09. Oktober 2020 / 22:53 Uhr

Rechtsanwalt Fischer will mit Phönix ein Gesetz brechen

Rechtsanwalt Fischer will mit Phönix ein Gesetz brechen

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Die Adler Nico Fischer (m.) Luebeck) und Björn Lambach (r.) gegen Paulis Serkan Dursun.
Die Adler Nico Fischer (m.) Luebeck) und Björn Lambach (r.) gegen Paulis Serkan Dursun. © Agentur 54°/Koenig
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Mit Gesetzesbrechern kennt sich Nico Fischer von Berufs wegen aus – jetzt will der Rechtsanwalt selbst einer werden: „Es ist Zeit für den ersten Heimsieg“, sagt der Kapitän des Regionalliga-Aufsteigers vor der Partie auf dem Buniamshof gegen den Hamburger SV II (Sa., 13 Uhr). Brechen wollen Fischer & Co. nämlich das Gesetz der Serie, nachdem die Adler mit einem Sieg, zwei Niederlagen, einem Sieg, zwei Niederlagen und am Mittwoch mit dem 3:0 beim FC St. Pauli gestartet sind. Demzufolge wären jetzt zwei Pleiten programmiert...

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„Wir wollen unseren Zuschauern auch in Lübeck so eine Leistung wie beim 3:0 zeigen und sie von unseren Qualitäten überzeugen“, unterstreicht Teamchef Frank Salomon die Ambitionen nach zwei Heimniederlagen gegen Norderstedt (0:3) und Flensburg (0:1): „Das Pauli-Spiel hat allerdings Substanz gekostet, und auch gegen den HSV erwarten wir eine ähnliche laufintensive und kämpferische Begegnung gegen gut ausgebildete junge Spieler.“

Shootingstar Ulbricht trifft auf Ex-Kollegen

Jung-Adler Julian Ulbricht hatte bis zum Sommer zusammen mit Kusi Kwame und Khaled Mohssen beim HSV II gespielt: „Es sind viele Jungs aus der Vorsaison noch dabei, aber sie verraten mir natürlich nicht, was sie gegen uns vorhaben“, sagt der 21-Jährige. Gut möglich, dass in der Länderspielpause auch Profis aus dem Zweitliga-Kader zum Einsatz kommen könnten.

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Fischer: "Müssen Konstanz in die Sache bringen"

Fischer schaut aber lieber auf sein Team: „Unsere Einstellung muss stimmen. Wenn nicht jeder 100 Prozent gibt, kann man in Drochtersen 0:3 verlieren. Wenn alle mitziehen und alles reinhauen, müssen wir uns vor keiner Mannschaft verstecken. Das haben wir teamintern angesprochen. Jetzt müssen wir Konstanz in die Sache bringen“, fordert der Capitano.

Der Käpt'n und die Gesetze der Serie

Die Einstellung, die taktische Umstellung auf ein 4 – 4 – 2-System und gleich vier Neue in der Startformation waren die Grundsteine zum Sieg gegen St. Pauli. „Eigentlich gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Aber Fußball ist immer auch Veränderung. Wir hatten im Sommer einen größeren Umbruch und müssen uns alle noch richtig finden. Pauli war ein erster Schritt, erläutert der 31-Jährige, der seit Sommer bei der Lübecker Kanzlei Krüger und Hunnekuhl arbeitet. Gesetze der Serie darf er übrigens auch als Anwalt brechen.

Vater eins Bundesligaprofi beim HSV

„Mit einem Sieg können wir den HSV in der Tabelle überholen“, ist Julian Ulbricht gegen seinen Ex-Klub extra motiviert. Was Nicos Vater Andreas Fischer dazu sagen würde, wenn sein Filius heute mit einem Sieg gegen die Hamburger zum Brecher des Gesetzes der Serie werden sollte, ist übrigens nicht justiziabel sondern muss familienintern geregelt werden: Andreas Fischer war von 1994 bis 2001 Bundesliga-Profi bei den Rothosen.