08. Mai 2022 / 21:56 Uhr

"Es ist realistisch": Stuttgart träumt nach Coup gegen Bayern vom direkten Klassenerhalt

"Es ist realistisch": Stuttgart träumt nach Coup gegen Bayern vom direkten Klassenerhalt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Für Stuttgart-Stürmer Sasa Kalajdzic fühlt sich der Klassenerhalt realistisch an.
Für Stuttgart-Stürmer Sasa Kalajdzic fühlt sich der Klassenerhalt realistisch an. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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Der VfB Stuttgart hat dem FC Bayern München am Sonntagabend einen Punkt abgetrotzt, der im Abstiegskampf noch wichtig werden könnte. Der direkte Klassenerhalt ist noch immer möglich. Die Spieler und Verantwortlichen haben die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben.

Zwei Teams, zwei Gewinner: Während der FC Bayern München nach der Meisterschalen-Übergabe jubelte, ballten auch die Spieler des VfB Stuttgart die Faust: Dank Sasa Kalajdzic dürfen die Schwaben immer noch auf den direkten Klassenerhalt in der Bundesliga hoffen. Der VfB erkämpfte sich am Sonntag beim FCB ein 2:2 (2:1) und verkürzte damit den Rückstand auf Hertha BSC auf drei Punkte.

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Am letzten Spieltag kommt es nun zum großen Abstiegsfinale: Die Hertha muss auf Platz 15 trotz drei Punkten Vorsprung auf die Schwaben heftig zittern; der FC Augsburg ist dagegen vorzeitig gerettet. Am letzten Spieltag empfangen die Stuttgarter (30 Punkte) den 1. FC Köln. Die Berliner müssen (33 Zähler) in Dortmund antreten - und das mit der klar schlechteren Tordifferenz. Die Stuttgarter könnten theoretisch aber auch noch von Arminia Bielefeld (27 Punkte) überholt werden und direkt absteigen. Die Arminia bräuchte bei sieben Toren Rückstand auf den VfB und drei Punkten allerdings nicht weniger ein Fußball-Wunder für die Relegation. Dementsprechend groß war die Erleichterung nach dem 2:2 bei den Meister-Bayern.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat hätte den Bayern die Meister-Party "gerne ganz versaut", wie er bei DAZN sagte. Und doch: "Wir nehmen den Punkt gerne mit. Sie können feiern und wir haben vielleicht auch die Möglichkeit, mit drei Punkten nächste Woche Hertha unter Druck zu setzen“, fügte Mislintat an. Die Klassenerhalt-Hoffnung bei den Stuttgartern ist zurück: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und alles dafür tun, dass wir das Spiel gewinnen", sagte Trainer Pellegrino Matterazzo bei Sky. Die Mannschaft solle bis zum ersten Endspiel (zwei weitere könnten in der Relegation Ende Mai gegen den Zweitliga-Dritten folgen) "zur Ruhe kommen, sich regenerieren", so der Trainer weiter. Und dann? "Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen", schloss Matterazzo das Interview kämpferisch ab.

Kalajdzic über den letzten Spieltag: "Ich hoffe, dass Dortmund das schafft"

Die leidenschaftlich kämpfenden und forsch konternden Gäste führten früh durch Tiago Tomás (8.) und konnten durch einen Kopfball von Mittelstürmer Kalajdzic (52.) kurz nach der Pause ausgleichen. Durch ein von Serge Gnabry erzwungenes Eigentor von VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos (35.) und den Treffer zum 2:1 von Thomas Müller (44.) hatte der FCB das Spiel zwischenzeitlich gedreht.

Das Tor von Kalajdzic könnte im Abstiegskampf enorm wichtig werden: "Es ist ein Punkt für den Kopf für die Moral", stellte der Torschütze bei Sky fest. Am letzten Spiel sei "noch einiges möglich". Dafür wolle der Österreicher mit Stuttgart erneut "alles reinhauen" gegen die Kölner - und parallel auf einen BVB-Sieg hoffen. "Ich hoffe, dass Dortmund das schafft", drückt der Stürmer dem Vize-Meister für das Spiel gegen Hertha die Daumen. Kalajdzic sprach von einem gewonnen Punkt: "Jetzt hat man irgendwie das Gefühl, es ist realistisch. Wir werden weiter hart arbeiten und sehen was rauskommt."