19. Februar 2021 / 11:33 Uhr

RB Leipzigs U19 hadert mit Youth-League-Absage: „Ist schwierig, die Motivation hochzuhalten“

RB Leipzigs U19 hadert mit Youth-League-Absage: „Ist schwierig, die Motivation hochzuhalten“

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Nach Youth-League-Absage: RB-Coach Marco Kurth muss seinen Nachwuchs bei Stange halten. 
Nach Youth-League-Absage: RB-Coach Marco Kurth muss seinen Nachwuchs bei Stange halten.  © Andreas Rentz/Getty Images
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Internationale Fußball-Luft schnuppern wie die Profis in der Champions-League, das bleibt den U19-Talenten von RB Leipzig in dieser Saison nun doch verwehrt. Denn die UEFA hat die Youth League abgesagt. Doch der 42-jährige Bullen-Coach Marco Kurth richtet den Blick nach vorn.

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Leipzig. Die Losfee entschied Ende Januar: RB Leipzigs U19 sollte sich am 2. März mit dem italienischen Topteam Atalanta Bergamo in der Youth League messen. Knapp zwei Wochen vor Turnierbeginn trudelte nun die Absage durch das Exekutivkomitee der UEFA ein. Der Wettbewerb, den die U19-Mannschaften der Champions-League-Clubs bestreiten, wurde ersatzlos gestrichen, während die "großen Profis" um die Welt jetten und ihr Pflichtprogamm über die Bühne bringen.

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Globales Spektakel entfällt

„Es war für die Jungs natürlich eine große Enttäuschung“, sagt U19-Coach Marco Kurth. „Denn gerade in diesen Zeiten ist es schwierig, die Motivation hochzuhalten. Das fällt mit dem Ziel Youth League natürlich deutlich leichter", erklärt der 42-Jährige.

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Der Spielmodus war noch im vergangenen September speziell an die Pandemiesituation angepasst worden. Die 64 Teams sollten nur im K.o.-Modus antreten. Bis zuletzt trafen auch die Roten Bullen alle Vorkehrungen für das globale Spektakel – im Austausch mit den zuständigen Behörden. „Wir sind mittlerweile auch in einer regelmäßigen Testung, genau wie es alle anderen Youth-League-Teilnehmer auch handhaben“, so der RB-Nachwuchscoach. Doch Reisebeschränkungen in Europa stellten den Kontinentalverband vor Herausforderungen. Zudem habe die Sicherheit und Gesundheit der Jugendspiele die höchste Priorität, gab die UEFA vor.



Bundesliga und Pokal?

Kurths Crew trainiert derzeit sechsmal pro Woche. Für den Coach gilt es nun, neue Ziele zu stecken und die Nachwuchskicker weiter zu entwickeln. „Dabei würden vor allem auch mögliche Testspiele helfen“, erklärt er, der aber dankbar ist, „überhaupt trainieren zu dürfen“. RB wolle eine Art Spielplan entwickeln, um möglicherweise Leistungsvergleiche mit anderen Nachwuchsleistungszenten durchzuführen.

Denn zum Einen wollen Kurths ausjährige Spieler ab Sommer den nächsten Schritt gehen. „Zum Anderen haben wir viele Talente, die von unten nachrücken und die gerade in eventuellen Tests mit Männermannschaften wichtige Erfahrungen mitnehmen können.“ Deshalb ruht die Hoffnung weiterhin auf nationalen Wettkämpfen. Der DFB-Pokal und die Meisterschaft bleiben wichtige Ziele, ruhen aber derzeit ebenfalls. Laut aktueller Planung sollen die U17- und U19-Bundesligen am ersten April-Wochenende wieder in den Spielbetrieb starten. Eine Woche zuvor ist das Achtelfinale im DFB-Junioren-Pokal geplant. Der Gegner der RB-Jungs wäre der 1. FC Köln. Ob die Pläne so umgesetzt werden können, ist aktuell jedoch unklar. Marco Kurth hofft darauf. „Das würde uns natürlich eine gewisse Perspektive geben.“