20. Dezember 2020 / 18:44 Uhr

"Unterirdisch": Bruno Labbadia kritisiert Hertha-Profi Matheus Cunha scharf

"Unterirdisch": Bruno Labbadia kritisiert Hertha-Profi Matheus Cunha scharf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Hertha-Trainer Bruno Labbadia war mit der Leistung seines Spielers Matheus Cunha (blaues Trikot) nicht einverstanden.
Hertha-Trainer Bruno Labbadia war mit der Leistung seines Spielers Matheus Cunha (blaues Trikot) nicht einverstanden. © imago images/Jan Huebner/Sportfoto Rudel
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13 Punkte aus 13 Spielen - das hatten sich die mit vielen Millionen aufgepeppten Berliner anders vorgestellt. Das Traumziel Europa ist für Hertha BSC ganz weit weg, nach dem 1:4 beim SC Freiburg droht im neuen Jahr sogar der Abstiegskampf. Mit seinem brasilianischen Angreifer Matheus Cunha ging Hertha-Coach Bruno Labbadia besonders hart ins Gericht.

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Nach der 1:4-Niederlage von Hertha BSC beim SC Freiburg hat Trainer Bruno Labbadia seinen Offensivspieler Matheus Cunha deutlich kritisiert. „Er zieht sich selbst runter, bringt seine Leistung nicht, zieht die Mannschaft runter. Es ist sehr selten, dass ich so was mache, aber ich sage es ganz ehrlich: Ich bin total verärgert“, sagte Labbadia am Sonntagabend. Der brasilianische Nationalspieler hatte zuvor lustlos gewirkt und war von Labbadia bereits zur Halbzeit ausgewechselt worden.

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„Wir hätten ihn schon zuletzt gegen Mainz runternehmen können, das haben wir nicht gemacht“, sagte Labbadia. „Heute haben wir uns dafür entschieden, nachdem er in der ersten Halbzeit für mich unterirdisch war.“ Mit unterirdisch meine er etwa Cunhas Körpersprache, ergänzte Labbadia. „Er ist noch ein junger Mensch mit 21, aber er muss es schleunigst verändern“, sagte der Coach. Er wisse, wie wichtig Cunha für die Hertha sei. „Aber bei aller Wichtigkeit ist das ein No-Go.“ Darum spreche er es auch so deutlich an.

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Mit 13 Punkten aus 13 Spielen hängen die Berliner in der kurzen Winterpause der Bundesliga im Tabellenkeller fest. „Mich ärgert weniger, wo wir gerade stehen. Mich ärgert mehr, wo wir hätten stehen können. Heute haben wir einfach ein Gesicht gezeigt, was überhaupt nicht funktioniert. Der eine oder andere meint, dass er sein Ding alleine durchziehen kann“, ergänzte der Berliner Coach. Das Traumziel Europa ist ganz weit weg. Und im neuen Jahr wartet gleich am 2. Januar das große Krisentreffen mit dem Tabellenletzten FC Schalke 04. „Wir müssen nach der Winterpause besser zurückkommen. Wir haben ein wichtiges Spiel vor der Brust. Wir müssen die Fehler analysieren und endlich punkten“, sagte Herthas Maximilian Mittelstädt beim TV-Sender Sky.

Labbadia über Leistung der Hertha-Profis verärgert

Speziell die erste Halbzeit hat Labbadia mächtig geärgert. Da habe man gesehen, „wie man es nicht machen soll. So reichten 20 gute Minuten nach der Pause nicht aus, um einen Punkt aus dem Schwarzwald-Stadion zu entführen. Die Freiburger dagegen vergrößerten durch das fünfte Spiel nacheinander ohne Niederlage ihren Abstand auf die Abstiegsregion.


Vincenzo Grifo (7. Minute) hatte die Freiburger Mannschaft von Trainer Christian Streich per Kopf in Führung gebracht, kurz nach der Pause gelang Dodi Lukebakio (52.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Anschließend drückte die Hertha zwar, ließ aber beste Gelegenheiten durch Niklas Stark (55.), Javairô Dilrosun (56.) und Krzysztof Piatek (57.) aus - und wurde dafür bestraft. Ermedin Demirovic (59.) schockte die Berliner mit seinem ersten Bundesliga-Tor zum 2:1, Verteidiger Manuel Gulde (67.) legte nach einer Ecke per Kopfball nach. Den Schlusspunkt setzte Nils Petersen per Foulelfmeter (90.+4).