15. Dezember 2021 / 19:15 Uhr

Zoff um Milliarden-Deal: Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao ziehen gegen LaLiga vor Gericht

Zoff um Milliarden-Deal: Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao ziehen gegen LaLiga vor Gericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao suchen die Konfrontation mit der spanischen La Liga.
Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao suchen die Konfrontation mit der spanischen La Liga. © IMAGO/Action Plus (Montage)
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Nach dem Milliarden-Deal der spanischen LaLiga mit einem Investor spitzt sich der Streit mit den beiden Spitzenvereinen Real Madrid und FC Barcelona sowie Athletic Bilbao zu. Die drei Klubs gehen juristisch gegen das Geschäft vor.

Die spanischen Topklubs Real Madrid und FC Barcelona sowie Athletic Bilbao ziehen wegen eines umstrittenen Milliardendeals gegen ihre Profiliga vor Gericht. Man habe rechtliche Schritte gegen das Geschäft der LaLiga mit einem Investor aus Luxemburg eingeleitet, teilten die Vereine am Mittwoch in einem gemeinsamen Kommuniqué mit. Es handele sich "um eine illegale Transaktion, die dem gesamten spanischen Fußballsektor einen irreparablen Schaden" zufüge und "in eklatanter Weise die elementarsten Grundsätze des spanischen Sportrechts und die Statuten von La Liga" verletze, hieß es.

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Das Geschäft mit dem früheren Formel-1-Besitzer CVC war am Freitag auf einer Generalversammlung der 42 Profiklubs in Madrid mit 37:4 Stimmen bei einer Enthaltung gebilligt worden. Für eine Finanzspritze von knapp zwei Milliarden Euro wird der Investor 50 Jahre lang rund elf Prozent der TV-Einnahmen kassieren. Zudem übernimmt er rund acht Prozent an den Handels- und Technologierechten. Liga-Boss Javier Tebas sprach von einem "Meilenstein" in der Fußball-Entwicklung.

Real, Barcelona und Bilbao beteiligen sich nicht am Projekt. Das bedeutet, sie bekommen kein Geld, müssen aber auch keine Rechte abtreten. Trotzdem gehen sie rechtlich dagegen vor. Wegen ihrer Nichtteilnahme war am Freitag - nach einer ersten Billigung des Projekts im August - über eine abgeänderte Fassung mit einem um rund 700 Millionen Euro reduzierten Investitionsbeitrag abgestimmt worden.


Bereits in den nächsten Wochen sollen die ersten 400 Millionen Euro in die Kassen der beteiligten Klubs fließen, wie Marca und andere Fachzeitungen berichteten. Das Geld solle für die Verbesserung der Infrastruktur, für Digitalisierung und für Auslandsvermarktung verwendet werden. Ob die beiden Vereine, die am Freitag neben Real, Barça und Bilbao ebenfalls nicht mit "Ja" gestimmt haben, sich trotzdem beteiligen werden, stand zunächst nicht fest. Laut Medien soll es sich um die Zweitligisten Real Oviedo und UD Ibiza handeln.