aufgerufen, die WM im Fall einer Qualifikation zu boykottieren. Der norwegische Fußballverband hält am 20. Juni eine Sonderversammlung zur Frage eines WM-Boykotts ab.

Die WM 2022 war 2010 an das reiche Emirat vergeben worden. Das Land steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Nach Recherchen des „Guardian“ sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6.500 Gastarbeiter aus fünf asiatischen Ländern gestorben. Katars Regierung erklärt hingegen, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe. Auch Menschenrechtler räumen Fortschritte ein, mahnen aber, die Reformen würden unzureichend umgesetzt.

Semmler, dpa