08. Juni 2020 / 08:36 Uhr

Reaktion auf NFL-Video: US-Präsident Trump nennt Knien bei der Hymne "respektlos"

Reaktion auf NFL-Video: US-Präsident Trump nennt Knien bei der Hymne "respektlos"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
NFL-Profis auf den Knien: Bilder, die US-Präsident Donald Trump nicht gefallen.
NFL-Profis auf den Knien: Bilder, die US-Präsident Donald Trump nicht gefallen. © imago images/dpa
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Nachdem die US-amerikanische Football-Liga in einem Video erklärt hatte, den Knie-Protest von NFL-Profis im Lichte der Rassismus-Debatten der vergangenen Wochen ausdrücklich gut zu heißen, reagierte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit einem Angriff auf die Sportstars.

US-Präsident Donald Trump hat im Zusammenhang mit der Videobotschaft von NFL-Boss Roger Goodell das Hinknien während der US-Nationalhymne erneut als respektlos bezeichnet. „Könnte es auch nur im entferntesten möglich sein, dass Roger Goodell in seiner ziemlich interessanten Erklärung von Frieden und Versöhnung angedeutet hat, dass es jetzt ok für die Spieler ist, bei der Nationalhymne zu knien oder nicht zu stehen und dabei respektlos zu unserem Land und unserer Flagge zu sein?“, fragte Trump am Sonntag via Twitter.

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Zuvor war zudem bekannt geworden, dass der US-Fußballverband über eine Änderung der Regel nachdenkt, die bislang besagt, dass bei der Hymne gestanden werden muss - ebenfalls, um Spielerinnen und Spielern möglicherweise einen straffreien Knie-Protest zu ermöglichen.

Tausende protestieren nach dem Tod von George Floyd gegen Rassismus

In den USA war vor zwei Wochen der Afroamerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Seither demonstrieren viele Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze. Nach anfänglicher Kritik an der nach Wahrnehmung einiger Profis und Mitarbeiter der National Football League zu laschen Reaktion der Liga hatte Goodell zuletzt in einem Video gesagt, die NFL gebe zu, „dass es falsch war, nicht schon früher auf die NFL-Spieler gehört zu haben und ermutigen alle, sich zu äußern und friedlich zu protestieren. Wir, die National Football League, glauben, dass schwarze Leben wichtig sind.“

Schon 2016 hatte der damalige Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, die Polizeigewalt gegen Schwarze zum Anlass für einen friedlichen Protest genommen und sich während des Abspielens der Nationalhymne hingekniet. Trump hatte Kaepernick damals beschimpft. NFL-Profis wollen in der kommenden Saison wieder knien.

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