31. März 2021 / 15:24 Uhr

Real Madrid baut für Zidane-Abschied vor: Löw und Raúl offenbar Favoriten auf Nachfolge

Real Madrid baut für Zidane-Abschied vor: Löw und Raúl offenbar Favoriten auf Nachfolge

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Falle eines Abschieds von Zinedine Zidane soll Real Madrid Joachim Löw und Klublegende Raúl als Nachfolge-Kandidaten auf dem Zettel haben.
Im Falle eines Abschieds von Zinedine Zidane soll Real Madrid Joachim Löw und Klublegende Raúl als Nachfolge-Kandidaten auf dem Zettel haben. © Getty/IMAGO/ZUMA Wire
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Das lässt aufhorchen: Sollte Zinedine Zidane bei Real Madrid wie schon 2018 wieder seinen Hut nehmen, soll Klubchef Florentino Perez laut "Diario AS" vor allem zwei Trainer auf dem Zettel haben: Klublegende Raúl sowie Noch-Bundestrainer Joachim Löw.

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Einem spanischen Medienbericht zufolge soll sich Real Madrid bereits Gedanken über einen möglichen Nachfolger von Trainer Zinedine Zidane machen. Man wolle vorbereitet sein, falls der Star-Trainer seinen noch bis 2022 laufenden Vertrag bei den Königlichen nicht verlängert oder die Zusammenarbeit sogar noch früher endet - etwa wegen sportlichen Misserfolgs. Laut Diario AS soll Klubpräsident Florentino Perez dabei vor allem zwei Namen im Sinn haben: Den des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw sowie Raúl Gonzalez Blanco, früher Klubikone und Zidane-Teamkollege und später für Schalke 04 auch in der Bundesliga aktiv.

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Der Topkandidat des "Schattentrainers" soll ursprünglich Mauricio Pochettino gewesen sein. Der Argentinier, der nach seinem Abschied von Tottenham Hotspur zunächst vereinslos war, unterschrieb zu Beginn des Jahres aber einen Vertrag bei Paris Saint-Germain, wo er die Nachfolge von Thomas Tuchel antrat. Deshalb soll vor allem Löw ins Visier geraten sein.

Der 61-Jährige würde passen: Er ist ab Sommer verfügbar, erlernte in den vergangenen Monaten die spanische Sprache und erklärte zuletzt mehrfach, nach 15 Jahren als Bundestrainer bereit zu sein für einen Job im Vereinsfußball. "Meine Trainerlaufbahn wird danach nicht vorbei sein. Denn ich liebe die tägliche Arbeit auf dem Platz und das individuelle Training mit den Spielern", sagte Löw gegenüber Sport1. Die Aufgabe, mit Real Madrid den vielleicht hochkarätigsten Klub der Welt zu trainieren, dürfte ihn fraglos reizen. Zeitnahe Gespräche schloss Löw dabei aus - er wolle sich zunächst voll auf die EM konzentrieren.

Auch Raúl, der wie Löw auf Perez' Shortlist stehen soll, hätte seinen Reiz - allerdings aus anderen Gründen. Der frühere Stürmerstar der Madrilenen ist seit Juli 2019 Trainer der zweiten Mannschaft und wäre nicht nur eine interne und realisierbare, sondern ähnlich wie Zidane gleichsam eine glanzvolle Lösung.

Der 48 Jahre alte Zidane übernahm die Madrilenen im März 2019 zum zweiten Mal, nachdem er zwischen 2016 und 2018 drei Mal in Folge die Champions League gewonnen hatte und daraufhin zurückgetreten war. In seiner zweiten Amtszeit gewann der Franzose bisher den spanischen Meistertitel sowie den nationalen Supercup. Derzeit ist Real in der Liga Dritter, in der Champions League geht es im Viertelfinale gegen den englischen Meister FC Liverpool um Jürgen Klopp.