09. Dezember 2018 / 22:00 Uhr

RB Leipzigs Trainer Rangnick und Stürmer Timo Werner bei Spenden-Gala

RB Leipzigs Trainer Rangnick und Stürmer Timo Werner bei Spenden-Gala

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Timo Werner am Telefon bei der Spendengala „Ein Herz für Kinder“
RB Leipzigs Timo Werner am Telefon bei der Spendengala „Ein Herz für Kinder“ © dpa
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RB-Leipzig-Stürmer Yussuf Poulsen macht beim Sport1-Doppelpass eine gute Figur.

Berlin. Nach dem Spiel wurden Ralf Rangnick, 60, und Timo Werner, 22, zum Flughafen Lahr chauffiert, bestiegen einen Privatjet nach Berlin. Nein, es ging nicht ins Borchardt am Gendarmenmarkt zur Vertragsverlängerung zwischen RB Rangnick und dem Nationalspieler. Das Duo gehörte vielmehr zu jenen Promis, die bei der ZDF-Spenden-Gala „Ein Herz für Kinder“ Anrufe entgegen nahmen, Geld sammelten.

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Am Ende des Tages wussten Rangnick und Werner, dass ihr Tun gut und wichtig war. Knapp 18,5 Millionen Euro spülte die Gala aufs Konto. 500 000 Euro davon stammten aus der sommerlichen Golf-Charity-Veranstaltung des Leipziger Immobilien-Unternehmers Steffen Göpel. Der 53-Jährige und RB Leipzig machen seit der 2018er-Charity golf- und spendentechnisch gemeinsame Sache. Gewissermaßen „hole in one“. Ins Borchardt ging es übrigens nach Mitternacht auch noch. Moderator Johannes Baptist Kerner feierte seinen 54. Geburtstag. Mit Göpel, ohne Rangnick und Werner.

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Werners Sturmkollege Yussuf Poulsen, 24, flog von Basel nach München, wo er gestern beim Sport1-Doppelpass einen formidablen Auftritt hinlegte. Headline des RB-Blocks: „Warum läuft der Rasenball nur zuhause rund, Herr Poulsen?“ Der Däne eierte nicht herum. „Keiner von uns kam an sein höchstes Niveau – wir haben keinen einzigen zweiten Ball gewonnen – ich muss den Konter vorm 0:1 unterbrechen – der Platz war klein, alles war eng, wir hatten keine Tiefe im Spiel – wir haben in Berlin und Hoffenheim super und in Freiburg sehr schlecht gespielt – mit 90 Prozent können wir nicht in Freiburg gewinnen.“ Via Einspieler kam Bayern-Star Joshua Kimmich zu Wort, erinnerte sich an die Wohngemeinschaft Kimmich/Poulsen. „Yussi hat Lebensfreude in die Bude gebracht. Er hat gerne lange geschlafen – gekocht hat er auch.“

Nudeln, Garnelen, solche Sachen. „Danach hast du gedacht, dass da eine Bombe eingeschlagen ist. Ich vermisse Yussi.“ Café-Haus-Besitzer Poulsen blickte auf den kleinen, aber feinen RB-Kader („Unsere 18 Feldspieler kommen alle zum Einsatz“), berichtete, dass nur die erste Halbzeit daheim gegen Salzburg „noch schlimmer“ als Freiburg war und sagte in eigener Sache: „Ich spiele meine beste Saison, bin topfit, habe keine Schmerzen. Ich bin älter geworden, passe besser auf mich auf.“ Das Verhältnis zu seinem Entdecker/Föderer Ralf Rangnick? „Sehr gut, wir schätzen uns. Sein Fußball passt super zu mir.“

Übrigens: Laut Kapitän Willi Orban, 26, ist Poulsen auch beim Poker eine Klasse für sich.