10. April 2021 / 08:31 Uhr

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann vor Gastspiel bei Werder: „Bremen ist emotionales Pflaster“

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann vor Gastspiel bei Werder: „Bremen ist emotionales Pflaster“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann und Werder-Bremen-Coach Florian Kohfeldt: Zwei emotionale Typen am Spielfeldrand.
RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann und Werder-Bremen-Coach Florian Kohfeldt: Zwei emotionale Typen am Spielfeldrand. © Getty Images
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Keine Zeit für Experimente in der Liga: RB Leipzig und Trainer Julian Nagelsmann wollen die Saison als erfolgreichste in der Vereinsgeschichte abschließen. Dafür müssen sie nach dem verlorenen Spitzenspiel gegen Bayern wieder punkten.

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Leipzig. Es ist fast schon die Generalprobe fürs DFB-Pokal-Halbfinale: Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gastiert RB Leipzig beim SV Werder Bremen. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern wollen die Roten Bullen wieder drei Punkte holen. Deshalb gebe es keine Zeit für Experimente, sagte Trainer Julian Nagelsmann vor der Auswärtspartie im Weser-Stadion. Es ergebe keinen Sinn, die Saison zu verschenken, so der Coach. Nach 27 Spieltagen standen bislang noch nie 57 Punkte auf dem Konto. :Seine Mannschaft spielt aktuell ihre beste Saison - und als solche wollen sie sie auch abschließen.

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RB Leipzigs gute Bilanz gegen Werder

Beim zehnten Aufeinandertreffen mit den Norddeutschen will RB den siebten Sieg holen. Von den bisherigen Partien haben die Leipziger nur zwei verloren, eine ging Unentschieden aus. Die letzten drei Begegnungen gingen alle ohne Gegentor an RBL, eine davon im Weser-Stadion, die anderen beiden in der Red Bull Arena. Dass es im „Wohnzimmer“ der Grün-Weißen aber anspruchsvoll wird, weiß auch Trainer Nagelsmann. „Bremen ist ein emotionales Pflaster, auch wenn da keine Zuschauer sind. Sie waren der erste Club, der zu Corona-Zeiten jemanden auf der Tribüne hatte, der auf Metallboxen herumgeklopft hat.“

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Souveräner Auftritt von RB Leipzig: Die Messestädter bezwangen nach einer kraftraubenden Woche den SV Werder Bremen mit 2:0. Zur Galerie
Souveräner Auftritt von RB Leipzig: Die Messestädter bezwangen nach einer kraftraubenden Woche den SV Werder Bremen mit 2:0. ©

Das dort nicht nur die Fans für Emotionen sorgen, ist dieses Jahr schon mehrfach aufgefallen: „Es gab auch schon die eine oder die andere Konfrontation dieses Jahr mit anderen Teams“, sagte der Bullen-Coach und deutete damit den Zoff zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt Ende Februar an. „Ich habe damit kein Problem, weil ich selbst ein emotionaler Typ und wir ein emotionales Trainerteam sind, die auch immer mitgehen und wo es auch nicht immer ganz leise ist“, gab er noch anschließend zu.

Der Leipziger Trainer wusste vor dem Spiel aber nicht, was er spielerisch vom Gegner zu erwarten hat. „Sie haben zuletzt mit einer Viererkette gespielt, davor aber oft mit einer Dreierkette. Wir wissen also nicht zu 100 Prozent, was sie machen. Auch sie variieren immer wieder. Sie verteidigen kompakt, stehen oft sehr tief und lassen nicht allzu viel zu.“ Den heißen Tanz will er aber dennoch gewinnen. „Wir versuchen ein gutes Spiel zu machen und sind auch gut vorbereitet, denke ich.“

Personalsorgen in der Abwehr

Im Hinblick auf das Hinspiel (2:0) wolle der Trainer einige Dinge anpassen, denn als überragend konnte er die Partie im Dezember nicht bezeichnen. „Wir haben aber trotzdem verdient gewonnen und hatten einige Situationen, in denen wir Glück hatten.“ Dabei fehlen ihm vor allem hinten einige wichtige Akteure: Nordi Mukiele und Dayot Upamecano müssen ihre Gelbsperren aussitzen. Und auch Angelino sei für einen Einsatz noch nicht fit. Glücklicherweise kommt Marcel Halstenberg zurück.

Auch im Angriff, wo es bei den Roten Bullen ja eigentlich immer mit der Chancenverwertung hapert, wird ein entscheidender Knipser nicht dabei sein. Yussuf Poulsen muss seine Verletzung aus dem Bayern-Spiel noch auskurieren. Deshalb will Trainer Julian Nagelsmann Alexander Sørloth starten lassen. Der Norweger, den das Torglück bei RB bisher nicht ganz so sehr verfolgt, wie bei seinem ehemaligen Club Trabzonspor, habe aber in der vergangenen Woche nach seinem Einsatz bei seiner Nationalmannschaft sehr gut trainiert.