05. Dezember 2019 / 13:45 Uhr

RB Leipzigs Trainer Nagelsman vor "besonderem Spiel" gegen Ex-Club Hoffenheim

RB Leipzigs Trainer Nagelsman vor "besonderem Spiel" gegen Ex-Club Hoffenheim

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - NOVEMBER 23: Julian Nagelsmann head coach of RB Leipzig looks on prior to the Bundesliga match between RB Leipzig and 1. FC Koeln at Red Bull Arena on November 23, 2019 in Leipzig, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
Julian Nagelsmann trifft am Samstag in der Red Bull Arena auf seinen Ex-Verein. © Getty Images
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Wenn RB Leipzig am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim spielt, wartet auf Trainer Julian Nagelsmann ein besonderes Duell. Der 32-Jährige ist erst im Sommer aus dem Kraichgau an die Pleiße gewechselt.

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Bei der TSG 1899 Hoffenheim reifte Julian Nagelsmann binnen neun Jahren von einem talentierten Nachwuchs-Coach zu einem der begehrtesten Trainer im Fußballgeschäft. Klar, dass es für den 32-Jährigen am Samstag (15.30 Uhr) in der Red-Bull-Arena kein normales Duell wird, wenn er mit RB Leipzig auf seinen alten Club trifft. "Das ist ein besonderes Spiel. Das ist auch normal, wenn man neun Jahre bei einem Verein war und das erste Mal gegen selbigen spielt. Ich freue mich, viele wiederzusehen", sagte der Coach Donnerstagmittag während einer Pressekonferenz im Trainingszentrum am Cottaweg.

Aus sportlicher Sicht gebe es für ihn vor dem Aufeinandertreffen aber keine großen Unterschiede im Vergleich zu anderen Gegnern: "Die Vorbereitung war nicht anders. Der Ertrag wird hoffentlich auch kein anderer sein als zuletzt. Mehr Punkte gibt es ja auf keinen Fall. Alle Rahmenbedinungen sind normal. Wenn es losgeht, will ich gewinnen und die drei Punkte bei uns behalten."

DURCHKLICKEN: Das 1:1 zwischen RB und Hoffenheim im Februar 2019

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RB Leipzig - TSG Hoffenheim (1:1) ©

Vorsichtigeres Hoffenheim?

In der Ausrichtung erwartet er seinen Ex-Verein derweil unter dem neuen Coach Alfred Schreuder – beide haben auch schon zusammengearbeitet – leicht verändert: "Ich habe einige Spiele gesehen. Sie fahren defensiv weniger Risiko. Das Offensivspiel ist ein bisschen kontrollierter. Sie haben deshalb hinten mehr Stabilität oder einfach weniger Raum und mehr Spieler hinter dem Ball. Sie verteidigen auch nicht mehr so hoch. Ob das eine große Entwicklung ist, weiß nicht. Das ist einfach ein Trainer-Gusto."

Dass er einen Großteil der Hoffenheimer Mannschaft kennt, sieht Nagelsmann nur bedingt als Vorteil: "Ich weiß um ihre großen Stärken und kenne auch die wenigen Schwächen. Andersherum ist es aber auch so. Die Spieler wissen, mit was für Situationen, wir in den letzten Jahren Probleme hatten und mit welchen nicht. Am Ende ist es ein altbekanntes Nullsummenspiel, auch wenn ich weiß, was dem ein oder anderen Spieler weniger gefällt."

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Halstenberg und Poulsen zurück

Bei seinem neuen Verein kann der RB-Coach derweil wieder auf Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen zurückgreifen. Der deutsche und der dänische Nationalspieler haben nach überstandenen Addkutorenproblemen mit der Mannschaft trainiert und sind eine Option für Hoffenheim. Das gilt theortisch auch für Tyler Adams und Hannes Wolf, die nach langen Ausfallzeiten auf ein Comeback brennen dürften.

Jedoch kündigte ihr Coach an, dass die beiden nur in den Kader rücken würden, wenn durch weitere Verletzungen ein Platz freiwerden wird. Ein Fragezeichen steht zum Beispiel hinter Dayot Upamecano. Der Innenverteidiger hatte unter der Woche über Kniebeschwerden geklagt und wird am Donnerstagnachmittag statt eines kompletten Trainings nur eine Laufeinheit absolvieren. Nagelsmann will abwarten, ob er den jungen Franzosen gegen den Tabellen-Achten bringen kann.

Trio fällt aus

Definitiv ausfallen werden die längerfristig verletzten Ibrahima Konaté, Willi Orban und Kevin Kampl. Das Trio wird erst zum Rückrunden-Trainingsauftakt am 6. Januar zurückerwartt.