29. Mai 2020 / 14:27 Uhr

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann konkretisiert Kritik am „beschissenen“ Spielplan

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann konkretisiert Kritik am „beschissenen“ Spielplan

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig Trainer Julian Nagelsmann regte sich nach Abpfiff des Spiels gegen Hertha BSC Berlin (2:2) über den beschissenen Spielplan auf.
RB Leipzig Trainer Julian Nagelsmann regte sich nach Abpfiff des Spiels gegen Hertha BSC Berlin (2:2) über den "beschissenen" Spielplan auf. © GEPA pictures
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Zwei Tage nach seiner Kritik am Spielplan von RB Leipzig hat Trainer Julian Nagelsmann seine Äußerungen eingeordnet. Auf der Presskonferenz vor dem Montagsspiel beim 1. FC Köln bemängelte der 32-Jährige insbesondere die Ansetzungen nach den Vorrundenpartien der Champions League. Den eng getakteten Spielplan der DFL nach der Corona-Pause habe er dagegen mit seiner Kritik Mittwoch nicht gemeint.

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Nach dem 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC am Mittwoch war Julian Nagelsmann sichtlich bedient. Neben dem mangelhaften Abwehrverhalten seiner Mannschaft bei Standardsituationen ("Wie eine Schülermannschaft") hatte der 32-Jährige die Spielansetzung der DFL kritisiert. Der Coach des Tabellendritten bemängelte, dass die Berliner nach ihrem Freitagsspiel gegen Union vier Tage zur Regeneration besaßen, während Leipzig noch am Sonntag in Mainz aufs Feld musste. „Es ist zum wiederholten Mal, dass wir einen richtig beschissenen Spielplan kriegen. Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aber ist halt so“, erklärte er nach Schlusspfiff entnervt. Was genau er an früheren Ansetzungen bemängelte, verriet Nagelsmann allerdings nicht im Detail.

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„Verstehe ich nach wie vor nicht“

Nun hat der Fußball-Lehrer seine Kritik konkretisiert. Er habe nicht den kompletten Bundesliga-Spielplan nach der Corona-Pause mit zwei Englischen Wochen gemeint. „Mir geht es nicht um die generell enge Taktung. Ich spiele gern alle drei Tage. Ich habe damit kein Problem, meine Spieler auch nicht“, sagte Nagelsmann. Von der Champions League sei man diesen Rhythmus ohnehin gewohnt. Ihm war allein die konkrete Ansetzung gegen den Hauptstadt-Club und die ungleich lange Spielpause ein Dorn im Auge. „Das verstehe ich nach wie vor nicht ganz.“

Bayern München mit sechs Heimspielen nach Gruppenphasen-Duellen

An anderer Stelle konkretisierte Nagelsmann seine Kritik ebenfalls. „Wir hatten einfach insgesamt dieses Jahr in der Terminierung nicht immer den besten Spielplan. Dass darf ich auch mal offen ansprechen, dass wir nach jedem Champions-League-Spiel in der Gruppenphase ein Auswärtsspiel haben. Da gibt es andere Champions-League-Teilnehmer, die hatten es anders.“

Während es Borussia Dortmund mit sechs Bundesliga-Auswärtspartien nach den Vorrundenspielen der Königsklasse genau so ging wie RBL, kam Bayern München nach jedem seiner Einsätze in der Gruppenphase in den Genuss eines Heimspiels. Bei Bayer Leverkusen war die Anzahl von Heim- und Auswärtspartien identisch.

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Die Terminierung der Bundesliga-Spieltage durch die DFL erfolgt erst, wenn feststeht, welcher Club an welchem Termin international spielt. Vorgaben von Kommunen und Sicherheitsorganen sowie Feiertage, parallele Großveranstaltungen und Wünsche von Clubs fließen in die Planung ebenfalls ein.