08. Dezember 2018 / 15:37 Uhr

RB Leipzigs U19 verliert Spitzenspiel gegen den FC. St. Pauli

RB Leipzigs U19 verliert Spitzenspiel gegen den FC. St. Pauli

Stephan Wille
Leipziger Volkszeitung
Die A-Junioren-Bundesliga zwischen RB Leipzig und dem FC St. Pauli, spielte am 8. Dezember 2018 am Cottaweg
RB Leipzigs U19 unterlag im Spitzenspiel gegen Tabellenführer FC St. Paul mit 0:1. © Dirk Knofe - Picturework.eu
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In einem wenig unterhaltsamen Spitzenspiel verlieren die Roten Bullen mit 0:1 gegen Tabellenführer FC St. Pauli. Eine Viertelstunde vor Schluss spielte die Blessin Elf in Überzahl, kassierte aber kurz vor Schluss den Lucky Punch und verliert den Anschluss an die Tabellenspitze.  

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Leipzig. Spitzenspiel in der A-Junioren Bundesliga Nord/ Nordost. RB Leipzig, Tabellendritter, empfing am 14. Spieltag den Spitzenreiter, den FC St. Pauli. Nach drei Jahren als Trainer der U17 schwingt Ex- Profi Timo Schultz seit dieser Saison das Zepter bei der U19 des FC St. Pauli und formte seine Elf zu einer Spitzenmannschaft, die durch eine geschlossene Mannschaftsleistung imponiert. Elf Siege und zwei Niederlagen stehen nach 13 Spielen zu Buche, wobei die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen wurden.

Es ist nicht nur ein Spitzenspiel, sondern auch das erste Rückrundenspiel. Das Hinspiel verloren die Roten Bullen in Hamburg mit 2:4. Mit aktuell fünf Punkten hinter dem FC St. Pauli steht die Mannschaft von Alexsander Blessin auf einem guten dritten Platz. Mit einem Sieg gegen die Hamburger könnte man unbesorgt mit Tuchfühlung zur Tabellenspitze in die Winterpause gehen. Für einen Heimsieg spricht die Statistik. Die U19 gewann seit 2014 alle vier Heimspiele gegen den FC St. Pauli.

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Die U19 von RB Leipzig verliert das zweite Spitzenspiel in Folge. Nachdem die Blessin-Elf in der Vorwoche gegen Wolfsburg den Kürzeren zog, musste sie auch gegen Bundesliga-Tabellenführer FC St. Pauli mit einem 0:1 leben. Zur Galerie
Die U19 von RB Leipzig verliert das zweite Spitzenspiel in Folge. Nachdem die Blessin-Elf in der Vorwoche gegen Wolfsburg den Kürzeren zog, musste sie auch gegen Bundesliga-Tabellenführer FC St. Pauli mit einem 0:1 leben. © Dirk Knofe

Die Roten Bullen traten wieder in einem 3-4-3 System an und waren zu Beginn die aktivere Mannschaft. Die Hamburger lauerten überwiegend auf Kontersituationen.

Pfostenschuss verhindert frühe Führung

Nach 12. Minuten hatten die Bullen das erste Mal Pech und das Aluminium verhinderte die frühe Führung. Mike Grimm setzte sich auf der linken Seite stark durch und bediente den freistehenden Tom Krauß. Der Mittelfeldspieler zog aus 20 Metern ab, aber sein Schuss landete nur am rechten Pfosten. Die Gäste wurden dann nach knapp zwanzig Minuten zum ersten Mal gefährlich. Von der rechten Strafraumkante versuchte es Rechtsverteidiger Jannes Wieckhoff, aber RB-Torwart Julian Krahl war zur Stelle und zeigte keine Schwäche.

In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften Schwierigkeiten, sich Torchancen herauszuspielen und schafften es nicht, sich durch die gut gestaffelten Abwehrreihen zu kombinieren. Das Spiel war taktisch sehr geprägt, so dass es torlos in die Kabine ging.

Spitzenspiel mit wenig Highlights

Die Hamburger waren auch im zweiten Durchgang nach Kontersituationen gefährlich. In der 55. Minute schalteten sie erneut schnell um: Moritz Seifferts wurde jedoch im letzten Momentvon Frederik Jäckel geblockt. Nur zwei Minuten später war es wieder Seiffert, der die Pauli-Führung auf dem Fuß hatte. Nach einem Doppelpass mit Tom Protzek strich sein Schuss aus zehn Metern nur knapp über den Kasten.

Die etwas über 200 Zuschauer sahen ein Spitzenspiel mit wenig Highlights. Zwölf Minuten vor dem Schlusspfiff sah Moritz Frahm nach einem taktischen Foulspiel die Ampelkarte, so dass die Bullen in der Schlussphase in Überzahl waren. RB Leipzig fand aber auch in der Schlussphase gegen die gute Pauli-Defensive kein Mittel und es musste kommen wie es kommen musste.

Pauli in Unterzahl mit Lucky Punch

Der FC St. Pauli bestrafte eine Unkonzentriertheit in der Bullen-Defensive und erzielte das viel umjubelte 0:1. Mert Kuyucu spielte eine sehenswerten langen Ball auf den in den Strafraum gestarteten Serkan Dursun, der frei vor Krahl cool blieb und zum Führungstor einschob. Nach der zweiten 0:1 Heimniederlage in Folge rutschen die Bullen auf den dritten Tabellenplatz ab und haben auf Spitzenreiter FC St. Pauli nun acht Punkte Rückstand. Zwei Minuten nach Schlusspfiff kassierte RB Torwart Julian Krahl nach einer Unsportlichkeit gegen das Schiedsrichtergespann noch die rote Karte.

Ein enttäuschter Trainer Alexsander Blessin nach dem Spiel: „Die Basis aller Spiele ist es ohne Gegentor auszukommen. Wir hatten einen Matchplan, der am Anfang sehr gut aufging. Die zielgerichteten Abschlüsse haben uns heute leider gefehlt. Beide Mannschaften hatten nicht die klaren Möglichkeiten, aber ich habe uns leicht besser gesehen. Es ist dann bitter nach einer Unaufmerksamkeit trotz Überzahl das Tor zu bekommen.“