23. Februar 2021 / 17:56 Uhr

Rechte sexueller Minderheiten: RB Leipzigs Gulacsi kritisiert Politik in Ungarn

Rechte sexueller Minderheiten: RB Leipzigs Gulacsi kritisiert Politik in Ungarn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Gulacsi (Gepa Pictures)
Peter Gulacsi ist Stammtorwart des Bundesligisten RB Leipzig und der ungarischen Nationalmannschaft. © GEPA Pictures
Anzeige

Torwart Peter Gulacsi lebt seit über 14 Jahren außerhalb seiner ungarischen Heimat und hat viele verschiedene Menschen sowohl im beruflichen als auch privaten Leben getroffen. Er bekennt sich auf Facebook zu Gleichheit, Toleranz und Regenbogenfamilien. "Jedes Kind hat das Recht, in einer glücklichen Familie aufzuwachsen und diese Familie aus jedem Geschlecht, jeder Farbe, jeder Religion zu bilden."

Anzeige

Leipzig. RB Leipzigs Torwart Peter Gulacsi hat die Einschränkung von Rechten sexueller Minderheiten in seiner Heimat Ungarn kritisiert. In einem Facebook-Posting sprach sich der ungarische Nationalspieler vor allem gegen eine Verfassungsnovelle vom 16. Dezember 2020 aus, nach der homosexuellen Paare die Adoption von Kindern verboten ist.

Anzeige

Gulacsi äußert sich gegen Hass

„Jeder Mensch hat das Recht auf Gleichberechtigung. So hat auch jedes Kind das Recht, in einer glücklichen Familie aufzuwachsen - ganz egal, aus wie vielen Menschen sie besteht, welche Hautfarbe man hat, wen man liebt oder an was man glaubt“, schrieb Gulacsi am Dienstag. Dazu stellte der 30-Jährige ein Foto von sich und seiner Frau Diana.

DURCHKLICKEN: Peter Gulacsi bei RB Leipzig

Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  Zur Galerie
Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  ©

Unter dem Eintrag gab es bereits nach zwei Stunden mehr als 2500 Kommentare, die meisten auf Ungarisch. Nach Angaben von Gulacsis PR-Agentur seien darunter sehr viele negative Kommentare. „Familie ist Familie, das darf für niemanden ein Problem sein“, schrieb Gulacsi. Er stehe für Regenbogenfamilien und sprach sich gegen Hass und für mehr Akzeptanz aus.

Gulacsis Stimme hat in Ungarn durchaus Gewicht. Der zweimalige Fußballer des Jahres des Landes engagiert sich seit längerer Zeit karitativ, hilft mit seiner Frau medizinischen Einrichtungen und setzt sich für den Tierschutz ein.