27. Mai 2017 / 12:00 Uhr

RB-Sportdirektor Rangnick bei intimen Treffen in Istanbul

RB-Sportdirektor Rangnick bei intimen Treffen in Istanbul

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick © dpa
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Tee, Gebäck, Gespräch: RB-Chefplaner Ralf Rangnick und Bruma-Berater Ibrahim Polar wurden in einer verschwiegenen Eckkneipe am Bosporus gesichtet.

Leipzig. Kennen Sie Armindo Tué Na Bangna? Sie werden den jungen Fußballer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kennenlernen. Im Trikot von RB Leipzig. Auf dem Rücken der Oberbekleidung wird „Bruma“ stehen. Künstlername eines 22-jährigen Künstlers. Unter dem Schriftzug könnte der Einfachheit halber die Ablöse für den portugiesischen U21-Nationalspieler beflockt werden. 15 Millionen Euro. Plus erfolgsabhängige Nebengeräusche. Zwei, drei Mios und drei, vier Dosen Brause.

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Der Flirt zwischen RB und dem pfeilschnellen Dribbler von Galatasaray Istanbul wird von keinem Beteiligten in Abrede gestellt. Heiße Neuigkeit: Leipzigs Kaderplaner Ralf Rangnick hat sich nach LVZ-Informationen in Istanbul mit Brumas Berater Ibrahim Polar getroffen. In einer verschwiegenen Eckkneipe in der 15-Millionen-Euro-Stadt. Mit Tee und Gebäck. Ohne Shisha. Die mag Rangnick nicht. Und – noch – ohne finale Einigung.

Die Gesprächsgrundlage: Bruma will weg aus der türkischen Liga. Galatasaray, Vierter des Klassements und von Trennungsschmerz in Sachen Lukas Podolski (geht nach Japan) durchdrungen, kann Bruma (Vertrag bis 2018) nur jetzt zu Geld machen. Die Türken sind wie fast alle Clubs der Süper Lig süper hoch verschuldet und auf Almosen reicher Club-Funktionäre/Fans und Ablösesummen abgewiesen. Zehn Millionen Euro hat Gala 2013 an Sporting Lissabon überwiesen. Jetzt müssen sie Rendite sehen. Da fügt es sich aus Sicht der Istanbuler, dass Brumas Berater Polar weitere Interessenten ins Feld führt. Zum Beispiel den FC Southampton.

Der ist Achter der Premier League und kommt in der neuen Saison nicht von der Insel runter. RB ist Vize-Meister in Germany und landet im Champions-League-Flieger in Barcelona, Mailand, Madrid. Außerdem steht Southampton in Rangnicks Schuld. Rangnick hat als Sportdirektor von RB Salzburg Sadio Mane 2014 für 15 Millionen Euro dorthin verkauft. Die Engländer kassierten beim Weiterverkauf Manes Money. Liverpool drückte 41 Mios ab.

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Stand der Dinge: RB hat gute Karten, der erste Neuzugang steht ante portas. Wenn Rangnick einen Fußballer will, macht er die Nummer zur Chefsache, setzt sich in den Learjet und fliegt los. Mit Sonne im Herzen, Charme, Kohle und Überzeugung. Das war so bei Naby Keita. Bei Oliver Burke. Und zuletzt bei Dayot Upamecano, als sich Rangnick heimlich, still und leise aus dem Camp in Lagos abseilte, nach Paris flog und mit Upas Ja-Wort zurückkehrte.

Unschön: Marcel Sabitzer hat sich bei einem häuslichen Unfall eine Schnittverletzung am Oberarm zugezogen und muss sich vier Wochen schonen.

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