13. April 2020 / 15:54 Uhr

Real Madrid nimmt Luka Jovic wegen Reise nach Serbien in Schutz: "Aus Maus wurde ein Elefant gemacht"

Real Madrid nimmt Luka Jovic wegen Reise nach Serbien in Schutz: "Aus Maus wurde ein Elefant gemacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luka Jovic droht eine Anzeige, weil er die Coronavirus-Quarantäne nicht eingehalten haben soll.
Erhält Unterstützung von seinem Verein: Luka Jovic. © imago images / Uk Sports Pics Ltd
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Luka Jovic zog zu Beginn der Coronakrise die Kritik auf sich. Der Stürmer von Real Madrid reiste trotz Beschränkungen aufgrund der Pandemie von Spanien nach Belgrad und löste eine kleine Staatskrise aus. Nun nahm sein Klub ihn in Schutz.

Luka Jovic erhält Rückendeckung von seinem Verein. Nachdem der Serbe zuletzt in seiner Heimat massiv in die Kritik geraten ist, weil er trotz der Corona-Beschränkungen von Spanien nach Belgrad gereist war - und sich dort auch frei bewegte - gab Real Madrid nun ein Statement heraus.

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"Er hat nichts ohne das Wissen von Real Madrid getan und die örtliche Polizei seines Landes wurde über seine Ankunft (in Belgrad Anm. d. Red:) informiert. Aus einer Maus wurde ein Elefant gemacht", zitierte die spanische Sportzeitung AS die Königlichen. Aufgrund der Reisebeschränkungen ist Jovic immer noch in seiner Heimat, wo er nach eigenen Angaben vor allem seinen Sohn besuchen wollte. Wie die AS berichtet, habe Real ihm deshalb einen Mental-Coach zur Seite gestellt, der mit ihm an der psychischen Verfassung arbeiten soll.

Jovic hatte mit der Aktion selbst den Präsidenten seines Heimatlandes gegen sich aufgebracht, weil er die Ausgangssperre missachtete. Genauso übrigens sein Nationalmannschaftskollege Nikola Nikolic. "Wenn einer von ihnen das Haus verlässt, wird er verhaftet. Ich denke, beide bereuen, was sie getan haben, aber ich werde ihnen klar machen, dass das Leben unseres Volkes viel wichtiger ist als ihre Millionen", sagte Aleksander Vucic, der durchaus empört war. "Schließlich werden wir aber auch niemanden kreuzigen", schob er aber hinterher.

Jovic wehrt sich gegen Kritik

Nachdem er sich zum Buhmann der Nation gemacht hatte, reagierte der 21-Jährige in einer Instagram-Story auf zweierlei Weise: Jovic entschuldigte sich zwar und dankte den Ärzten und Pflegern für ihre Arbeit, griff aber auch die serbischen Stellen an, die ihn seiner Auffassung nach nicht umfassend genug über die Regelungen im Land aufgeklärt hatten. Es tue ihm, so Jovic wörtlich, leid, "dass einige Menschen ihren Job nicht professionell gemacht und mir keine speziellen Anweisungen gegeben haben, wie ich mich während meiner Isolation verhalten soll".

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Jovic versicherte, dass er sich keiner Schuld bewusst sei. Er habe zunächst in Madrid einen negativen Coronavirus-Test hinter sich gebracht, anschließend die Reise-Genehmigung von Trainer Zinedine Zidane und Präsident Florentino Perez eingeholt und sei auch nach seiner Landung in Serbien getestet worden - mit dem gleichen Ergebnis. Sein Vater findet, Jovic junior wird ungerecht behandelt. "Egal, was die Menschen denken: ich kann garantieren, dass mein Sohn sich den Regelungen fügt", sagte Milan Jovic gegenüber Novosti. "Er verlässt sein Haus nicht - außer, um in den Supermarkt zu gehen."