10. August 2019 / 08:58 Uhr

RB Leipzigs Wiedersehen nach Feuerzeug-Flug in Osnabrück

RB Leipzigs Wiedersehen nach Feuerzeug-Flug in Osnabrück

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Aufreger im Erstrundenspiel des DFB-Pokals am 10. August 2015 in Osnabrück: Schiedsrichter Martin Petersen (r.) krümmt sich und unterbricht das Spiel, nachdem er von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Hinter ihm (v.l.) Leipzigs Kapitän Dominik Kaiser, Osnabrücks David Pisot und Assistent Matthias Jöllenbeck.
Aufreger im Erstrundenspiel des DFB-Pokals am 10. August 2015 in Osnabrück: Schiedsrichter Martin Petersen (r.) krümmt sich und unterbricht das Spiel, nachdem er von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Hinter ihm (v.l.) Leipzigs Kapitän Dominik Kaiser, Osnabrücks David Pisot und Assistent Matthias Jöllenbeck. © Friso Gentsch/dpa
Anzeige

Heiße Pokal-Partie mit Vorgeschichte: Die RB-Profis müssen in Osnabrück ihren Mann stehen.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Ja, sie rennt, die Zeit. Als RB 2009 das Licht der Welt erblickt, laufen Timo Werner und Co. noch mit der Rassel umeinander, ist Julian Nagelsmann Co-Trainer der U17 von 1860 München. Die Älteren dürften sich vage an den 8. August 2009 erinnern. Ans erste Punktspiel der Männer von Tino Vogel bei der U23 von Carl Zeiss Jena. An die eierabschreckenden Begleitumstände auf einem Nebenplatz. An übergriffige Thüringer „Fans“. Dass das Spiel 1:1 endet, interessiert 0,0. Die LVZ fragt 2009: „Ebnet Dosen-King Dietrich Mateschitz das Trainingszentrum ein und setzt eine Cart-Bahn hin?“

Zehn Jahre und zwei Tage später stellt sich alles erfrischend anders dar. RB Leipzig ist eine der Freuden im Leben des Milliardärs aus Fuschl am See, gehört zu den Top-Clubs der Bundesliga, wird nie mehr nach dem Abpfiff zum rettenden Bus rennen. RB kann es sich anno 2019 leisten, ein 60-Millionen-Euro-Angebot für Dayot Upamecano abtropfen zu lassen.

Sportdirektor Markus Krösche vorm Pokal-Auftritt beim wild entschlossenen VfL Osnabrück (Sonntag, 15.30 Uhr): „Wir haben die vielleicht spannendste Mannschaft in der Bundesliga.“ Den nahezu sexiesten Trainer haben sie definitiv. Laut einer (repräservativen?) Umfrage des Erotikportals Joyclub ist Julian Nagelsmann in punkto Ausstrahlung (erotischer) hinter Niko Kovac die Nummer zwei. Nagelsmann annähernd bierernst: „Vielleicht brauche ich noch ein wenig Reife, das soll ja auch sexy sein. Ich brauche noch zehn Jahre, dann gewinne ich die Wahl.“

DURCHKLICKEN: Bisherige Auftritte von RB Leipzig im DFB-Pokal

29.07.2011: Regionalligist RB Leipzig gibt sein Debüt im DFB-Pokal. Und was für eins! Zu Gast ist Bundesligist VfL Wolfsburg. Der haushohe Favorit fährt geschlagen nach Hause. 3:2 gewinnen die Leipziger. Held des Abends ist Daniel Frahn, der alle drei Tore erzielt. Zur Galerie
29.07.2011: Regionalligist RB Leipzig gibt sein Debüt im DFB-Pokal. Und was für eins! Zu Gast ist Bundesligist VfL Wolfsburg. Der haushohe Favorit fährt geschlagen nach Hause. 3:2 gewinnen die Leipziger. Held des Abends ist Daniel Frahn, der alle drei Tore erzielt. ©
Anzeige

Heim-Macht Osnabrück

Bis dahin will der Ehrgeizling, 32, Spiele gewinnen. Auch und vor allem das an der berühmt-berüchtigten Bremer Brücke. Hört sich seltsam an, ist aber so: Dieses alte, kleine, enge Stadion kann Spiele kippen lassen – auf die Seite seines VfL, versteht sich. Nagelsmann kennt sich aus mit solchen Sachen. „Wir sind gut vorbereitet, gut drauf und absolut in der Lage, das Spiel zu gewinnen.“ Fortschritte in der Beziehung Trainer/Taktik/Team? Im Prinzip ja. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir am Ende im Laufe der Saison sein wollen. Wir brauchen Geduld.“

Aufgeregt vorm Pflichtspielstart mit dem neuen Club? „Es fühlt sich wie das erste Mal an. Da freue ich mich drauf.“ Druck auf dem Kessel? Ja, viel davon. „Das ist aber auch gut so.“ Fürs „Spannungsniveau“ der Spieler und des Trainers.

Osnabrück? Dynamisch, furchtlos, zu Hause eine Macht. Das 2015er Feuerzeug-Aus befeuert das Wiedersehen. Zumindest seitens der eh leicht entflammbaren VfL-Fans.

Mehr zu RB Leipzig

Nkunku vor Pflichtspiel-Debüt

Pete-Stop für Mvogo: Die Leipziger Torwart-Frage wurde der erwarteten Klärung zugeführt. „Péter Gulácsi bleibt unsere Nummer eins.“ Die Zwei, Yvon Mvogo, hat den Coach nachhaltig beeindruckt. „Ich werde versuchen, ihm Spiele zu geben. Das habe ich auch mit ihm besprochen. Vielleicht ist Sonntag eins davon.“ Würde Gulácsi nicht so doll finden.

Schmerz lass nach: Kevin Kampls Sprunggelenk macht Probleme, gefährdet KKs Mitwirken. Dayot Upamecanos Knöchel sagt Nein zum Pokal-Sonntag. Ethan Ampadus Muskelketten harmonieren nicht, der Neuzugang fällt aus. Willi Orbans Oberschenkel ist wieder heil, ein Einsatz dennoch nicht gesichert.

Marcel Halstenberg hat sich das Knie verdreht, wird wohl von Marcelo Saracchi ersetzt. Mittelfeldstar Emil Forsberg ist laut Nagelsmann „noch weit weg von 100 Prozent“, läuft nicht auf. Matheus Cunha hat sich in den Vordergrund gespielt, könnte den Anpfiff auf dem Platz erleben. Die besten Start-Chancen von den Neuen hat der Ex-Pariser Christopher Nkunku. Die folgende Aufstellung ist aber sowas von ohne Gewähr.

Voraussichtliche Aufstellung:

RB: Gulacsi – Klostermann, Mukiele, Konaté, Saracchi – Demme, Sabitzer, Kampl – Nkunku (Cunha) – Poulsen, Werner

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN